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Stubaier Alpen


Stubaier Alpen

Lage der Gruppe innerhalb der Alpen rot gekennzeichnet

Höchster Gipfel Zuckerhütl (3507 m ü. A. )
Lage Tirol, Österreich / Südtirol,Italien
Teil der Zentrale Ostalpen
Einteilung nach AVE 31
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Die Stubaier Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Österreichischen Zentralalpen in den Ostalpen. Sie befinden sich südwestlich von Innsbruck zwischen dem Wipptal (Brennerpass), dem Ötztal und dem Passeier. Anteil haben Österreich mit dem Bundesland Tirol und Italien mit der Provinz Südtirol.

Geographie

Benannt sind die Stubaieralpen nach dem Stubaital, das von südlich Innsbruck südwestwärts tief in die Gruppe vordringt.

Bedeutende Teile der Stubaier Alpen weisen eine Vergletscherung auf. Der nördliche Teil rund um das Sellraintal und das Kühtai ist nur noch gering vergletschert und ein beliebtes Skitourenziel (Zischgeles, Lampsenspitze, Pirchkogel, Sulzkogel). Das Hochstubai rund um das hintere Stubaital ist noch stark vergletschert und ein klassisches Hochtourengebiet der Ostalpen. Dort findet sich auch ein Gletscherskigebiet, der Stubaier Gletscher.

Zusammen mit den westlich benachbarten Ötztaler Alpen, mit denen sie am Timmelsjoch verbunden sind, bilden die Stubaier Alpen eine der größten Massenerhebung der Ostalpen.

Umgrenzung und benachbarte Gebirgsgruppen

In der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) haben sie die Nummer 31. Als Umgrenzung ergibt sich folgende Linie:

Untergruppen

Der Alpenvereinsführer Stubaier Alpen teilt die Gebirgsgruppe in 15 Untergruppen ein:

Gipfel

Die 10 höchsten Gipfel der Stubaier Alpen:

In den Stubaier Alpen gibt es knapp 500 benannte und mit Höhenkote versehene Gipfel. Zu den bekannteren gehören (geordnet nach der Höhe):

Geologie

Der größte Teil der in den Stubaier Alpen vorkommenden Gesteine gehört dem Ötztal-Stubai-Kristallin an, das große Ähnlichkeiten mit dem Silvretta-Kristallin aufweist. Vorherrschende Gesteine im Ötztal-Stubai-Kristallin sind verschiedene Gneise. Begleitet werden diese Gneise unter anderem von Glimmerschiefern und Amphiboliten, die zum Teil auf ehemalige Tuffe und Tuffite zurückgehen. Eine Besonderheit stellt der Winnebachgranit dar, der im Bereich der Winnebachseehütte und am Gänsekragen vorkommt. Es ist ein in variszischer Zeit teilweise aufgeschmolzenes Gestein, ein sogenannter Migmatit. Die teilweise deutlich älteren Gesteine des Ötztal-Stubai-Kristallins wurden in variszischer Zeit metamorph überprägt.

Im Ostteil der Stubaier Alpen liegen dem Ötztal-Stubai-Kristallin nur leicht metamorph veränderte Sedimentgesteine auf, das Brennermesozoikum. Es reicht etwa von der Perm-Trias-Grenze zumindest bis ins Jura empor, wobei den größten Teil des Gesteins Dolomite der mittleren und oberen Trias darstellen. In diese Dolomite ist ein Band aus Raibler Schichten eingelagert, an dem sich der im Brennermesozoikum von Norden nach Süden hin zunehmende Metamorphosegrad deutlich ablesen lässt. Während dieses Band im Norden vorwiegend aus Tonschiefern besteht, geht es in Richtung Süden in Glimmerschiefer über. Ebenfalls zum Brennermesozoikum gehört die Blaserdecke, eine kleine, tektonisch auflagernde Einheit, die etwa den Bereich von der Kesselspitze bis zum Blaser umfasst. Berge die aus Gesteinen des Brennermesozoikums aufgebaut werden sind unter anderem die Kalkkögel, der Serleskamm, die Tribulaune oder der Telfer Weiße.

Im Raum zwischen dem Gschnitztal und dem Pflerschtal tritt über dem Brennermesozoikum eine weitere tektonische Einheit auf: Die Steinacher Decke. Sie besteht vor allem aus Quarzphyllit mit Einschlüssen von Eisendolomit. Im Hangenden dieser Decke finden sich Quarzkonglomerate mit anthrazitführenden Flözen. Pflanzenfossilien aus diesen Flözen, die am Nößlachjoch gefunden wurden, sind dem Oberen Karbon zuzuordnen.

Eine weitere erwähnenswerte Einheit bildet der Schneebergerzug. Diese etwa fünf Kilometer breite Einheit setzt westlich von Sterzing ein und reicht bis zur Texelgruppe. Aufgebaut wird er vor allem aus Glimmerschiefern weiters aus Marmoren und Quarziten. Die Gesteine stellen Sedimente dar, die im Paläozoikum dem kristallinen Untergrund aufgelagert wurden und in der Kreidezeit vor etwa 80 Millionen Jahren metamorph überprägt wurden. Diese Schneeberger Metamorphose zeichnet auch verantwortlich für die metamorphe Überprägung des Brennermesozoikums und ist auch in den angrenzenden Teilen des Altkristallins nachweisbar.

Die Randterrassen zum Inntal, das Tiroler Mittelgebirge, sind eine periglaziale Schuttlandschaft, die auch reich an glazialmorphologischen Erscheinungen, wie Toteisresten, ist.

Tektonik

Charakteristisch für das Ötztal-Stubai-Kristallin sind flach liegende Faltenachsen im Nordteil und steil stehende Faltenachsen im Südteil, man spricht hier von Schlingentektonik, die zeitmäßig auf die variszische Zeit zurückgeht. An Störungssystemen sind im Stubai-Ötztal-Kristallin vor allem die in SW-NO-Richtung hervorzuheben, die am längsten zu verfolgen sind, besonders auffallend ist etwa das Matscher-Tal-Stubaital-Störungssystem..[1]

Tourismus

In den Stubaier Alpen gibt es die folgenden Hütten des Deutschen, Österreichischen und Italienischen Alpenvereins sowie des Landes Südtirol:

Die Stubaier Alpen erreicht man durch das Stubaital, das Ötztal, das Gschnitztal und das Sellraintal bzw. von Südtirol her durch das Passeiertal, das Ridnauntal und das Pflerschtal.

Der Stubaier Höhenweg ist ein Höhenwanderweg von etwa 120 km Länge, der acht Hütten beiderseits des Stubaitals miteinander verbindet.

Literatur

Karten

  • Alpenvereinskarte Nr. 31/1, 31/2, 31/3. Stubaier Alpen. Deutscher Alpenverein: München (1:25000)
  • Kompass-Karte Nr. 83. Stubaier Alpen (1:50000).
  • Freytag & Berndt Wanderkarte Nr. 241. Innsbruck, Stubai-Sellrain-Brenner (1:50000).

Weblinks

 Commons: Stubaier Alpen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Stubaier Alpen – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. R. Oberhauser, F. K. Bauer: Der Geologische Aufbau Österreichs, Springer-Verlag, Wien 1980, ISBN 978-3-211-81556-4, S. 338ff. PDF-File ; abgerufen am 9. September 2010.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Stubaier Alpen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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