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Theo Bos


Dieser Artikel behandelt den niederländischen Radrennfahrer. Zum gleichnamigen niederländischen Fußballspieler und -trainer siehe Theo Bos (Fußballspieler).
Theo Bos
zur Person
Vollständiger Name Theo Bos
Geburtsdatum 22. August 1983
Nation Niederlande Niederlande
Disziplin Bahn/Straße
Funktion Fahrer
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Olympische Spiele 2004 - Sprint
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
2007 Weltmeister - Sprint
2006 Weltmeister - Sprint
2006 Weltmeister - Keirin
2005 Weltmeister - 1000-Meter-Zeitfahren
2004 Weltmeister - Sprint
Infobox zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2016

Theo Bos (* 22. August 1983 in Egmond aan de Hoef) ist ein niederländischer Radrennfahrer.

Sportliche Laufbahn

Bos wurde 2004 bei den Bahn-Radweltmeisterschaften in Melbourne Weltmeister im Sprint. Im 1000-m-Zeitfahren gewann er die Bronzemedaille. Im August 2004 nahm Bos an den Olympischen Spielen in Athen teil. Dort gewann er im Sprint hinter dem Australier Ryan Bayley die Silbermedaille. 2005 wurde er Weltmeister im 1000-m-Zeitfahren, 2006 im Sprint und Keirin sowie 2007 nochmals im Sprint. Damit ist er der erfolgreichste Bahnradsportler der Niederlande bisher.

Zur Saison 2009 wechselte Bos von der Bahn auf die Straße und fuhr für das Rabobank Continental Team, das er gegen Ende der Saison jedoch wieder verlassen wird,[1] um zum Cervélo TestTeam zu wechseln.[2]

Auf der Schlussetappe der Türkei-Rundfahrt am 19. April 2009 brachte Theo Bos den südafrikanischen Radsportkollegen Daryl Impey und sich selbst in der Spurtvorbereitung zu Fall.[3] Impey erlitt einen Wirbelbruch, verlor mehrere Zähne und trug tiefe Schnittwunden im Gesicht davon. Bos wurde daraufhin von der UCI wegen Unsportlichkeit disqualifiziert und erhielt zunächst eine Geldstrafe.[4] Im Juli 2009 wurde zudem eine einmonatige Sperre ab 15. August gegen ihn ausgesprochen.[5]

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2011 im niederländischen Apeldoorn errang Bos Bronze im Zweier-Mannschaftsfahren, gemeinsam mit Peter Schep. Eine angepeilte Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London scheiterte daran, dass er sich im November 2011 einer Operation unterziehen musste, was ihn daran hinderte, an den notwendigen Qualifikationswettbewerben teilzunehmen.[6]

2013 trat Theo Bos mit seinem elf Jahre jüngeren Neffen Maikel bei den niederländischen Bahnmeisterschaften im Zweier-Mannschaftsfahren an; das Duo belegte Platz zehn.[7]

Im August 2014 kündigte Bos an, wieder bei Rennen auf der Bahn anzutreten, um sich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zu qualifizieren. Er denke darüber nach, seine sportliche Karriere auf der Bahn zu beenden.[8] Bei seinem Comeback bei den niederländischen Bahnmeisterschaften 2015 in Alkmaar wurde er nationaler Meister im 1000-Meter-Zeitfahren und im Sprint.[9]

Privates

Theo Bos ist der Bruder des niederländischen Eisschnellläufers und Radrennfahrers Jan Bos. Er lebt zusammen mit der Radsportlerin Adrie Visser in Wieringerwerf.

Erfolge – Bahn

2001
2002
  • - Keirin (U23)
  • Vize-Europameister - Sprint (U23)
  • Vize-Europameister - 1000-Meter-Zeitfahren (U23)
  • - Keirin
  • - Sprint
2003
  • - Sprint (U23)
  • - 1000-Meter-Zeitfahren (U23)
  • Vize-Europameister - Keirin (U23)
  • - Keirin
  • - Sprint
  • - 1000-Meter-Zeitfahren
2004
2005
2006
2007
2008
2015
  • - Sprint, 1000-Meter-Zeitfahren
2016

Erfolge – Straße

2009
2010
2011
2012
2013
2014

Teams

Weblinks

 Commons: Theo Bos  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. BN De Stem v. 18. September 2009
  2. Theo Bos zum Cervélo TestTeam , Radsport-News.com v. 25.September 2009
  3. Radsport-News.com v. 19. April
  4. Presseerklärung zum Fall Theo Bos vom 1. Mai 2009
  5. Radsport-news.com v. 4. Juli 2009
  6. Ehemaliger Bahnrad-König Bos verpasst Olympia 2012 auf kurier.at v. 8. November 2011
  7. Theo Bos in actie op NK baanwielrennen. Sportniews.nl, 18. Dezember 2013, abgerufen am 31. Dezember 2013 (nederlands).
  8. Pierre Carrey: Bos considering a return to track racing for 2016 Olympics. Cyclingnews, 6. August 2014, abgerufen am 6. August 2014.
  9. Resultate Zeitfahren. In: KNWU. 28. Dezember 2015, abgerufen am 30. Dezember 2015 (PDF). (pdf)


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Theo Bos (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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