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Stelle (Landkreis Harburg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Regierungsbezirk: Lüneburg
Landkreis: HarburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 38,5 km²
Einwohner: 10.918 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 284 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21435
Vorwahl: 04174
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 032
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unter den Linden 18
21435 Stelle
Webpräsenz: www.gemeinde-stelle.de
Bürgermeister: Uwe Sievers (parteilos)
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Stelle ist eine Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Geographie

Lage

Die Ortsteile Wuhlenburg, Rosenweide und Fliegenberg liegen direkt am südlichen Elbufer. Die Ortsteile Achterdeich und der nördliche Teil des Hauptortes Stelle liegen noch in der Marsch, der südliche Teil des Hauptortes sowie Ashausen und Büllhorn liegen auf der Geest, auf den nördlichen Enden der eiszeitlichen Moränenlandschaft am südlichen Rand des Elbe-Urstromtals. Die Höhe über NN beträgt 1 bis 60 m. Im Süden der Gemeinde in Richtung Ohlendorf und Holtorfsloh liegt der Buchwedel, ein Waldgebiet mit Buchen-Mischwald, in dem sich die höchsten Erhebungen befinden. Stelle liegt mit eigenem Bahnhof an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg (ca. 30 Minuten), außerdem an der Autobahn 39 (A 39) Hamburg – Lüneburg. Die Vorläuferstraße der Autobahn, die Kreisstraße 86, verläuft durch das Ortszentrum.

Nachbarstädte

Hamburg
27 km
Oststeinbek 30 km
Barsbüttel 36 km
Wentorf bei Hamburg 36 km
Reinbek 37 km
Seevetal
6 km
Winsen (Luhe)
7 km
Buchholz (Nordheide)
23 km
Bispingen
42 km
Lüneburg
30 km

Geschichte

Stelle wurde 1197 erstmals urkundlich erwähnt. Kirchlich gehörten die Steller Ortschaften teils nach Pattensen, teils nach Winsen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden eigene Kirchengemeinden in Stelle, Ashausen und Fliegenberg gebildet.

2008 wurde in Stelle ein Mahnmal – bestehend aus einem Gedenkstein mit einer Gedenktafel – für den jungen polnischen Zwangsarbeiter Julian Milejski enthüllt, der hier am 4. Mai 1942 von den Nationalsozialisten wegen „Rassenschande“ hingerichtet worden war.

Eingemeindungen

Die Gemeinde Achterdeich wurde 1968 Teil der Gemeinde Stelle. Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Ashausen (mit Büllhorn), Fliegenberg und Rosenweide (mit Wuhlenburg) eingegliedert. Am 1. Juli 1981 kam ein Gebietsteil der Kreisstadt Winsen (Luhe) mit damals etwa 80 Einwohnern hinzu.[2]

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister in Stelle ist Uwe Sievers (parteilos). Er wurde 2011 zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Zudem ist die erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Tomm (CDU), die zweite stellv. Bürgermeisterin Elke von Ziegner (CDU).

Gemeinderat

Seit der letzten Kommunalwahl am 11. September 2011 weist der 28 Mitglieder umfassende Rat die folgende Sitzverteilung auf:

CDU: 10 Sitze
SPD: 7 Sitze
Bürgerinitiative Gemeinde Stelle (BIGS): 6 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen: 3 Sitze
FDP: 1 Sitz
Die Linke: 1 Sitz

Ratsvorsitzender ist Jürgen Neubauer (SPD),sein Vertreter Manfred Schukat (CDU).

Gemeindepartnerschaften

Stelle unterhält Partnerschaften mit dem französischen Plouzané (seit 1991) und mit Glenfield im Vereinigten Königreich (seit 1997). Die Organisation liegt bei zwei Arbeitskreisen. Außerdem bestehen enge Kontakte zu Bording in der dänischen Ikast-Brande Kommune und zu Notodden (Norwegen) mit häufigen gegenseitigen Besuchen, organisiert vom Partnerschaftsausschuss.

Kirche

Eigene evangelisch-lutherische Kirchengemeinden bestehen in Stelle, Ashausen und Fliegenberg.

In Stelle gab es 1861 Initiativen zur Bildung einer eigenen Kirchengemeinde, um nicht mehr den Weg nach Pattensen zum Gottesdienst machen zu müssen. 1866 kam es zur Bildung eines Kapellenvorstandes, der den Bau einer Kirche in die Wege leitete. Die dreischiffige neugotische Backsteinkirche St. Michael wurde im Jahre 1868 eingeweiht. Stelle gehörte weiterhin kirchengemeindlich zu Pattensen und wurde 1955 selbständige Kirchengemeinde. 1968 wurde das Kirchenschiff erweitert und erhielt einen Glockenturm. Vier Glocken läuten darin, nach je einem Stichwort ihrer Inschriften mit den Namen „Glaube“, „Liebe“, „Hoffnung“ und „Frieden“ versehen. Die drei Fenster des Chorraumes wurden 1930 mit Motiven für Weihnachten, Ostern und Pfingsten gestaltet.

Die Anfänge der heutigen Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) gehen auf das Jahr 1848 zurück. 1869 zählten sich 80 Personen zu ihr, als es zur Gründung einer zunächst unselbständigen Tochtergemeinde der Baptistengemeinde in Hamburg kam. 1890 wurde die erste eigene Kapelle errichtet; 1905 erlangte die Gemeinde die Selbständigkeit und stellte ihren ersten eigenen Pastor ein. Da die Gemeinde weiter wuchs, wurde 1914 eine neue Kapelle errichtet. Diese besteht grundsätzlich noch heute. 1997 kam es zu umfangreichen Erweiterungsarbeiten. Mit gegenwärtig rund 180 Mitgliedern gibt es Überlegungen zu weiteren räumlichen Erweiterungen.[3]

Sehenswürdigkeiten

Im historischen Ortszentrum ist die gewachsene Struktur des Ortes mit der evangelisch-lutherischen Kirche St. Michael (1868, Turm 1968), Schule (heute Bücherei bzw. Rathaus), Dorfkrug (Gasthaus) und Bauernhöfen (Menke, Schulten-Behr) noch grob abzulesen. Das alte Schulgebäude direkt neben der Kirche war später das Lehrer-Wohnhaus und beherbergt heute die Gemeindebücherei, das jüngere Schulgebäude ist heute das Rathaus.

Auf dem Hof Behr gibt es ein Privatmuseum zur Geschichte der Gemeinde Stelle.

In Stelle und Fliegenberg stehen ehemalige Wassertürme. Der Kiesturm in Ashausen erinnerte an einen wichtigen Arbeitgeber: das Kieswerk Steinhage. Er wurde 2011 von der Gemeinde zur Sprengung freigegeben – und leistete mehreren Versuchen Widerstand.

In Ashausen ist die Lindenstraße die alte Dorfstraße und das Zentrum des jährlich am 1. Sonntag im Juni stattfindenden Flohmarktes mit über 10 000 Besuchern. An ihrem westlichen Ende liegt Dat Ole Huus, das der Heimatverein Ashausen erhalten und renoviert hat.

Ferner gibt es im Buchwedel einen Waldlehrpfad und den in mehreren Teilen angelegten Hochzeitswald, der u. a. von der Straße „Am Osterfeld“ zugänglich ist. Das Steller Freibad ist ein Besuchermagnet.

Wirtschaft

Aufgrund der Nähe zur Großstadt Hamburg und der verkehrsgünstigen Lage gilt Stelle als Standort für Wirtschaftsunternehmen und ein Wohnort auf dem Land für ehemalige Hamburger. Die Bevölkerung hat in den letzten Jahrzehnten durch Zuzug zugenommen. Selbst im Hauptort gibt es noch einige produzierende Bauernhöfe, aus einem der Höfe des Ortsteils Rosenweide ist eine inzwischen europaweit tätige Firma für Salatanbau und -vertrieb entstanden. Stelle ist eine Station des metronom regional, der auf der Bahnstrecke Hannover–Hamburg ungefähr im Stundentakt zwischen Hamburg und Lüneburg verkehrt.

Sport

Der Turn- und Sportverein Stelle von 1907/19 e. V. wurde 1907 gegründet. Mit 2525 Mitgliedern (Stand 1. Januar 2006) ist er einer der größten Vereine im Landkreis Harburg. Abteilungen: Badminton, Faustball, Fußball, Ju Jutsu, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tennis (TC Stelle), Tischtennis, Turnen, Prellball, Rhönrad, Volleyball, Wandern.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Susanne Fülscher (* 1961), Autorin
  • Harald Maack (* 1955), Schauspieler – Notruf Hafenkante
  • Michael Staack (* 1959), Politologe und Hochschullehrer
  • Gerhard Rieckmann (1923–2007), Viehhändler, daneben Ortschronist, Heimatforscher, Förderer der plattdeutschen Sprache, Ratsmitglied, Träger des Bundesverdienstkreuzes

Weblinks

 Commons: Stelle (Landkreis Harburg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 228 und 240.
  3. http://www.efg-stelle.de/ueber-uns/history/ , Stand 2010, abgelesen am 19. April 2012.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Stelle (Landkreis Harburg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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