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Surabaya


Kota Surabaya
Surabaya
    
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Symbole
Wappen
Basisdaten
Staat Indonesien

Geographische Einheit

Java
Provinz Jawa Timur
Höhe 5 m
Fläche 374,8 km²
Metropolregion 1805,1 km²
Einwohner 2.765.908
Metropolregion 5.622.259
Dichte 7380,1 Ew./km²
Metropolregion 3114,7 Ew./km²
Gründung 1293
Postleitzahl 60111 (Sukolilo) -
60299 (Tenggilis Mejoyo)
Webseite www.surabaya.go.id
Politik
Bürgermeister Tri Rismaharini
Sonstiges
Telefonvorwahl (+62) 31
Kfz-Kennzeichen LVorlage:Infobox Ort/Wartung/Anmerkung
Montage von Surabaya

Surabaya ist die Hauptstadt der Provinz Jawa Timur (Ostjava) in Indonesien. Sie liegt auf der Nordostspitze der indonesischen Hauptinsel Java, an der Mündung des Flusses Mas.

Nach Jakarta ist Surabaya die zweitgrößte Stadt Indonesiens. Die Hafenstadt verfügt über große Werftanlagen und zahlreiche spezialisierte Schulen im Bereich nautischer Ausbildung. Sie ist auch Basis der indonesischen Marine. Hauptexportprodukte sind Zucker, Tabak und Kaffee. In dieser großen und dynamischen Stadt bestimmen viele verschiedene Volksgruppen das Bild des alltäglichen Lebens. Obwohl die Javaner vorherrschend sind, leben in Surabaya viele Maduresen, Tionghoa-Chinesen und Araber. In Surabaya gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die die einzige Synagoge in Indonesien betreibt.

Geschichte

Obwohl sie die zweitgrößte Stadt Indonesiens ist (rd. 2.6 Mio. Einwohner),[1] liegt geschichtlich noch vieles im Dunklen. Im Jahre 1975 legte der damalige Bürgermeister der Stadt, Suparno, den 31. Mai 1293 als den offiziellen Gründungstag der Stadt fest, der seitdem auch regelmäßig begangen wird.

Anfang des 10. Jahrhunderts verlegte der König von Mataram seine Residenz aus Zentraljava in das Delta des Brantas und somit in die Umgebung des heutigen Surabaya. Ursächlich für diesen Umzug war neben dem Ausbruch des Merapi im Jahr 928/29 die zunehmende Bedeutung des Seehandels in der Region. Im ersten Viertel des 11. Jahrhunderts konnte König Airlangga das zusehends dominante Srivijaya noch erfolgreich abwehren. Im Jahr 1045 teilte er das Reich unter seinen Söhnen auf. Ein knappes Jahrhundert später vereinigten sich die beiden Hälften unter dem Herrscher Jayabaya zum Königreich Kediri. Dieses wurde 1222 vom Herrscher von Tumapel, Ken Arok, besiegt und ging im neuen Königreich Singhasari auf, wobei die Hauptstadt nahe dem heutigen Malang positioniert wurde. Nachdem Raden Wijaya im Jahr 1292 die Invasion des Kublai Khan in Java zurückgeschlagen hatte, gründete er südlich des Brantasdelta und von Surabaya die Siedlung Majapahit, aus der die gleichnamige Thalassokratie hervorging.[2]

Eine verlässliche Geschichtsschreibung für Surabaya gibt es erst seit der Machtübernahme durch die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC). Diese kam am 11. November 1743 durch einen Vertrag zwischen dem Sultan von Mataram, Paku Buwono II., und der VOC zustande. Bis zum Jahre 1900 ging die Entwicklung Surabayas nur sehr schleppend voran. Die Holländer zeigten wenig Interesse, die Stadt zu entwickeln. So hatte Surabaya nur den Rang einer Residenzstadt. Das Regierungsgebäude, die Residenz, befand sich auf der Westseite der berühmten „Roten Brücke“ (Jembatan Merah). Diese Brücke teilte damals die westliche (europäische) Bevölkerung Surabayas (holl. Europeesche Wijk) von den Malaien, Chinesen und Arabern (holl. Vremde Oosterlingen), die auf der Ostseite der Brücke leben mussten. Eigentlich beschränkte sich das damalige Stadtzentrum von Surabaya nur auf das Gebiet um die „Rote Brücke“.

Als die Stadt im Jahr 1905 zur Gemeinde (holl. Gemeente) erklärt wurde, setzte langsam eine Entwicklung in Richtung Süden ein. In der relativ kurzen Zeit bis 1920 entstanden die Stadtteile Darmo, Gubeng, Sawahan und Ketabang. Nachdem im Jahr 1926 Surabaya zur Hauptstadt der Provinz Ostjava wurde, entwickelte die Stadt sich zu einer modernen Großstadt.

Von 1942 bis 1945 stand Surabaya unter japanischer Herrschaft. Während dieser drei Jahre Besatzungszeit kam die Entwicklung der Stadt völlig zum Erliegen.

Im Jahre 1945 erhielt Surabaya den Beinamen „Heldenstadt“. Dies ist eine Anerkennung für den heldenhaften und zähen Kampf der Einwohner dieser Stadt gegen gleich drei Besatzungsmächte (Niederländer, Japaner und Engländer). Dieser Kampf kostete unzählige Opfer, führte aber letztendlich zur Befreiung Indonesiens von jahrhundertelanger Fremdherrschaft. Im damaligen Oranje-Hotel (heute: Hotel Majapahit), wurde 1945 zum ersten Mal die indonesische Nationalflagge gehisst. Wenig später, am 17. August 1945, erklärte ganz Indonesien seine Unabhängigkeit.

Im Jahre 1950 wurde Surabaya Großstadt und entwickelt sich seitdem ständig weiter.

Geographie

Klima

Surabaya befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 27 °C, die jährliche Niederschlagsmenge 1284 Millimeter im Mittel.

Oktober und November gelten als besonders warme Monate, in denen das Thermometer die 36 °C-Marke überschreiten kann. Bedingt durch die hohe relative Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über (stets über 70 % rel. Feuchtigkeit) kann das subjektive Wetterempfinden noch heißer ausfallen. Die durchschnittlichen Tageshöchstwerte betragen im restlichen Jahr zwischen 30 °C und 34 °C. Die nächtliche Tiefsttemperaturen betragen zwischen 23 °C im Juli und August und 26 °C im Oktober und November.

Hauptregenzeit ist von Dezember bis März. Der meiste Niederschlag fällt im Zeitraum Januar bis März mit jeweils über 200 Millimeter. In dieser Zeit herrscht auch die größte Schwüle. Der wenigste Regen wird im September notiert, wo es manchmal gar nicht regnet. Ohnehin ist die Zeit von Juli bis Oktober die Zeit mit sehr geringen Niederschlagsmengen.

Der Monsun prägt das Klima; in der Zeit des Nordsommers (Mai-September) bestimmt der Südostmonsun das Wettergeschehen in Südostasien und somit auch in Surabaya. Dieser Südostmonsun ist im Gebiet von Surabaya heiß, aber relativ trocken. Im nordeuropäischen Winter hingegen beeinflusst der Nordwestmonsun das Klima in Surabaya, dieser bringt viel Regen bei minimal niedrigeren Temperaturen.

Zwischen Nordwest- und Südostmonsun liegt im März und April die Intermonsunperiode, also der „Wechsel“ der Monsune.

Surabaya
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Surabaya
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 31,8 31,5 31,6 31,4 31,6 31,2 31,3 30,1 32,7 33,4 33,1 31,9 Ø 31,8
Min. Temperatur (°C) 24,1 24,2 24,0 24,8 24,1 23,5 23,0 22,5 22,9 23,7 24,1 23,8 Ø 23,7
Niederschlag (mm) 327 275 283 181 159 101 22 15 17 47 105 219 Σ 1.751
Regentage (d) 17 18 19 15 13 11 7 3 4 5 12 23 Σ 147
T
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23,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO

Stadtgliederung

Die Stadt Surabaya hat fünf Stadtteile mit 31 Kecamatan (Unterdistrikten) und 160 Kelurahan.

Kecamatan
Subdistrikt
Stadtteil Lage Kelurahan
Gemeinden
Fläche [km²] Bevölkerung (2010) Einw./km² (2010)
Asemrowo Surabaya Barat 5 15,44 42.704 2.766
Benowo Surabaya Barat 5 23,73 54.133 2.281
Bubutan Surabaya Pusat 5 3,86 84.465 21.882
Bulak Surabaya Utara 5 6,72 37.214 5.538
Dukuh Pakis Surabaya Selatan 4 9,94 64.249 6.464
Gayungan Surabaya Selatan 4 6,07 42.717 7.037
Genteng Surabaya Pusat 5 4,04 46.548 11.493
Gubeng Surabaya Timur 6 7,99 128.127 16.036
Gunung Anyar Surabaya Timur 4 9,71 62.120 6.398
Jambangan Surabaya Selatan 4 4,19 46.430 11.081
Karangpilang Surabaya Selatan 4 9,23 72.469 7.851
Kenjeran Surabaya Utara 4 7,70 163.438 21.034
Krembangan Surabaya Utara 5 8,34 106.664 12.789
Lakarsantri Surabaya Barat 6 18,99 51.195 2.696
Mulyorejo Surabaya Timur 6 14,21 94.728 6.666
Pabean Cantikan Surabaya Utara 5 6,80 69.423 10.209
Pakal Surabaya Barat 5 22,07 47.404 2.148
Rungkut Surabaya Timur 6 21,08 121.084 5.744
Sambikerep Surabaya Barat 4 23,68 61.101 2.580
Sawahan Surabaya Selatan 6 6,93 170.605 24.618
Semampir Surabaya Utara 5 8,76 151.429 17.286
Simokerto Surabaya Pusat 5 2,59 79.319 30.625
Sukolilo Surabaya Timur 7 23,69 119.873 5.062
Sukomanunggal Surabaya Barat 6 9,23 100.612 10.901
Tambaksari Surabaya Timur 8 8,99 204.805 22.781
Tandes Surabaya Barat 6 11,07 103.084 9.312
Tegalsari Surabaya Pusat 5 4,29 85.606 19.955
Tenggilis Mejoyo Surabaya Timur 5 5,52 72.467 13.128
Wiyung Surabaya Selatan 4 12,46 67.987 5.456
Wonocolo Surabaya Selatan 5 6,78 80.276 11.858
Wonokromo Surabaya Selatan 6 8,47 133.211 15.727
Kota Surabaya 160 332,57 2.765.487 8.462

Politik

Städtepartnerschaften

Surabaya listet elf Gemeindepartnerschaften auf: [3]

Stadt Land seit
Busan Korea Sud Südkorea 1994
Guangzhou China Volksrepublik Volksrepublik China 2005
Jiangmen China Volksrepublik Volksrepublik China 2012
Kitakyūshū Japan Japan 2012
Kōchi Japan Japan 1997[4]
Marseille Frankreich Frankreich 2007
Monterrey Mexiko Mexiko 2001
Seattle Vereinigte Staaten Washington, Vereinigte Staaten 1992
Shah Alam Malaysia Malaysia 2009
Warna Bulgarien Bulgarien 2010
Xiamen China Volksrepublik Volksrepublik China 2006

Kultur und Wirtschaft

Sehenswürdigkeiten

  • Balai Kota (Stadthalle)
  • Balai Pemuda (Halle der Jugend, Ausstellungsgelände und viele interessante Veranstaltungen)
  • Jembatan Merah (Rote Brücke)
  • Hotel Majapahit
  • Kebun Binatang „BunBin“ (Tierpark)
  • Monumen kapal selam „Monkasel“ (stillgelegtes U-Boot und Denkmal des Widerstandes)
  • Pantai Kenjeran „Pantai Ria“ (Strandpromenade von Surabaya)
  • Der Zoo Bonbin Surabaya ist wegen seiner Haltungsbedingungen seit vielen Jahren in Kritik.

Universitäten

  • Technologisches Institut 10. November (ITS, Institut Teknologi Sepuluh Nopember)
  • Airlangga Universität (Unair)
  • Landesuniversität Surabaya (UNESA, Universitas Negeri Surabaya)
  • Islamische Landesuniversität Sunan Ampel (IAIN, Institut Agama Islam Negeri Sunan Ampel)
  • Surabaya Universität (Ubaya)
  • Bhayangkara Universität (Ubhara)
  • Hang Tuah Universität (UHT)
  • 17. August 1945 Universität (UNTAG)
  • Katholische Widya Mandala Universität (UKWM)
  • Technologisches Institut Adhi Tama (ITATS, Institut Teknologi Adhi Tama Surabaya)
  • Hochschule für Technik (STTS, Sekolah Tinggih Teknik Surabaya)
  • Hochschule für Wirtschaftswissenschaften (STIESIA, Sekolah Tinggi Ilmu Ekonomi Indonesia)
  • Hochschule für Informationsmanagement & Computertechnik (STIKOM, Sekolah Tinggi Manajemen Informatika & Teknik Komputer)
  • Christliche Petrusuniversität (Universitas Kristen Petra)

Sportklubs

  • Persebaya Surabaya (Fußball)
  • Wismilak Cycling (Radsport)

Sonstiges

  • Die Stadt ist nur durch eine schmale Wasserstraße von der Insel Madura getrennt. Das ethnische Gemisch der Stadt besteht aus indonesischen Chinesen, Javanern, Maduresen, Indonesiern arabischer Herkunft und Indonesiern anderer Inseln. Das in Surabaya gesprochene Javanisch wird von anderen Javanern (der größten ethnischen Gruppe Indonesiens) als besonders „kasar“, d. h. grob, empfunden.
  • Surabaya ist Standort der einzigen Synagoge Indonesiens.
  • In Surabaya liegt das Grab von Sunan Ampel, einem der islamischen Missionare Javas.
  • Das Wappen der Stadt zeigt einen Hai (jav. suro) und ein Krokodil (jav. boyo), die miteinander kämpfen. Der Legende nach wurde die Stadt an dem Ort gegründet, an dem man diesen Kampf im Fluss Mas beobachtete.
  • Die in den Niederlanden sehr populäre Schauspielerin, Kleinkünstlerin und Sängerin Wieteke van Dort wurde 1943 in Surabaya geboren – zu einer Zeit, als die damalige Kolonie Niederländisch-Indien unter japanischer Besetzung stand –, und lebte dort bis zu ihrer Emigration in die Niederlande mit 14 Jahren.
  • Der Name Surabaya taucht in dem Stück Happy End (Stück mit Musik) von Elisabeth Hauptmann (Songs: Kurt Weill und Bertolt Brecht) in dem Lied „Surabaya-Johnny“ auf.
  • Tanjung Perak, der Hafen von Surabaya, ist nach Tanjung Priok (Jakarta) der zweitwichtigste in Indonesien.
  • Surabaya kommt im Musikstück „Roter Mond von Surabaya“ des Nockalm Quintetts vor, genauso in „Am weißen Strand von Soerabaya“ von Lolita.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

 Commons: Surabaya  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • H.W. Dick: Surabaya: City of Work – A Socioeconomic History, 1900–2000. Ohio University Press, Athens (OH) 2002, ISBN 978-0-89680-221-6

Einzelnachweise

  1. Eintrag in The World Factbook
  2. Colin Brown: A short history of Indonesia: The Unlikely Nation?. Talisman Publishers, Singapur 2011, ISBN 978-981-08-8507-6, S. 22–26
  3. ILPPD Tahun Anggaran 2013 – Surabaya. Abgerufen am 17. Mai 2016 (PDF).
  4. Sister Cities. Kōchi, 23. Dezember 2008, abgerufen am 16. Juli 2011 (english).

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