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Strengen


Strengen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 23,18 km²
 :
Höhe: 1012 m ü. A.
Einwohner: 1.205 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 52 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6571
Vorwahl: 05447
Gemeindekennziffer: 7 06 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 12a
6571 Strengen
Website: www.strengen.at
Politik
Bürgermeister: Harald Sieß (Allgemeine Vorwärts Strengen)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
4 Namensliste Allgemeine Vorwärts Strengen - AllVor Strengen, 4 Gemeinsam für Strengen, 5 Bürgerliste Strengen
Lage der Gemeinde Strengen im Bezirk Landeck
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Strengen ist eine Gemeinde mit 1205 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.

Geographie und Geschichte

Siedlungsentwicklung

Die Gemeinde Strengen besteht aus dem Hauptort und mehreren verstreuten Weilern, die hauptsächlich am Nordhang des Stanzer Tals liegen. Sie liegt zwischen Landeck und dem Arlberg, an einer alten Römerstraße. Das Ortsbild in seiner Mischung aus romanisch geprägten Mauerhäusern und bajuwarischen Holzhäusern ist noch recht gut erhalten. Nach Karl Finsterwalder existierte 1336 ein gewisser Jakob der Streng, worauf der Ortsname Strengen zurückzuführen sein könnte[1]. In Peter Anichs Atlas Tyrolensis von 1774 wird der Ort als Gstreng erwähnt, wodurch etymologisch auch ein vorrömischer oder romanischer Ursprung des Flurnamens denkbar wäre. Im Werk Schematismus von Tirol und Vorarlberg aus dem Jahre 1839 wird zwischen dem Dorf Strengen und den Weilern "Rallsberg" unterschieden[2].

Die Gemeinde hieß im Mittelalter Rall, gemeinsam mit Flirsch Rallsberg. Die Urhöfe bzw. Weiler waren: Außer- und Innergrießhof (1754: 7 Häuser); Balzerlen, Blahen, Blasgen und Brunnen (1754: 19 Häuser, 1837: 8 Häuser); Bühele, Dichten und Egg (1754: 3 Häuser); Hof (1754: 18 Häuser); Klaus und Loch (1754: 5 Häuser); Loret (1754: 1, 1837: 3 Häuser); Obermühl und Obweg (1754: 4 Häuser); Unterweg (1754: 17 Häuser); Perflör (1754: 3 Häuser); Riefen (1754: 14, 1837: 9 Häuser); und Verill (1754: 7, 1837: 7 Häuser). Der Hauptort Strengen selbst zählte 1754 acht Häuser, 1837 bereits bis zu 145 Häuser.[3]. Seitdem wurde die Gemeinde auch "Strengen am Rallsberg" genannt. 100 Jahre später, mit dem Bau der Arlbergbahn, fiel die Bezeichnung Rallsberg weg. Die Gemeinde heißt seitdem Strengen am Arlberg.

Nachbargemeinden

Flirsch, Grins, Kappl, Tobadill, Zams

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Strengen

Sehenswert ist die gedeckte Holzbrücke über die Rosanna von 1764, mit 18 m Spannweite.

Eine Besonderheit im Stanzer Tal waren die letzten "Schellenschmieden" Tirols, wo in Handarbeit Kuhglocken erzeugt wurden, die im Gegensatz zu maschinell gefertigten einen besonderen Klang aufweisen. Leider haben beide Betriebe vor einigen Jahren den Betrieb eingestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Über Jahrzehnte hinweg litt vor allem der Dorfkern in der engen Talsohle stark unter einer enormen Verkehrsbelastung. Mit dem Bau des Strenger Tunnel der Arlbergschnellstraße und dessen Eröffnung im Juni 2006 konnte das Verkehrsaufkommen stark reduziert werden. Die Verkehrsentlastung soll auch Chancen der Dorfentwicklung und der möglichen Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe bringen. Derzeit pendeln die meisten Berufstätigen aus, der Tourismus ist anders als bei den Gemeinden im Stanzer Tal Nahe St. Anton am Arlberg nur wenig entwickelt.

Strengen hat einen Bahnhof der Arlbergbahn, aber der Personennahverkehr im Stanzer Tal wurde großteils eingestellt, den öffentlichen Verkehr übernehmen Regionalbusse.

Quellen

  1. Tiroler Namenkunde (1978) Google Books
  2. Schematismus von Tirol und Vorarlberg (1839) Google Books
  3. Historisches Ortslexikon Tirol. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte (2014) PDF-Dokument

Weblinks

 Commons: Strengen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Lechtaler Alpen | Verwallgruppe | Ort im Bezirk Landeck | Strengen | Gemeinde in Tirol

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Strengen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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