Tachinger See - LinkFang.de





Tachinger See


Tachinger See
Taching und Tachinger See
Geographische Lage bayer. Alpenvorland
Zuflüsse Tenglinger Bach, Tachinger Mühlbach
Abfluss Waginger SeeGötzinger AchenSalzachInnDonau
Orte am Ufer Tettenhausen
(Gemeinde Waging am See)
Orte in der Nähe Taching am See, Tengling
Daten
Höhe über Meeresspiegel 442,1 m
Fläche 2,36 km²[1]
Länge 3,65 km[1]
Breite 888 m[1]
Volumen 21.600.000 m³[1]
Umfang 9,25 km
Maximale Tiefe 16,5 m[1]
Mittlere Tiefe 9,2 m[1]
pH-Wert 7,9
Einzugsgebiet 31,8 km²

Besonderheiten

verbunden mit dem Waginger See

Der Tachinger See (bis vor 200 Jahren meist Tachensee genannt) ist ein See im östlichen Landkreis Traunstein im Rupertiwinkel, der knapp vier Kilometer Lang und einen Kilometer breit ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er mit dem südlich sich anschließenden Waginger See unter diesem subsumiert.[2]

Etymologie

Seinen Namen erhielt der Tachinger See vom heutigen Luftkurort Taching am See.

Geographie

Zusammen mit dem sich im Süden anschließenden Waginger See ist der See bogenförmig eingebettet in mit Feldern und Wiesen überzogene Hügel. Der im Osten von einem teilweise bewaldeten Steilufer begrenzte Tachinger See ist von dem südlich gelegenen Waginger See nur durch eine bei Tettenhausen überbrückte Einschnürung getrennt. Diese Engstelle wird durch eine Halbinsel gebildet, die von Westen in den See reicht und die auf alten Karten als Auerzipfel verzeichnet ist (nach dem nahe gelegenen Einödhof Au bzw. früher Auerbauer).[3] Sie wurde im 19. Jahrhundert durch Seeabsenkung (mittels Verlegung und Tieferlegung des Abflusses) bzw.Aufschüttung vom Osten her soweit verengt (von rund 155 auf 20 Meter), dass der Bau einer Brücke ermöglicht wurde. Über die Brücke führt die Kreisstraße TS 26, bzw. die Hauptstraße der Gemeinde Waging, die ab Ostufer (Ortsteil Tettenhausen) örtlich Hauptstraße genannt wird. Im Sprachgebrauch werden heute beide Seen zum „Waginger See“ zusammengefasst, wenn auch die Naturräume sich, bedingt durch die Engstelle, z. B. in der Durchschnittstemperatur unterscheiden. Auf Philipp Apians Landtafel von 1568 ist der Tahensee (dort Bezeichnung für den Tachinger See und den Waginger See) noch ohne markante Einschnürung eingezeichnet.

Die Seen gehören mit einer Wassertemperatur von bis zu 27 °C im Sommer zu den wärmsten Seen Bayerns. Trotzdem können sie in strengen Wintern zufrieren; bis in die 1960er Jahre war das fast alljährlich der Fall. Der Tachinger See friert dabei wegen der niedrigeren Durchschnittstemperatur und wohl auch wegen geringerer Strömungen einige Tage früher zu als der Waginger See.

Gemeinden

Zusammen mit dem Waginger See bildet der Tachinger See eines der beiden gemeindefreien Gebiete des Landkreises Traunstein (das andere ist der Chiemsee). Wie im allgemeinen Sprachgebrauch für den See, schließt der Name des gemeindefreien Gebietes Waginger See auch den Tachinger See mit ein.

Zwei Gemeinden grenzen am Ufer an den Tachinger See: Taching am See im Westen und Norden (dort Ortsteil Tengling), sowie Waging am See im Osten (nur mit seinem Ortsteil Tettenhausen).

Geomorphologie

Wie so viele Alpenrandseen wurde durch Gletscher der letzten Eiszeit das Landschaftsprofil so geformt, dass Waginger und Tachinger See entstehen konnten. Von einem ehemals ausgedehnten Seengebiet der nahen Umgegend, dessen Wasserspiegel um ca. 20 m höher als heute lag, blieben neben dem Abtsdorfer See, dem langsam verlandenden Weitsee und dem schon in historischer Zeit verlandeten Schönramer Filz, beide südlich von Petting gelegen, im Rupertiwinkel nur der Tachinger See und Waginger See übrig.

Hydrologie

Der See wird von mehreren Bächen gespeist und entwässert über den Waginger See. Die wichtigsten Zuflüsse sind der Tenglinger Bach im Norden und der Tachinger Mühlbach im Westen. Die übrigen Zuflüsse, meist im Westen, sind unbenannt. Im Osten gibt es keine nennenswerten Zuflüsse. Der Abfluss erfolgt im Süden durch die Engstelle bei Tettenhausen in den Waginger See.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 11 Bayern (PDF; 1,7 MB)
  2. Urpositionsblatt 746 Waging (1865/66). Hier sind die beiden Seen zusammen noch als Waginger See bezeichnet.
  3. Historische Flurkarte

Literatur

  • Anton Endrös: Die Seiches des Waginger-Tachingersees, Sitzungsberichte der Mathematisch-Physikalischen Klasse der K. B. Akademie der Wissenschaften zu München, Band XXXV, Jahrgang 1905, Seite 447–476

Weblinks

 Commons: Tachinger See  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Gemeindefreies Gebiet in Bayern | Gewässer im Landkreis Traunstein | See in Bayern | See in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tachinger See (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.