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Stiftsbasilika Waldsassen


Die heutige Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und St. Johannes Evangelist im bayerischen Waldsassen wurde in ihrer heutigen Form von 1685 bis 1704 als Abteikirche erbaut und gehört zum Kloster Waldsassen.

Baugeschichte

Bedeutende Kirchenbaumeister wie Georg Dientzenhofer und Abraham Leuthner schufen mit dieser Pfeilerbasilika eine der bemerkenswertesten Barockkirchen Bayerns. An der Ausstattung waren Künstler aus ganz Europa beteiligt. Die Fertigstellung des Baus erfolgte unter Abt Albert Hausner. Die Kirche wurde 1704 von Weihbischof Franz Ferdinand von Rummel geweiht. Bei der Säkularisation (1803) wurde die Klosterkirche der Zisterzienser der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche übergeben. Sie wurde 1969 durch Papst Paul VI. zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

Architektur

Der Kirchenraum hat eine Gesamtlänge von 82 Metern. Das Hauptschiff ist mit Kapellen und Emporen ausgestattet. Im Mönchschor befindet sich ein prachtvolles Chorgestühl. Kostbare Stuckaturen zieren den gesamten Innenraum. Die Deckenfresken im Chor schildern Szenen der legendären Gründung des Klosters Waldsassen. Unter dem Kirchenschiff befindet sich die größte Gruft Deutschlands. Der barocke Reliquienschatz gilt als der umfangreichste nördlich der Alpen.

Mit zehn reich geschmückten Skeletten befindet sich im Hauptschiff der Basilika hinter Glas die größte Ansammlung von Reliquien dieser Art (sogenannte Katakombenheilige) in Europa.[1] Sie stammen aus den Katakomben Roms und wurden im 18. Jahrhundert vom Zisterzienser Adalbert Eder geschmückt.[2]

In der Kirche finden neben Gottesdiensten auch regelmäßig Konzerte statt.

Orgeln

Die Orgel mit 7720 Pfeifen wurde mehrmals umgebaut und erweitert. 1989 erreichte sie unter Georg Jann ihre derzeitige Gestalt. Sie ist die zweitgrößte Orgelanlage der Diözese Regensburg.

Hauptorgel (Marienorgel)

I Rückpositiv C–c4
1. Holzgedackt 8′
2. Gemshorn 8′
3. Prästant 4′
4. Rohrflöte 4′
5. Sesquialter II 22/3
6. Doublette 2′
7. Sifflet 11/3
8. None 8/9
9. Scharff IV 1′
10. Holzregal 16′
11. Cromorne 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–c4
12. Principal 16′
13. Prästant 8′
14. Holzflöte 8′
15. Flûte harmonique 8′
16. Salicional 8′
17. Oktave 4′
18. Blockflöte 4′
19. Nasard 22/3
20. Oktave 2′
21. Kornett V 8′
22. Rauschpfeife III 22/3
23. Mixtur V 11/3
24. Trompete 16′
25. Trompete 8′
26. Clairon 4′
III Schwellwerk C–c4
27. Bourdon 16′
28. Principal 8′
29. Copula 8′
30. Gambe 8′
31. Schwebung 8′
32. Oktave 4′
33. Traversflöte 4′
34. Gambetta 4′
35. Nasard 22/3
36. Waldflöte 2′
37. Terz 13/5
38. Flöte 1′
39. Mixtur IV-V 2′
40. Zimbel III 2/3
41. Fagott 16′
42. Trompette harmonique 8′
43. Oboe 8′
44. Clairon 4′
Tremulant
Cymbelstern
Pedal C–g1
45. Principal 32′
46. Prästant 16′
47. Subbaß 16′
48. Violon 16′
49. Quinte 102/3
50. Oktavbaß 8′
51. Gedacktbaß 8′
52. Oktave 4′
53. Nachthorn 4′
54. Bauernpfeife 2′
55. Sesquialter II 22/3
56. Hintersatz V 22/3
57. Bombarde 32′
58. Posaune 16′
59. Zinke 8′
60. Clarine 4′

Chororgel

IV Hauptwerk

(Epistelseite) C–c4


61. Principal 8′
62. Holzflöte 8′
63. Rohrflöte 8′
64. Oktave 4′
65. Nachthorn 4′
66. Nasard 22/3
67. Superoktave 2′
68. Feldpfeife 2′
69. Terz 13/5
70. Mixtur VI 11/3
71. Dulcian 16′
Tremulant

IV Schwellwerk

(Evangelienseite) C–c4


72. Gedackt 8′
73. Viola 4′
74. Koppelflöte 4′
75. Principal 2′
76. Scharff IV 1′
77. Fagottregal 16′
78. Schalmey 8′
Tremulant
IV Glockenspiel
V Fernwerk C–c4
79. Zartgedackt 16′
80. Doppelgedackt 8′
81. Gambe 8′
82. Violine I 8′
83. Violine II 8′
84. Viola 4′
85. Flûte Octaviante 4′
86. Nasard 22/3
87. Octavin 2′
88. Harmonia aetherea III-IV 22/3
89. Voix humaine 8′
Tremulant
V Carillon
VI Chamadewerk C–c4
90. Trompeta magna 16′
91. Trompeta real 8′
92. Trompeta quinta 51/3
93. Clairon 4′
94. Kornett III-V
Pedal C–g1
95. Offenbaß 16′
96. Subbaß 16′
97. Oktavbaß 8′
98. Baßflöte 4′
99. Hohlflöte 4′
100. Posaune 16′
101. Trompete 8′
  • Koppeln: III-I, IV Chor HW-I, IV Chor SW-I, V-I, VI-I, Sub III-I, Super V-I, I-II, III-II, IV Chor HW-II, IV Chor SW-II, VI-II, Sub III-II, Super V-II, IV Chor HW-III, IV Chor SW-III, V-III, VI-III, Sub III, Super V-III, V-IV, VI-IV, Super V-IV, SW ab (4. Man.), VI-V, Super V, I-P, II-P, III-P, IV Chor HW-P, IV Chor SW-P, V-P, VI-P
  • Spielhilfen: 3200 elektronische Setzerkombinationen, 10 programmierbare Crescendi

Panorama

Literatur

  • Verein für Regensburger Bistumsgeschichte (Hrsg.): Waldsassen: 300 Jahre Barockkirche. Regensburg 2004
  • Bärbel Köpplin: Stiftsbasilika Waldsassen. Neuauflage. Kunstverlag Peda, Passau 2004, ISBN 3-89643-564-7

Einzelnachweise

  1. Lyra Kilston, Bejeweled Skeletons , Wired.com, 26. September 2013
  2. Paul Koudounaris, Bones with Bling , Juni 2011 (abgerufen am 26. September 2013)

Weblinks

 Commons: Interiors of Stiftsbasilika Waldsassen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftsbasilika Waldsassen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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