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Thalfang


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-WittlichVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Thalfang am Erbeskopf
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 19,44 km²
Einwohner: 1814 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54424
Vorwahl: 06504
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 123
Adresse der Verbandsverwaltung: Saarstraße 7
54424 Thalfang
Webpräsenz: www.erbeskopf.de
Ortsbürgermeister: Burkhardt Graul (SPD)
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Thalfang ist eine Ortsgemeinde und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie liegt am Erbeskopf im Hunsrück und ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2]

Geographie

Thalfang an der Hunsrückhöhenstraße liegt im westlichen Hunsrück, etwa sieben Kilometer nordwestlich des Erbeskopfes. Durch den Ort fließt der Thalfanger Bach mit den Nebengewässern Klingelbach, Marschtelerbach und Hohlbachsflößchen.

Zu Thalfang gehört der Ortsteil Bäsch.

Geschichte

Thalfang wurde erstmals im Jahr 632 urkundlich erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert gehörte Thalfang zur Mark Thalfang.

Auf einer Karte des Erzbistums Trier aus dem Jahre 1645 ist der Ort als Thalfinck verzeichnet.

Erst unter der französischen Herrschaft wurde 1800 die Mark Dhronecken aufgelöst, die Mairie Thalfang im Kanton Hermeskeil des Saardepartements entstand. Zur Mairie Thalfang gehörten auch die Orte Bäsch, Burtscheid, Deuselbach, Dhronecken, Etgert, Hilscheid, Immert, Malborn, Rorodt und das um 1900 aufgegebene Röderbach. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam der Ort 1815 zum Königreich Preußen; Thalfang wurde Verwaltungssitz der gleichnamigen Bürgermeisterei, die dem Kreis Bernkastel und dem Regierungsbezirk Trier zugeordnet war.[3] Seit 1946 gehört Thalfang zum Land Rheinland-Pfalz. Am 7. Juni 1969 wurde die Ortsgemeinde Bäsch nach Thalfang eingemeindet.[4]

An sonstigen geschichtlichen Ereignissen ist zu bemerken, dass Erich Honecker in den 1920er Jahren als Dachdeckerlehrling beim Bau des damaligen Rathauses mitgearbeitet hatte.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Thalfang bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 448
1835 715
1871 732
1905 754
1939 1.196
Jahr Einwohner
1950 1.162
1961 1.372
1970 1.476
1987 1.553
2005 1.802

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Thalfang besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FDP FL Gesamt
2014 6 5 2 3 16 Sitze
2009 5 5 3 3 16 Sitze
2004 5 6 2 3 16 Sitze
1999 5 7 2 2 16 Sitze
  • FL = Thalfanger Freie Liste e.V.

Wappen

Wappenerklärung: Das rote Balkenkreuz auf silbernem Grund verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Trier. Die beiden von den Kreuzen umgebenen Salme entstammen dem Grafen von Salm. Sie erinnern an den Grafen Ernst, den einzigen aus dem Wild- und Rheingräflichen Geschlecht, der auf dem Friedhof in Thalfang beigesetzt ist und auf dessen Grabsteinplatte ebenfalls diese Salme abgebildet sind. Das 'Rost', der Eingang zum Kirchplatz, steht als Symbol für die ältesten Gebäude in Thalfang.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Thalfang liegt an der Hunsrückhöhenstraße zwischen Hermeskeil und Morbach.

Tourismus

Die idyllische Lage und die Nähe zu Touristenzielen wie der Mosel, Trier oder dem Erbeskopf sowie die relative Nähe zu Luxemburg und Frankreich machen Thalfang zu einem beliebten Urlaubsort. Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist die gotische evangelische Kirche.

Industrie

In Thalfang ist die Hochwald Foods GmbH ansässig, das größte Wirtschaftsunternehmen in der Region Trier und einer der größten Molkereibetriebe Deutschlands.

Persönlichkeiten

  • Bedeutendster Sohn Thalfangs ist der Rabbiner und Philosoph Samuel Hirsch (1815–1889).
  • Der deutsche Techniker und Chemiker Wilhelm Kathol starb 1944 in Thalfang.

Siehe auch

Literatur

  • Elmar P. Ittenbach: Jüdisches Leben in Thalfang: Geschichte und Schicksale, Paulinus, Trier 2011, ISBN 978-3-7902-1900-5 (= Schriften des Emil-Frank-Instituts, Band 14).[6]

Weblinks

 Commons: Thalfang  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz , Nicolai, Berlin und Stettin 1830, Seite 921
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz , Seite 197 (PDF; 2,6 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Schriftenreihe des Emil-Frank-Instituts an der Universität Trier

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Thalfang (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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