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Taufkirchen an der Pram


Taufkirchen an der Pram
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 29,15 km²
 :
Höhe: 338 m ü. A.
Einwohner: 2.942 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 4775
Vorwahl: 07719
Gemeindekennziffer: 4 14 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schärdinger Straße 1
4775 Taufkirchen an der Pram
Website: www.taufkirchen-pram.at
Politik
Bürgermeister: Paul Freund (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
13
8
4
13 
Lage der Marktgemeinde Taufkirchen an der Pram im Bezirk Schärding
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Taufkirchen an der Pram ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2942 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie

Taufkirchen an der Pram liegt auf 338 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,9 km, von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt 29,2 km², 11,6 % der Fläche sind bewaldet, 78,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 38 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Aichberg (19)
  • Aichedt (29)
  • Bachschwölln (197)
  • Baumgarten (6)
  • Berg (4)
  • Berndobl (34)
  • Brauchsdorf (49)
  • Brunedt (12)
  • Eggenberg (26)
  • Feicht (10)
  • Furth (60)
  • Furth-Pfaffing (3)
  • Gadern (163)
  • Gmeinau (88)
  • Haberedt (50)
  • Höbmannsbach (76)
  • Höbmannsdorf (23)
  • Holzing (88)
  • Igling (36)
  • Jechtenham (102)
  • Kalchgrub (0)
  • Kapelln (98)
  • Kleinwaging (6)
  • Laufenbach (197)
  • Leoprechting (151)
  • Maad (69)
  • Oberpramau (30)
  • Pfaffingdorf (9)
  • Pram (25)
  • Schratzberg (24)
  • Schwendt (127)
  • Sonndorf (3)
  • Taufkirchen an der Pram (772)
  • Unterpramau (21)
  • Wagholming (21)
  • Wimm (99)
  • Windten (68)
  • Wolfsedt (131)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Brauchsdorf, Höbmannsbach, Igling, Laufenbach, Schwendt und Taufkirchen an der Pram.

Nachbargemeinden

Rainbach
St. Florian Diersbach
St. Marienkirchen Eggerding Andorf

Wappen

Blasonierung: „Zwischen blauen, gewellten Flanken in Silber ein roter Taufstein mit rotem, kielbogigem Deckel, oben besteckt mit einem goldenen Knauf und Kreuz.“

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.

Das 1970 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit dem Taufstein als redendes Wappen den Ortsnamen. Die Wellen stehen für die Lage des Ortes an der Pram.[2]

Geschichte

Der im Jahr 1160 erstmals urkundlich erwähnte Ort war bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz königlich bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Zum Markt wurde Taufkirchen am 1. Februar 2010 erhoben. Am 23. Mai 2010 wurde in einem Fest mit Festzug und Festgottesdienst am Taufkirchner Gemeindeplatz das 850-jährige Bestehen des Ortes gefeiert. Diese Feier war zugleich Markterhebungsfeier. [3]

Politik

Bürgermeister ist Paul Freund von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.957 Einwohner, 2001 dann 2.944 Einwohner.

Wirtschaft und Verkehr

Von überregionaler Bedeutung ist die Lorenz Shoe Group AG, die ihren Unternehmenssitz in der Gemeinde Taufkirchen an der Pram hat. Die Unternehmensgruppe mit 1000 Mitarbeitern erwirtschaftet mit ihren Produktionsstätten und den Marken „Högl“, „Ganter“ und „Hassia“ laut eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 70 Mio. EUR im Jahr.

Der Schärdinger Molkereiverband betrieb in Taufkirchen ein Werk für die Herstellung von Trockenmilchprodukten der Marke Taumil, außerdem wurde hier die Schärdinger Sommerbutter hergestellt, sodass sich diese Molkerei schließlich zum zweitgrößten Buttereibetrieb in Österreich entwickelte. Nach dem Niedergang des AMF-Konzerns wurde die Molkerei Taufkirchen 2001 geschlossen und ihre Aufgaben von der Molkerei Aschbach übernommen.

Der Bahnhof Taufkirchen an der Pram liegt an der Bahnstrecke Wels–Passau.

Städtepartnerschaften

  • Spitz an der Donau, Niederösterreich

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Taufkirchen an der Pram
. Museum in der Schule: Österreichs einziges Museum in einer Schule mit sieben Themenfeldern: Pramlandschaft - Glaube und Aberglaube - Beleuchtung - Erdölfund in Taufkirchen

Milchwirtschaft - Imkerei - Orts- und Regionalgeschichte und mit einem großen Glasfenster von Margret Bilger sowie einer Musikinstrumentensammlung.

  • Bilger-Breustedt-Haus: ein Museum über die österreichische Künstlerin Margret Bilger und ihren Mann, den deutschen Bauhauskünstler Hans Joachim Breustedt
  • Handwerksmuseum: Handwerksberufe wie Schuster, Schneider, Sattler, Schmied, Seiler und Wagner waren im 19. und 20. Jahrhundert im Dorf Laufenbach angesiedelt. In den ca. 300 Jahre alten Holzhäusern im Handwerksmuseum in Laufenbach sieht man, wie diese Handwerker damals lebten und arbeiteten.
  • Radiomuseum: das gesamte Repertoire der mechanischen Musikaufzeichnung ist hier im Radiomuseum ausgestellt.
  • Filialkirche hl. Laurentius in Wagholming

Persönlichkeiten

Personen mit Beziehung zum Ort

  • Margret Bilger (1904–1971), österreichische Malerin, lebte seit 1939 in Taufkirchen an der Pram
  • Hans Joachim Breustedt (1901–1984), deutscher Maler (Bauhaus), lebte seit 1953 in Taufkirchen an der Pram (Heirat mit Margret Bilger)
  • Peter Kubelka (* 1934), österreichischer Experimentalfilmer und Künstler, verbrachte seine Kindheit in Taufkirchen an der Pram
  • Josef Mayer (1868–1940), österreichischer Politiker und Bürgermeister von Taufkirchen
  • Lukas Weißhaidinger (* 1992), österreichischer Leichtathlet, lebt in Taufkirchen an der Pram

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Anton Schmidbauer (1877–1964), oberösterreichischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Taufkirchen

Weblinks

 Commons: Taufkirchen an der Pram  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (3. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1973, S. 17 (PDF; 1,6 MB )
  3. Änderungen in der Verwaltungsgliederung ab 2. Jänner 2010

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Taufkirchen an der Pram (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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