Surfanzug - LinkFang.de





Surfanzug


Ein Surfanzug schützt Wellenreiter („Surfer“) und andere Wassersportler vor Auskühlung und Sonnenstrahlung. Da Wasser in Verbindung mit Wind dem Körper durch Verdunstung Wärme entzieht, ist es auch bei Temperaturen über 20 °C sinnvoll, sich durch Surfkleidung vor Unterkühlung zu schützen.

Material

Surfanzüge sind oft aus dünnem Chloropren-Kautschuk wie z. B. Neopren gefertigt. Sie sind in verschiedenen Schnitten (Shirt, Shorts, Shorty) und auf unterschiedliche Wassertemperaturen zugeschnittenen Materialstärken verfügbar. Gängige Materialstärken liegen zwischen 3 mm und 6 mm. Der Einsatz von Chloropren-Kautschuk ist auf Grund der Konzentration von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) umstritten. Aus diesem Grund wird seit einigen Jahren mit neuen Formaldehyd-freien Materialien wie Thermopren experimentiert.[1]

Arten von Surfanzügen

Surfanzüge halten den Körper zwar nicht trocken, jedoch behindern sie den direkten Wasseraustausch. Das Wasser, das zwischen Neopren und Körper im Anzug steht, wird vom Körper gewärmt und dient als zusätzliche Wärmeisolierung.[2] Auf Grund dieses Prinzips spricht man daher auch von einem Semi-Trockenanzug, Halbtrockenanzug oder auch Semidry-Anzug. Trockenanzüge hingegen verhindern das Eindringen von Wasser und können daher auch über normaler Bekleidung getragen werden. Anhand der Länge von Armen und Beinen lassen sich ebenfalls begriffliche Unterschiede festmachen. So wird ein Anzug mit kurzen Armen und Beinen im angelsächsischen Raum und auch in der deutschen Umgangssprache auch Shorty genannt. Einen Anzug mit langen Beinen, aber ohne Arme bezeichnet man auch als Long John, das dazugehörige taillenkurze Neoprenjäckchen auch als Bolero. Bei letzteren beiden Teilen zusammen spricht man auch von einem sogenannten Zweiteiler.

Abgrenzung von Surfanzügen zu Taucheranzügen

Neopren- und Trockenanzüge werden nicht nur von Surfern, sondern auch von Tauchern, Wasserskifahrern sowie manchmal auch von Schwimmern getragen. Auch beim Rafting und beim Segeln in unruhigen kalten Gewässern kommen solche Anzüge zum Einsatz. Die Tauchanzüge sind jedoch anders aufgebaut als Neoprenanzüge, die nicht für den erhöhten Umgebungsdruck ausgelegt sind. Ein weiterer Unterschied besteht in der Oberfläche der Anzüge. So besteht das Äußere von Taucheranzügen hauptsächlich aus doppelt kaschiertem Neopren, das eine eher poröse Oberfläche besitzt und somit einem Stoff ähnlicher ist. Durch diese größere Oberfläche ist die Wärmeisolierung unter Wasser besser als bei einem Surfanzug, der außen hauptsächlich aus Glatthaut-Neopren besteht. Die geringe Oberfläche des Glatthaut-Neoprens sowie die besseren Abperl-Eigenschaften des Glatthaut-Neoprens sorgen über Wasser und insbesondere bei Wind für eine geringere Verdunstungskälte.[3]

Einzelnachweise

  1. Informationen zu Thermopren von Tuttles.de
  2. Infoseite zu Halbtrockenanzügen von Nowotaucher.de (Memento vom 23. Juni 2013 im Internet Archive)
  3. Surfanzug-Ratgeber von Windstärke 7

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Wetsuits  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
es:Traje acuático

fr:Combinaison de plongée#Combinaison_humide it:Muta subacquea ja:保護スーツ pl:pianka ru:Гидрокостюм


Kategorien: Sportbekleidung | Surfen | Windsurfen | Einteiler

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Surfanzug (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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