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Taufgesinnte


Mit dem Begriff Taufgesinnte werden alle freikirchlichen Bewegungen bezeichnet, für die die Gläubigentaufe – ungenau auch als Erwachsenentaufe bezeichnet – die Regel ist. Sie lehnen die Taufe unmündiger Kinder (Kindertaufe) ab und nehmen stattdessen meist eine Kindersegnung vor.

Geschichte

Bereits während der Reformation gab es eine Täuferbewegung, aus der die Hutterer und Mennoniten hervorgingen. Ab etwa Mitte des 16. Jahrhunderts verwendeten die niederländischen Täufer den Begriff Doopsgezinde.[1] (ndl. für Taufgesinnte) Von den Niederlanden aus breitete sich der Begriff im 17. Jahrhundert auch unter den Täufergemeinden im deutschsprachigen Raum aus, wo sich letztlich jedoch die Bezeichnung Mennoniten durchsetzte. Zum Teil wurden auch beide Begriffe synonym benutzt wie in dem 1884 Antje Brons verfassten Geschichtsbuch Von Ursprung, Entwicklung und Schicksale der Taufgesinnten oder Mennoniten. Die Schweizer Täufer nahmen 1810 den Namen Altevangelische wehrlose Taufgesinnten Gemeinden an. Heute ist dies die Konferenz der Mennoniten der Schweiz.

Von den im 19. Jahrhundert entstandenen Freikirchen werden vor allem die Adventisten, Baptisten (Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden) sowie kleinere Freikirchen wie Evangelische Täufergemeinden (ETG, auch Evangelisch Taufgesinnte), Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes und Kirche des Nazareners den taufgesinnten Kirchen zugerechnet. Viele Baptistengemeinden traten im 19. Jahrhundert unter dem Namen Evangelisch Taufgesinnte (Baptisten) Gemeinden auf.

Freie evangelische Gemeinden praktizieren selber ebenfalls nicht die Kindertaufe. Sofern jedoch ein Mensch, der bereits als Kind in einer anderen Kirche getauft wurde, der an Jesus Christus gläubig geworden ist und seine Kindertaufe nachträglich als gültig ansieht, wird diese auch als gültig anerkannt. Eine Taufe ist aber in keiner Weise Voraussetzung für die Mitgliedschaft, allerdings weitgehend üblich. Ähnlich verhält es sich bei vielen Brüdergemeinden.[2]

Bei einem Teil der Mennonitengemeinden wird heute im Falle eines Konfessionswechsels auf eine Mündigentaufe verzichtet, sei es, dass davon ganz abgesehen wird,[3] sei es, dass dieses in die Entscheidung des Täuflings gestellt wird.

Auch die im 20. Jahrhundert entstandenen Pfingstgemeinden wie der Mülheimer Verband, Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden oder Gemeinde Gottes (Cleveland) praktizieren die Glaubenstaufe.

Quellen

  1. Mennonitisches Lexikon, Band IV, 1967.
  2. Vgl. beispielhaft die Erläuterungen "Wie wird man Gemeindemitglied" der EFG (Brüdergemeinde) Moers , abgelesen am 4. Mai 2011.
  3. Wer sind die Mennoniten oder Taufgesinnten? Mennonitengemeinde Norden, abgerufen am 29. April 2011.

Kategorien: Taufe | Täuferbewegung | Freikirchentum

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Taufgesinnte (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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