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Stroheim


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Österreich; für den Regisseur siehe Erich von Stroheim.
Stroheim
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Fläche: 28,78 km²
 :
Höhe: 489 m ü. A.
Einwohner: 1.539 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 53 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4074
Vorwahl: 07272
Gemeindekennziffer: 4 05 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stroheim 30
4074 Stroheim
Website: www.stroheim.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Gammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9
6
2
2
Lage der Gemeinde Stroheim im Bezirk Eferding
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stroheim ist eine Gemeinde mit 1539 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Geografie

Stroheim liegt auf 489 m Höhe auf einem Gneisriegel, der sich 220 bis 380 m über das Eferdinger Becken erhebt. Die höchste Erhebung, der Mayrhofberg, ist 654 m hoch und gleichzeitig der höchste Punkt des Bezirks Eferding. Im Norden fällt der Berg stark zur Aschach hin ab, die hier auf 2,7 km die Gemeindegrenze bildet. Weitere nennenswerte Gewässer gibt es aufgrund der Berglage nicht.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,8 km, von West nach Ost 9 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,7 km². 28,6 % der Fläche sind bewaldet, 63,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bergern (25)
  • Birihub (40)
  • Dunzing (6)
  • Gmeinholz (34)
  • Götzenberg (16)
  • Großstroheim (94)
  • Gschnarret (21)
  • Gstocket (17)
  • Gugerling (14)
  • Kleinstroheim (125)
  • Knieparz ob der Leiten (47)
  • Kobling (119)
  • Mayrhof (105)
  • Mitterstroheim (217)
  • Reith (76)
  • Schnellersdorf (77)
  • Stallberg (63)
  • Stroheim (241)
  • Troß (16)
  • Windischdorf (93)
  • Wögern (78)
  • Wölflhof (32)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großstroheim und Mayrhof.

Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn - in Klammern die Himmelsrichtungen):

St. Agatha (NW), Haibach ob der Donau (NO), Hartkirchen (O), Pupping (O), Hinzenbach (S), Prambachkirchen (W) und Waizenkirchen (W).

Geschichte

Im Jahr 1110 wird der Ort als Strachen erstmals urkundlich erwähnt. 1272 findet man in einer Urkunde den Namen Strochen. Bis 1848 ist Stroheim eine Grundherrschaft. In jenem Jahr werden die zwei Gemeinden Mayrhof und Großstroheim gebildet, die 1876 zur Gemeinde Stroheim zusammengelegt werden.

Religion

Um 1235 ließ Graf Johann I. von Schaunberg eine katholische Pfarrkirche erbauen. Der Graf war Mitglied des Johanniterordens und übergab die Kirche als Filialkirche den Johannitern von Mailberg, den späteren Maltesern. Aus dieser Tatsache leitet sich das Malteserkreuz im heutigen Gemeindewappen ab. 1784 wird Stroheim eine eigene Pfarre. Die in ihren Ursprüngen gotische Pfarrkirche wurde später mehrfach umgebaut, so bekam sie unter anderem eine neugotische Inneneinrichtung. Neben der Pfarrkirche gibt es noch die 1901 erbaute, vom Kloster Pupping gestiftete

Landerlkapelle im Ortsteil Geisberg. Sie ist Ziel der jährlichen Christi-Himmelfahrtsprozessionen und kann auch als Hochzeitskirche genutzt werden.

Heute (2006) sind ungefähr 75 % der Bevölkerung Katholiken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stroheim
  • Pfarrkirche: gotisch, erbaut 1235
  • Landerlkapelle: erbaut 1901
  • Mayrhofberg: auf dem höchsten Punkt der Gemeinde (654m) befindet sich seit 1884 eine gemauerte Aussichtswarte.

Politik

  • Bürgermeister: Bürgermeister ist Rudolf Gammer, Vizebürgermeister ist Christoph Lehner, beide von der ÖVP.
  • Gemeinderat: Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
  • 9 ÖVP
  • 6 Bürgerliste mea (miteinander)
  • 2 BZÖ + parteifreie Bürger
  • 2 SPÖ

Wappen

Blasonierung: Von Rot und Silber geviert mit einem Malteserkreuz in gewechselten Farben. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß. Das eingekerbte ("achtspitzige") Kreuz ist das Zeichen des 1113 in Jerusalem gegründeten Johanniter-, später Malteser-Ritterordens, der aus Anlass der Kreuzzüge zur Betreuung der Pilger und zur Verteidigung der Kirchen im Heiligen Land entstanden ist. Die Johanniter-Ordenskommende Stroheim wurde wahrscheinlich um 1260 oder schon 1235 auf Grund einer Schenkung der Herren von Schaunberg innerhalb ihres Machtbereiches errichtet und der Komturei Mailberg/NÖ. als Filiale übergeben; 1273 wird die Marienkirche oberhalb von "Strahen" in einer Schenkungsurkunde an den Meister Wulfing in Mailberg erstmals schriftlich erwähnt. Nachdem 1780 bzw. 1784 die Errichtung der Pfarre Stroheim verfügt wurde, verzichtete 1790 die Malteser-Kommende auf das Patronatsrecht, das schließlich auf den Religionsfonds der neugeschaffenen Diözese Linz überging.

Bildung

  • Gemeindekindergarten
  • Volksschule

Freizeit

Mehr als 10 Vereine bereichern das gesellschaftliche Leben von Stroheim, in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft usw.

  • zwei Tennisplätze
  • Asphaltbahn
  • öffentlicher Sportplatz
  • Markierte Wanderwege
  • im Winter eine 15 km lange Langlaufloipe

Verkehr

Wegen der Lage auf einem Berg gibt es keinen Durchzugsverkehr. Die L 1217 Stroheimer Straße führt von Eferding über Stroheim ins Aschachtal bei Waizenkirchen. Daneben gibt es untergeordnete Straßen in andere Nachbargemeinden.

Weblinks

 Commons: Stroheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Kategorien: Ort im Bezirk Eferding | Stroheim | Sauwald | Südliche Mühlviertler Randlagen | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Stroheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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