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The Wash


Dieser Artikel beschreibt das Ästuar The Wash, für weitere Bedeutungen siehe Wash.

The Wash ist ein Ästuar, das durch die Mündungen der Flüsse Witham („The Haven“), Welland, Nene und Great Ouse in die Nordsee gebildet wird. Er liegt an der Ostküste Englands auf etwa 53° nördl. Breite und 0–1° östl. Länge.

Geographie

Das Ästuar bildet eine weite Einbuchtung der Ostküste Englands und trennt den Küstenabschnitt East Anglias von jenem Lincolnshires. Er besteht aus jeweils drei Streifen zu je 25 Kilometern Länge. Die Ostküste des Ästuars gehört vollständig zu Norfolk und verbreitert sich ausgehend von Hunstanton im Norden bis zur Mündung des Great Ouse bei King’s Lynn im Süden. Die gegenüberliegende, überwiegend zur östlichen parallel verlaufenden Küste erstreckt sich vom Gibraltar Point bis zur Mündung des Welland und gehört gänzlich zu Lincolnshire. Die Südküste verläuft überwiegend in NW-SO-Richtung und verbindet dabei beide Flussmündungen. Auf halber Länge mündet hier der Nene als dritter Fluss in das Ästuar.

Das Binnenland bildet eine Moorlandschaft bzw. das Überschwemmungsgebiet der genannten Zuflüsse, das „The Fens“ (die Sümpfe) genannt wird.

Aufgrund von Sedimentablagerungen sowie künstlicher Landgewinnung unterscheidet sich die heutige Küstenlinie enorm von jener früherer Zeiten – einige Städte, die einst direkt am Meer lagen, sind heute ein Stück weiter im Landesinneren zu finden. Besonders entlang der Südküste ist das Ästuar sehr seicht – hier treten vor allem bei niedrigem Wasserspiegel vermehrt Sandbänke auf. Die Navigation von Schiffen ist daher sehr schwierig. Ein Feuerschiff weist den Weg in den Lynn Channel, der Schiffe auf sicherem Wege aus offener See an die Südküste des Ästuars bringt.

Tierwelt

Die Gegend unterliegt der Vogelschutzrichtlinie der EU. Es existieren ausgedehnte Salzwiesen, größere Sandbänke bei Niedrigwasser, seichte Wasserstellen sowie tiefe Kanäle. Bei Freiston wurde ein Deich an drei Stellen durchbrochen, um die Salzwiesen zu vergrößern und somit auch einen größeren Lebensraum für seltene Vögel zu bieten. Die ausgedehnten Buchten sowie die hier wachsende Vegetation tragen dazu bei, dass die Energie der Wellen gemindert wird. Dies ist ein Beispiel der sich derzeit entwickelnden Möglichkeiten nachhaltigen Küstenzonenmanagements.

Auf der Ostseite des Ästuars findet man niedrige Kalkkliffs mit Schichten des bekannten roten Kalks sowie Kiesgruben, die als Brutplatz für Vögel bei hohem Wasserstand nötig sind.

Legende

Der Sage nach soll hier König Johann Ohneland die damaligen englischen Kronjuwelen verloren haben, woraus sich das Wortspiel „King John lost his clothes in the wash“ (dt.: König Johann verlor seine Kleider in The Wash/der Wäsche) ergab.


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