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Sulz (Vorarlberg)


Sulz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 3,01 km²
 :
Höhe: 495 m ü. A.
Einwohner: 2.556 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 849 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6832
Vorwahl: 05522
Gemeindekennziffer: 8 04 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hummelbergstraße 9
6832 Sulz
Website: www.gemeinde-sulz.at
Politik
Bürgermeister: Karl Wutschitz
Gemeindevertretung: (2015)
(21 Mitglieder)
21 Gemeindeliste Sulz
Lage der Gemeinde Sulz im Bezirk Feldkirch
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sulz ist eine österreichische Gemeinde im Bundesland Vorarlberg (Bezirk Feldkirch) mit 2556 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Sulz liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Feldkirch auf 495 Metern Höhe. 5,0 % der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Sulz hat eine gemeinsame Gemeindegrenze mit drei anderen Vorarlberger Gemeinden, die genauso wie Sulz im Bezirk Feldkirch liegen. Im Norden grenzt Sulz an die Gemeinde Röthis, im Osten an das Gemeindegebiet von Zwischenwasser und im Süden und Westen an die Marktgemeinde Rankweil.

Geschichte

Im rätischen Güterverzeichnis (um 850) ist die Gemeinde mit dem Namen "Sulles" erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem Hügel Jergenberg, dem Standort der heutigen Pfarrkirche, war bereits im Mittelalter eine Kapelle, die damals der Mutterpfarre Rankweil zugehörte. Sulz wurde erst 1843 zur selbständigen Pfarrei erhoben. Damals zählte Sulz ca. 630 Einwohner. Die heutige Pfarrkirche, die dem heiligen St. Georg geweiht ist, wurde in den Jahren 1903–1904 unter Pfarrer Anton Dönz errichtet.

Durch Einrichtung des Doppelgerichtes Rankweil-Sulz war Sulz bis 1784 Gerichtsort. Gerichtsstätte war der Hügel Müsinen, der heutige Sulnerberg.

Lange Zeit war Sulz eine Großgemeinde, die bis zu ihrer allmählichen Auflösung zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert auch die Gemeinden Zwischenwasser, Röthis, Weiler, Klaus, Viktorsberg und Fraxern umfasste.

Von 1637 bis 1748 war Sulz auch ein bedeutender Wohnsitz jüdischer Familien in Vorarlberg. Im Jahr 1748 kam es zu Ausschreitungen, die zur Vertreibung der Juden aus Sulz führte.

Im 16. Jahrhundert entstanden die Edelsitze Jergenberg und Sulzhofen als Niederlassungen von Feldkircher Patrizierfamilien. Der Ansitz Jergenberg dient heute als Pfarrhof. Der Ansitz Sulzhofen, in dem zuletzt das Gemeindeamt untergebracht war, wurde im Jahr 1975 abgetragen.

Nach jahrhundertelang äußerst zurückhaltender Siedlungsentwicklung wurde die Gemeinde mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg von einem sehr großen Bevölkerungs- und Siedlungswachstum erfasst. Zwischen 1951 und 1981 hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt, die Ausdehnung des Baugebietes annähernd verdreifacht.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 13,3 %.

Politik

Die Gemeindevertretung von Sulz besteht aus 21 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2015 entstammen sämtliche Mitglieder der Gemeindevertretung der Gemeindeliste Sulz, die als einzige Partei zur Wahl angetreten war. Bürgermeister der Gemeinde ist Karl Wutschitz.

Gemeindewappen

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1968 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold. Es zeigt auf grünem Wappen einen in Silber gehaltenen Grafen als Richter, der einen Richterstab in der Hand hält und auf einem Sessel zu Gericht sitzt. Die Wappengestaltung erinnert daran, dass Sulz einst Gerichtsort war. Der grüne Hintergrund bedeutet, dass das Gericht „auf dem Felde“, also unter freiem Himmel tagte.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sulz (Vorarlberg)

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 53 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 842 Beschäftigten und 64 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 993. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 56,1 %. Einer der größten Arbeitgeber ist die Firma Baur (Firma), die Spezialmeßgeräte für Stromkabel in Energieversorgungsnetzen entwickelt und produziert.

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 294 Schüler. In Sulz gibt es zudem einen Kindergarten, eine Volksschule und eine Hauptschule die mit den Nachbar Gemeinden Röthis und Viktorsberg zusammen benutzt wird.

Sport

Der FFC Vorderland ist ein erfolgreicher Vorarlberger Frauen-Fußballclub mit Sitz in Sulz. Nach dem Gewinn der Vorarlbergliga in der Saison 2012/2013 spielt er in der 2. österreichischen Bundesliga in der er in der letzten Saison den 6. Platz belegte.

Literatur

  • Bernhard Purin: Die Juden von Sulz. Eine jüdische Landgemeinde in Vorarlberg 1676–1744. Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs 9, Bregenz: Vorarlberger Autorengesellschaft 1991; ISBN 3-900754-11-X.

Weblinks

 Commons: Sulz (Vorarlberg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Karl Frick: Gemeindewappen Sulz in der Gemeindechronik der Gemeinde Sulz.

Kategorien: Bregenzerwaldgebirge | Gemeinde in Vorarlberg | Ort im Bezirk Feldkirch | Sulz (Vorarlberg)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sulz (Vorarlberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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