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Straits Settlements


Die Straits Settlements (dt. etwa: „Niederlassungen an der Meeresstraße“) umfassten die britischen Kolonien in Südostasien an der Straße von Malakka. Sie bestanden von 1826 bis 1946. Die wichtigsten Besitzungen waren Penang, Singapur und Malakka.

Ihre große strategische Bedeutung für das Empire beruhte auf der Lage an der Gewürzroute von Ostasien nach Indien und Europa. Dadurch entwickelte sich vor allem Singapur zu einem wichtigen Handelsstützpunkt. Während des Opiumkrieges waren sie darüber hinaus bedeutend als Nachschubbasis für das britische Militär.

Gründung und Erweiterung

Die Gründung der Straits Settlements im Jahr 1826 war eine administrative Folge der Herausbildung von drei britischen Besitzungen an der Westküste Malayas.

Im Jahr 1786 hatte Francis Light die Insel Penang für die East India Company erworben. Später wurde auch noch der gegenüberliegende Küstenstreifen, die Provinz Wellesley, einbezogen.

Eine andere Entwicklung war die Gründung Singapurs durch Stamford Raffles im Jahre 1819.

Im Jahr 1824 folgte die Unterzeichnung eines Vertrages zwischen Großbritannien und den Niederlanden. In diesem Vertrag wurde der malaiische Archipel in eine britische Zone im Norden, auf dem malaiischen Festland, und eine niederländische Zone im Süden, auf den Inseln Südostasiens, aufgeteilt. Dadurch kam die Kolonie Bengkulu auf Sumatra zu den Niederlanden und Malakka zu England.

Die Hauptstadt der Straits Settlements war zuerst Georgetown auf Penang und ab 1832 Singapur.

Am 1. April 1867 wurden die Straits Settlements britische Kronkolonie. Die Weihnachtsinsel und die Kokosinseln wurden angegliedert, und am 30. Oktober 1906 auch Labuan. Der Gouverneur der Straits Settlements war gleichzeitig Hochkommissar der Malaiischen Staaten sowie von Johore, Sarawak, Brunei und Britisch-Nordborneo, die damals alle britische Protektorate waren.

Das Aussehen der Städte, Dörfer und Landschaften und ihrer Menschen zu jener Zeit wurde auf zahllosen Fotos durch G. R. Lambert & Co. festgehalten.

Auflösung

Am 1. April 1946 wurden die Straits Settlements aufgelöst. Singapur, zunächst zusammen mit Labuan, wurde eine eigene Kronkolonie. Penang und Malakka wurden als Kronkolonien Teil der Malaiischen Union, an die am 15. Juli 1946 auch Labuan angeschlossen wurde. Die Weihnachtsinsel und die Kokosinseln wurden unter australische Verwaltung gestellt.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Straits Settlements  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Malaysische Geschichte | Geschichte (Singapur) | Aufgelöst 1946 | Historisches Überseegebiet | Kolonialgeschichte Asiens | Britische Kolonialgeschichte (Malaysia) | Historisches Territorium (Asien) | Gegründet 1826

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