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Taillenwespen


Taillenwespen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen
Wissenschaftlicher Name
Apocrita
Gerstaecker, 1867
Teilordnungen

Die Taillenwespen (Apocrita), auch Schnürwespen genannt, sind die wichtigste Unterordnung der Hautflügler (Hymenoptera) mit zahlreichen Arten. Die Pflanzenwespen (Symphyta) sind nicht so vielfältig und verfügen über viel weniger Arten. Die Taillenwespen weisen eine tiefe Einschnürung zwischen dem ersten und zweiten Segment des Hinterleibs (Abdomen) auf, die sogenannte Wespentaille. Diese macht den Hinterleib äußerst beweglich – was nicht nur bei schmerzhaften Stichen zu bemerken ist. Innerhalb der Pflanzenwespen ist eine Wespentaille bei den Halmwespen zumindest angedeutet, aber in ihrem morphologischen Feinbau verschieden und nicht homolog. Bei den übrigen Familien schließt bei ihnen der Hinterleib breit an den Thorax an.

Wespen, Ameisen und Bienen

Weltweit sind bis jetzt etwa 100.000 Arten bekannt. Obwohl es in Europa „nur“ rund 10.000 Arten sind, ist hier keine Tiergruppe vielfältiger. Große Familien sind die Schlupfwespen und die Faltenwespen, zu denen auch die Echten Wespen (Vespinae) gehören, sowie die Bienen und Grabwespen (Apoidea). Weltweit zählt man etwa 30.000 Bienenarten (Apiformes), zu denen unter anderem auch die Hummeln (Bombus) gehören. Ferner zählen auch alle Ameisenarten (Formicidae) zu den Taillenwespen.

Bau der Taillenwespen

Die Taillenwespen besitzen im Gegensatz zu den Pflanzenwespen (Symphyta) den charakteristischen Hinterleibseinschnitt (die „Wespentaille“). Dieser Einschnitt ist immer vorhanden, kann aber durch Pelzhaare verdeckt sein, zum Beispiel bei den Hummeln. Er trennt jedoch nur scheinbar Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Anatomisch gesehen bilden der Thorax und das erste Abdominalsegment (Propodeum) eine Einheit, die als Mesosoma bezeichnet wird. Der restliche Hinterleib wird Metasoma genannt und umfasst das Stielchenglied (Petiolus) und die Gaster. Der Petiolus wird dabei unterschiedlich gebildet. Bei vielen Gruppen handelt es sich nur um einen Einschnürung im vorderen Abschnitt des zweiten Hinterleibssegments, bei anderen besteht er aus einem, sehr selten auch aus zwei getrennten Segmenten.

Die Größe der Tiere reicht von den winzigen Zehrwespen (0,2 Millimeter große Parasiten) bis zu den Hornissen (Vespa) mit einer Körperlänge von zum Teil über fünf Zentimetern.

Die Flügelspannweite variiert mit 1 bis 100 Millimetern ebenfalls stark; der „Riesenflieger“ ist die in Südamerika beheimatete Art Pepsis heros.

Aufgrund der großen Artenzahl hat die Schar dieser Hautflügler nicht nur sehr vielfältige Lebensweisen, sondern auch vielgestaltige Morphologie. Ihre großzelligen, häutigen Flügelpaare werden gleichsinnig bewegt; in der Regel sind die Flügel durch die Hamuli miteinander verbunden. Bei einigen Familien und vielen Arten sind sie jedoch ganz reduziert, treten wie bei den Ameisenwespen nur in einem Geschlecht auf oder sind, wie bei den Ameisen, bei den Arbeiterinnen reduziert und nur bei den Kasten der Geschlechtstiere, Königinnen bzw. Männchen, vorhanden.

Weitere Charakteristika sind große Facettenaugen (tausende längliche Sehzellen) und drei Punktaugen (Ocellen).

Lebensweise

Zu den Apocrita gehören einige hochentwickelte, staatenbildende Familien. Solche Tiergesellschaften finden sich bei fast allen Ameisen (Formicinae), Echten Wespen (Vespinae) und Bienen (Apiformes).

Siehe auch: Hymenopterenstaat

Die Systematik der Taillenwespen

Als einzige Tiere innerhalb der holometabolen Insekten haben die weiblichen Hautflügler einen Legestachel (Ovipositor). Bei den Taillenwespen ist dieser Legebohrer in einen Wehrstachel umgewandelt. Man unterscheidet daher Legimmen (Terebrantia) und Stechimmen (Aculeata).

Weblinks

 Commons: Taillenwespen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Taillenwespen

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