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Steinfeld (Oldenburg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: VechtaVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 47 m ü. NHN
Fläche: 60 km²
Einwohner: 9736 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49439
Vorwahl: 05492
Kfz-Kennzeichen: VEC
Gemeindeschlüssel: 03 4 60 008
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathausplatz 13
49439 Steinfeld
Webpräsenz: www.steinfeld.de
Bürgermeisterin: Manuela Honkomp (parteilos)
}

Steinfeld (Oldenburg) ist eine Gemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen, die für Reitsport auch über die Regionalgrenzen hinaus bekannt ist.

Geographie

Geographische Lage

Steinfeld liegt im Oldenburger Münsterland zwischen Osnabrück und Bremen. Über die Ausläufer der Dammer Berge, die Steinfeld von Süden nach Norden durchziehen, verläuft die Wasserscheide zwischen der Hase und damit der Ems sowie der Hunte und damit der Weser. Im Südosten geht der Höhenzug in die Dümmerniederung über. Im Nordosten Steinfelds liegt das Steinfelder Moor, ein großes zusammenhängendes Naturschutzgebiet, das im Norden bis nach Kroge-Ehrendorf reicht. Zu den direkten Nachbargemeinden und Städten zählen Damme, Holdorf, Lohne und Diepholz.

Gemeindegliederung

Steinfeld ist in mehrere Ortsteile gegliedert:

  • Brokamp-Wieferich
  • Ondrup
  • Holthausen
  • Düpe
  • Baring
  • Harpendorf
  • Lehmden
  • Schemde
  • Steinfeld-Süd
  • Steinfeld-Mitte
  • Mühlen

Klima

Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Steinfeld 8,5° - 9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20-25 Sommertagen[2] gerechnet werden.

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Steinfeld besteht aus 22 Ratsfrauen und Ratsherren. Die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 9.001 und 10.000 Einwohnern beträgt normalerweise 24 Ratsmitglieder.[3] Auf Beschluss des Gemeinderates wurde diese Zahl um zwei Ratsmitglieder reduziert.[4] Die 22 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem die hauptamtliche Bürgermeisterin Manuela Honkomp.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:

Bürgermeister

Die parteilose Kandidatin Manuela Honkomp gewann am 24. September 2006 die Stichwahl gegen den CDU - Herausforderer Udo Koschate mit 54,79 % der abgegebenen Wählerstimmen. Damit ist Manuela Honkomp die erste hauptamtliche Bürgermeisterin im Landkreis Vechta. Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde sie mit 73,17 % gegen zwei Gegenkandidaten wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,59 %.[5] Honkomp trat ihre weitere Amtszeit am 1. November 2014 an.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Steinfeld zeigt:

  • 1. Feld, oben links (heraldisch rechts): das alte Grafenwappen (2 rote Balken auf gelbem Grund).
  • 2. Feld, oben rechts (heraldisch links): der heilige Johannes der Täufer, der Schutzpatron der Kirche zu Steinfeld, hinter seinem Haupte liegt das Schwert als Zeichen des Märtyrertodes.
  • 3. Feld, unten links (heraldisch rechts): fünf stilisierte Steine zum Anklang an den Namen Steinfeld, im farbigen Wappenschild werden die weißen Steine auf grünem Grund stehen.
  • 4. Feld, unten rechts (heraldisch links): Delmenhorster Kreuz (gelb auf blauem Grund).

Die Felder 2 und 3 enthalten die Besonderheiten der Gemeinde Steinfeld (Oldb), die Felder 1 und 4 deuten auf die Zugehörigkeit zum früheren Großherzogtum Oldenburg hin.

Städtepartnerschaften

Eine Städtepartnerschaft besteht mit der polnischen Stadt Jastrowie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Jahr 2004 wurde die Aktion „Pferdestraße Steinfeld“ initiiert: 75 bunt bemalte Pferdemodelle wiesen auf die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Steinfeld hin. 14 Pferde gehörten im Jahr 2006 zum Kulturprogramm der Fußballweltmeisterschaft in der Stadt Hannover. Zehn Modelle, die mit den Trikots der in Hannover spielenden Fußball-Nationalmannschaften bemalt waren, standen 2007 beim Dicken Stein in Steinfeld. Heute sind im gesamten Gemeindegebiet verstreut, teilweise aber auch in den Nachbargemeinden Steinfelds, einzelne Modelle der „Pferdestraße“ zu finden.

Museen

Parks

Im Süden des Gemeindegebietes erstrecken sich die „Dammer Berge“. Die von der Natur reich gesegnete Landschaft gehört zu den schönsten im Oldenburger Münsterland. In diesem waldreichen Gebiet mit seinen kilometerlangen Wanderwegen findet man Ruhe und Erholung. Das Erholungszentrum „Schemder Bergmark“ bietet weitere Freizeitmöglichkeiten.

Brauerei

Steinfeld besaß von Ende 2007 bis Ende 2012 seine eigene Brauerei, in der das Bier „Lüken Topp“ gebraut wurde.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu Silvester findet jedes Jahr der Silvesterlauf in Mühlen statt.

Am ersten Wochenende im Juli findet das dreitägige Steinfelder Schützenfest statt, dessen Höhepunkt die Proklamation des neuen Königs am Montagabend gegen 19 Uhr ist. Ca. 1.000 Schützen beteiligen sich an den Umzügen.

Verkehr

Steinfeld liegt in Nähe der Bundesautobahn A 1, Anschlussstelle Holdorf, und der Bundesstraße B 214. Des Weiteren verläuft die Bahnstrecke Delmenhorst–Hesepe durch Steinfeld. Die Züge der NordWestBahn fahren im Stundentakt als RB 58 von Osnabrück nach Bremen. Steinfeld ist aufgrund der Verkehrslage und der guten Infrastruktur von einer hohen Nachfrage nach Gewerbe- und Industrieflächen geprägt. Die letzten Jahrzehnte waren von einer intensiven Arbeitsstättenentwicklung und -ansiedlung gekennzeichnet.

Wirtschaft

Steinfeld liegt im südlichen Oldenburger Münsterland, welches sich in den 1990er Jahren zur Boomregion Niedersachsens entwickelt hat. Seit 1994 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 62 %, die Dienstleistungswertschöpfung um 63 %. Der Industrieumsatz stieg seit 1997 um 48 % auf 6,5 Milliarden Euro, der Exportumsatz um 137 %.

Die Arbeitslosenquote im Oldenburger Münsterland von gut 3,5 % (Steinfeld ca. 4 %) gehört zu einer der niedrigsten, die Eigenheimquote von über 80 % zu einer der höchsten in Deutschland. Ebenfalls ist die Dichte der Einfamilienhäuser einer der höchsten in der ganzen Bundesrepublik.

Die Gesamtfläche aller Industrie- und Gewerbeflächen in Steinfeld umfasst ca. 100 ha. Die Gemeinde ist ländlich geprägt, wodurch der Agrarwirtschaft besondere Aufmerksamkeit zu kommt. In Steinfeld sitzen diverse Schlachtereien. Die kunststoffverarbeitende Industrie ist im gesamten Gemeindegebiet durch mittelständische und internationale Firmen vertreten.

Medien

  • Zeitschrift des Sportvereins "Falken-Echo"

Bildung

In der Gemeinde gibt es

  • vier Kindergärten
  • zwei Grundschulen,
  • eine Hauptschule und
  • eine Realschule.

Bauwerke

  • 134 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG bei 52°33'30"N 8°12'38"E
  • Militärischer Fernmeldeturm auf dem Signalberg bei 52°33'10"N 8°12'56"E
  • Kath. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (St. Johannes Baptist), 1897–1899 (Architekt: Wilhelm Rincklake, Münster; Bauausführung: August Rincklake, Münster; Farbglasfenster-Zyklus aus der Glasmalereiwerkstatt Dr. Heinrich Oidtmann, Linnich).[6]
  • Evangelische Pfarrkirche Auferstehungskirche
  • Wassermühle Pöhlking[7]
  • Wassermühle Schemde[8]
  • Wassermühle Meyer in Mühlen[9]

Tourismus-Routen

Durch das Gebiet von Steinfeld verlaufen die FerienstraßenBoxenstopp-Route[10][11] und „Niedersächsische Mühlenstraße“.[12] Durch Steinfeld verläuft ebenfalls der Pickerweg, der zum Netz der Jakobswege gehört. Dadurch ist der Pickerweg Teil der ältesten europäischen Kulturstraße.[13]

Religion

Die Bevölkerung der Gemeinde ist überwiegend katholisch. In der Gemeinde befinden sich die katholische Pfarrkirche St. Johannes und die evangelische Auferstehungskirche. In der Ortschaft Mühlen befindet sich die katholische St. Bonaventura Kirche.

Schützenverein

Neben anderen Kulturvereinen gibt es in Steinfeld drei Schützenvereine(Schützenverein Steinfeld von 1845 e.V., Schützenverein Mühlen von 1919 e.V. und der Schützenverein Harpendorf-Düpe von 1965 e.V.). Der Schützenverein Steinfeld von 1845 e. V. feiert sein jährlich stattfindendes traditionelles Schützenfest am 1. Sonntag im Juli.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten , abgerufen am 30. August 2014.
  4. Satzung zur Verringerung der Zahl der Ratsmitglieder , abgerufen am 31. August 2014
  5. Steinfeld: Bürgermeisterwahl 2014 – Vorläufiges Gesamtergebnis Bürgermeisterwahl 2014 25.05.2014 , abgerufen am 31. August 2014
  6. St. Johannes der Täufer. Glasmalereien des Historismus. Steinfeld in Oldenburg. Festschrift Hundert Jahre Katholische Pfarrkirche Steinfeld 16. November 1899-16. Nov. 1999, Hrsg.: Franz Ortmann, Druckhaus Friedr. Schmücker, Löningen 1999, ISBN 3-9806575-2-3.
  7. Arbeitsgruppe Mühlenstraße in der Mühlenvereinigung Niedersachsen - Bremen e.V.: Wassermühle Pöhlking, Steinfeld
  8. Arbeitsgruppe Mühlenstraße in der Mühlenvereinigung Niedersachsen - Bremen e.V.: Wassermühle Schemde/Steinfeld
  9. Arbeitsgruppe Mühlenstraße in der Mühlenvereinigung Niedersachsen - Bremen e.V.: Wassermühle Meyer in Mühlen/Steinfeld
  10. Karte der Boxenstopp-Route auf archive.org (2,2 MB PDF) (Memento vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive), abgerufen am 18. Oktober 2013
  11. Steinfelder Stationen der Boxenstopp-Route http://www.boxenstopp-route.de/index.php?pageId=3&treg=2&preg=21
  12. Karte der Mühlen im Landkreis Vechta http://www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de/index.php?id=322
  13. Karte der Jakobswege http://www.via-regia.org/kulturstrasse/karte.php

Weblinks

 Commons: Steinfeld (Oldenburg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Vechta | Steinfeld (Oldenburg) | Gemeinde in Niedersachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Steinfeld (Oldenburg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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