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Steinfeld (Pfalz)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche WeinstraßeVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Bad Bergzabern
Höhe: 152 m ü. NHN
Fläche: 14,88 km²
Einwohner: 1858 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76889
Vorwahl: 06340
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 076
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Königstraße 61
76887 Bad Bergzabern
Webpräsenz: www.steinfeld-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Marc Steinbrecher (CDU)
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Steinfeld (pfälz. Stääfeld) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße im Süden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an.

Geographie

Steinfeld liegt am Rande des Bienwalds im Süden der Pfalz nahe der französischen Grenze. Mit den Nachbargemeinden Schaidt, Kapsweyer und Schweighofen bildet die Gemeinde Steinfeld den sogenannten „Viehstrich“. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Niederotterbach, Vollmersweiler, Wörth am Rhein (Stadtteil Schaidt), Scheibenhardt, Salmbach (F), Wissembourg (F) und Kapsweyer.

Zu Steinfeld gehören die Ortsteile Kleinsteinfeld und Bahnhof Schaidt sowie der unmittelbar an der Grenze zu Frankreich liegende Wohnplatz Bienwaldziegelhütte.[2]

Geschichte

In einer Urkunde vom 4. April 1250 wurde Steinfeld erstmals erwähnt.

Ab 1938 entstanden in und bei Steinfeld über 100 Anlagen des Westwalls, darunter Bunker, Höckerlinien, Panzergräben und Stacheldrahthindernisse. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Bewohner Steinfelds nach Lichtenfels in Oberfranken evakuiert, da der Ort in der sogenannten „Roten Zone“ unmittelbar an der Grenze zu Frankreich lag. Im Gegensatz zu den Nachbarorten, deren Bewohner im Juli 1940 zurückkehren konnten, blieb Steinfeld bis zum Sommer 1942 geräumt, da der Ort vom Gauleiter Josef Bürckel zur „Neuordnungsgemeinde“ erklärt worden war. Nach den Vorstellungen der Nationalsozialisten sollte am Westwall ein „Musterdorf“ entstehen. Ein Drittel der Häuser Steinfelds wurden abgerissen; die geplanten Neubauten unterblieben kriegsbedingt, so dass viele Bewohner obdachlos wurden. Bei Kriegsende wurde Steinfeld erneut evakuiert. Bei Kämpfen zwischen deutschen und amerikanischen Truppen wurden 90 % der Häuser beschädigt oder zerstört.[3]

Im Jahre 2000 wurde die 750-Jahr-Feier abgehalten.

Religion

Ende des Jahres 2013 waren 64,2 Prozent der Einwohner katholisch und 16,3 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Steinfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 9 16 Sitze
2009 7 7 2 16 Sitze
2004 7 6 3 16 Sitze

Bürgermeister

  • 1793–1795 Jakob Stümpf
  • 1796–1797 Mathes Gast
  • 1797–1800 Georg Charré (auch Scharre)
  • 1800–1812 Mathes Nist
  • 1812–1815 Johann Adam Bast
  • 1815–1819 Johann Andreas Boxleydner (Schullehrer)
  • 1819–1835 Wendel Kornmann
  • 1835–1848 Georg Heinrich
  • 1848–1857 Cornelius Labbe
  • 1857–1868 Bernhard Schuler
  • 1868–1875 Philip Kuntz
  • 1875–1885 Jakob Wilhelm
  • 1885–1895 Kaspar Paul
  • 1895–1900 Martin Vogel
  • 1900–1905 Georg Vogel
  • 1905–1920 Martin Vogel II
  • 1920–1932 Franz Kuntz (Unterbrechung vom 18. Januar bis 1. März 1924)
  • 1932–1938 Cornelius, Bast
  • 1938–1945 Fritz Kirch (Bürgermeisterei)
  • 1945–Kriegsende Fritz Henninger (komm.)
  • 1945–1946 Cornelius Bast
  • 1946–1970 Ludwig Wißmeier, CDU
  • 1970–1989 Willi Gerdon, CDU
  • 1989–1994 Kurt Beck, SPD
  • 1994–2014 Marie Thérèse Müller, SPD
  • seit 2014 Marc Steinbrecher, CDU

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Blau ein mit einem roten Schlüssel mit abwärts gekehrtem Bart belegter goldener Schrägbalken, beseitet oben links von einem quadratischen facettierten silbernen Stein, unten rechts von einem schwebenden gleichschenkligen silbernen Kreuz“.

Es wurde 1983 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Der Stein geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1754. Das Kreuz erinnert an das Hochstift Speyer und der Schlüssel an das Kloster Weißenburg.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Alljährlich findet am ersten Juliwochenende das Heidelbeerernte- und Musikfest statt. Dabei wird eine Heidelbeerprinzessin gekrönt.
  • Seit 2007 besteht hier der erste Teil des Westwall-Wanderweges. Dieser führt an ehemaligen Panzergräben entlang. Er wurde vom 2003 gegründeten Verein zum Erhalt der Westwall-Anlagen errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Steinfeld liegt an der Eisenbahnstrecke Bahnstrecke Winden–Bad Bergzabern und ist in den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) sowie in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden. Die Eisenbahnstrecke ist Teil der Maximiliansbahn. Am Haltepunkt Steinfeld halten stündlich Regionalbahnen nach Weißenburg und Neustadt an der Weinstraße (über Winden und Landau).

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Steinfeld (Pfalz)  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 101 (PDF; 2,16 MB)
  3. Informationstafel Steinfeld des Westwallwegs, abgedruckt in: Karola Fings, Frank Möller (Hrsg.): Zukunftsprojekt Westwall. Wege zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Überresten der NS-Anlage. Liebe, Weilerswist 2008, ISBN 978-3-941037-05-2, S. 105.
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Steinfeld (Pfalz) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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