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Tatort: Der dunkle Fleck


Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelDer dunkle Fleck
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge88 Minuten
EinordnungFolge 511 (Liste)
Erstausstrahlung20. Oktober 2002 auf Das Erste
Stab
RegiePeter F. Bringmann
DrehbuchStefan Cantz,
Jan Hinter
ProduktionSonja Goslicki
MusikPaul Vincent Gunia
Oliver Gunia
KameraJohannes Geyer
SchnittManuela Kempf
Besetzung

Der dunkle Fleck ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom WDR produziert und am 20. Oktober 2002 zum ersten Mal ausgestrahlt. Er ist die 511. Folge der Tatort-Reihe und der erste Fall mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers als Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne.

Handlung

Kriminalhauptkommissar Frank Thiel ist neu bei der Kripo in Münster. Familiäre Gründe bewogen ihn dazu, sich versetzen zu lassen. Auf dem Weg zu seiner neu angemieteten Wohnung trifft er auf Jennifer Müller, die über den Balkon in die Wohnung ihrer verschwundenen Mutter Helga Müller einsteigt. Als Thiel sich in die Tiefgarage begibt, entdeckt er dort Blut, das er zur Analyse ins Labor gibt. Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin, so dass er Helga Müller zur Fahndung ausschreiben lässt. Beim Einzug in seine Wohnung lernt Thiel den stellvertretenden Leiter der Forensik kennen, Prof. Karl-Friedrich Boerne, der zugleich sein Vermieter und Nachbar ist. Aufgrund geistig-kultureller Gegensätze beider kommt es zwischen ihnen immer wieder zu kleineren Reibereien. Noch bevor Thiel seine Sachen in der neuen Wohnung richtig hat auspacken können, ereilt ihn die Nachricht von einem Leichenfund. Es handelt sich um eine Moorleiche, die von Boerne und seiner Assistentin, der kleinwüchsigen Silke Haller, genannt „Alberich“, untersucht wird. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Moorleiche um die seit 20 Jahren verschollene Tochter von Hermann und Annette Alsfeld handelt, die damals aus ihrem Internat in der Schweiz verschwunden ist.

Nach einigen Tagen wird die Leiche von Helga Müller im Kofferraum ihres Wagens gefunden. Bei den Ermittlungen ergeben sich Verknüpfungen des Falls Helga Müller mit dem Fall Alsfeld. So findet Thiel heraus, dass die ermordete Helga Müller einst als Kindermädchen für die hochherrschaftlichen Alsfelds gearbeitet hat. Ihr Mörder ist ein ehemaliger britischer Soldat, der bisher nur als Kleinkrimineller von sich reden gemacht hat. Er wurde von Alsfelds Frau Annette angeheuert, um zu verhindern, dass Helga Müller offenbart, dass Hermann mit seiner im Moor zu Tode gekommenen Tochter Stephanie eine Tochter gezeugt hatte. Dieses Kind hatte Helga Müller als ihr eigenes aufgezogen und Jennifer genannt. Vor zwei Jahren traf Jennifer zufällig mit Hermann Alsfeld zusammen und begann eine Beziehung mit dem wesentlich älteren, aber auf sie sehr anziehend wirkenden Mann (er wusste zwar, dass er ihr biologischer Vater war, sie aber nicht). Als ihre Mutter dies bemerkte, bestand sie darauf, dass Jennifer sich von ihm trennen sollte, doch ihre Tochter lehnte das ab. So sah sie nur noch die Chance, ihrem Kind die ganze Wahrheit zu sagen, falls Alsfeld die Beziehung nicht von sich aus beenden würde. Um das zu verhindern, was unweigerlich die Inzest-Verbindung hätte öffentlich werden lassen, wurde der Auftragsmord von Frau Alsfeld inszeniert. Als Thiel und Boerne Frau Alsfeld auf der Totenfeier für Stefanie Alsfeld verhaften, begeht Herr Alsfeld vermutlich Selbstmord; dies wird nicht gezeigt.

Drehorte

Der erste Münsteraner Tatort entstand überwiegend im Zentrum Münsters. Die Szenen, in denen die Moorleiche entdeckt wird, entstanden am Venner Moor bei Senden, ca. 15 km südwestlich von Münster. Die Außenaufnahmen des Landsitzes der Familie Alsfeld wurden am Schloss Harkotten bei Sassenberg, ca. 30 km östlich von Münster gedreht. Die Innenaufnahmen des Landsitzes hingegen wurden im Haus Steinfurt in der zwischen Hamm und Münster liegenden Stadt Drensteinfurt gedreht.

Rezeption

Die Tatort-Folge sahen bei ihrer Erstausstrahlung 8,82 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 24,9 % entsprach.[1]

Die Redaktion von TV Spielfilm schrieb, der erste Tatort aus Münster sei „Holmes und Watson auf münsteranisch“.[2]

Auszeichnungen

Der dunkle Fleck war 2003 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quoten von www.tatort-fundus.de
  2. TV Spielfilm: Filmkritik
  3. Tatort-Kommissar auf Grimme-Kurs , Spiegel online vom 28. Januar 2003, abgerufen am 16. Dezember 2012

Kategorien: Tatort (Fernsehfilm) | Westdeutscher Rundfunk (Fernsehen) | Deutscher Film | Filmtitel 2002

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort: Der dunkle Fleck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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