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Steinbeck (Buchholz in der Nordheide)


Steinbeck
Einwohner: 5116 (4. Mrz. 2008)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 21244
Vorwahl: 04181

Steinbeck ist ein Ortsteil der Stadt Buchholz in der Nordheide im Norden Niedersachsens (Deutschland) bei Hamburg. Seit 1972 ist die ehemals selbstständige Gemeinde Steinbeck/Meilsen eine Ortschaft der Stadt Buchholz.

Geographie

Steinbeck liegt in der nördlichen Lüneburger Heide. Durch Steinbeck fließt der kleine Steinbach. Die Ortschaft Steinbeck liegt an der B 75.

Gemeindegliederung

Die Ortschaft Steinbeck besteht wiederum aus zwei Ortsteilen:

  • Ortsteil Steinbeck
  • Ortsteil Meilsen.

Geschichte

Herkunft des Namens „Steinbeck“

Der Bezeichnung Steinbeck leitet sich aus den Worten „viele Steine“ und ein Bach (altsächsisch: biki, beke) ab.[1]

Die Steine

Durch gewaltigen Eismassen aus Skandinavien wurden während der Eiszeit extrem viele Steine nach Steinbeck „transportiert“. Vor mehr als 4000 Jahren kamen dann aus dem Gebiet der heutigen Türkei die ersten Siedlergruppen nach Steinbeck. Mit den in Steinbeck vorgefundenen Steinen bauten die ersten Steinbecker ein Großsteingrab für ihre Verstorbenen. Die Grabstelle verlief quer über die heutige B75 und war 64 m lang und 4 m breit. Unbelegte Überlieferungen nach haben während der Hamburger Franzosenzeit die Truppen von Napoleon I. das Grab für den Bau einer Straße (der heutigen B75) zerstört. Von der ehemaligen Grabstätte sind daher nur noch wenige Steine vorhanden. Man findet die Überreste noch auf dem Weg zum Stuvenwald am Schlosshof an der Wenzendorfer Straße.

Der Bach

Der Steinbach entspringt in Meilsen. Dieses kleine Gewässer ist älter als die Elbe und entstand während der Eiszeiten.

Steinbecker Geschichte

Die Steinbecker Geschichte ist vermutlich eng mit Karl dem Großen verbunden, der die seinerzeit hier lebenden Sachsen um das Jahr 804 nach Westen vertrieben hat.

Bedeutung im Zweiten Weltkrieg

Das Steinbecker GasthausZur Eiche“ und das Steinbecker HotelHoheluft“ spielten zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine besondere Rolle in der Geschichte Hamburgs: Im Gasthaus „Hoheluft“ fanden am 29. April 1945 Verhandlungen zwischen den Alliierten und den Deutschen statt, die dazu führten, dass am Ende des Zweiten Weltkrieges die Stadt Hamburg kampflos an die Briten übergeben werden konnte. Der damalige Verhandlungstisch kann noch heute im Gasthaus „Hoheluft“ besichtigt werden.

Gebietsreform und weitere Entwicklung

Seit 1865 gehören die Dörfer Steinbeck und Meilsen als Gemeinde Steinbeck zusammen. Diese wurde am 1. Juli 1972 in die Stadt Buchholz in der Nordheide eingegliedert.[2] Seitdem bilden Steinbeck und Meilsen einen Ortsteil dieser Stadt.[3] In den 1980er Jahren wurde in Steinbeck die Entscheidungen getroffen, an der Bundesstraße 75 das erste Gewerbegebiet der Stadt Buchholz i.d. Nordheide zu gründen.

Wappen

In der Steinbecker Politik und in Teilen der Bevölkerung bestand lange Zeit der Wunsch, ein eigenes Wappen zu erstellen.[4] Die Niedersächsische Gemeindeordnung (NGO) ließ dieses jedoch nicht zu. Nur ehemalige Gemeinden, so wie die anderen Buchholzer Ortschaften, die bereits über ein eigenes Wappen verfügten, durften ihr Wappen weiterhin benutzen. Steinbeck und Meilsen haben jedoch nie über ein eigenes Wappen verfügt. Nach einer Änderung der NGO und zwischenzeitlichen Ersetzung durch das NKomVG ist es Steinbeck aber möglich, ein eigenes Wappen zu benutzen. Daher wurde die Hamburger Grafikerin Franka Spieth beauftragt, für Steinbeck und Meilsen ein modernes Wappen zu entwickeln.

Politik

Wahl zum Ortsrat der Ortschaft Steinbeck 2011
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
22,5 %
16,9 %
11,9 %
4,7 %
0,1 %
BuLi
Sonst.
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Steinbeck verfügt über einen Ortsrat. Dieser wird zu allen wesentlichen Veränderungen in der Ortschaft gehört, und in einigen Fällen befindet er selbstständig. Die Ortschaft hat einen eigenen Etat, über den der Ortsrat allein entscheidet.

Der Ortsrat besteht derzeit aus 11 Mitgliedern und folgenden Gruppen und Fraktionen (Stand: November 2011): Die CDU (5 Mitglieder) hat zusammen mit der FDP (1 Mitglied) eine Gruppe gebildet. Die Buchholzer Liste (BuLi) (1 Mitglied) hat zusammen mit dem Bündnis 90/Die Grünen (2 Mitglieder) eine Gruppe gebildet. Die SPD (2 Mitglieder) ist eine Fraktion.

Ortsbürgermeister ist Kurt Hölzer (CDU), stellvertretender Ortsbürgermeister ist Wilhelm Pape (FDP).

Die Wahlperiode beträgt regelmäßig fünf Jahre und dauert somit bis 2016.

Wirtschaft

Die Stadt Buchholz, zu der Steinbeck gehört, verfügt über drei große Gewerbegebiete. Das Gewerbegebiet I „Vaenser Heide“ ist das älteste und größte und liegt innerhalb des Ortsteils Steinbeck. Das Gewerbegebiet ist vor allem durch Einzelhandelsbetriebe, wie Möbel Kraft, Media Markt, Famila und Obi, geprägt. Außerdem bekannt ist das Sportbekleidungsunternehmen killtec Sport- und Freizeit. Direkt an das Steinbecker Gewerbegebiet grenzt das Gewerbegebiet II an, es befindet sich allerdings außerhalb des Ortsteils Steinbeck.

Kultur und Bildung

Steinbeck verfügt über einen Kindergarten und eine Grundschule samt Turnhalle. Außerhalb der Schulzeiten wird diese Turnhalle den in Steinbeck ansässigen Sportvereinen, dem „TSC Steinbeck-Meilsen“ und der Damenturngruppe „Steinbecker Steifböcke“ genutzt.

Die Turnhalle und das Gelände der Grundschule werden neben ihrer eigentlichen Zweckbestimmung als Sportstätte auch als Veranstaltungsort genutzt, z. B. für das alljährliche „Steinbecker Dorffest“. Auf dem Grundstück der Grundschule findet sich außerdem die so genannte „Köhlerhütte“, ein Pavillon mit einem Grillplatz, der für jedermann zugänglich ist.[5] Einmal jährlich findet das Steinbecker Dorffest in und an der Grundschule statt.

Im Jahre 1982 wurde in Steinbeck die Niederdeutsche Bühne Buchholz „De Steenbeeker“ gegründet, wo Veranstaltungen in der plattdeutschen Mundart abgehalten werden.[6]

Geschichte der Grundschule

Die in Steinbeck ansässige Grundschule besteht mittlerweile über 50 Jahre; sie wurde am 15. Januar 1958 eingeweiht. Zur Geschichte dieser Schule sind nur noch wenige Details belegt.

Vor Gründung dieser Grundschule mussten die Steinbecker über einige Jahrhunderte hin die Schulen in Buchholz besuchen; die Schüler aus Meilsen mussten die Schule in Trelde besuchen. 1898 wurde in Steinbeck eine provisorische Schule gegründet: so wurden im Hause von Sneers die große Gaststube ausgeräumt und als provisorischer Klassenraum hergerichtet. Einige Monate später beschloss der Schulvorstand den Neubau eines eigenen Schulgebäudes in Steinbeck. Das Grundstück dafür wurde von Georg Frommann erworben; es grenzte direkt nördlich an dessen Hoffläche. 1901 wurde der Neubau feierlich eingeweiht, und der Schulbetrieb begann bis zur Einweihung der neuen Schule auf dem Kattenberge im Januar 1958.

Sport und Freizeit

Vereine

In Steinbeck bestehen folgende Sportvereine:

  • TSC Steinbeck-Meilsen 88 e.V. – Außer Tischtennis bietet dieser Verein auch „Turnen für Mutter und Kind“.
  • Steinbecker Steifböcke von 1971 e.V. – Dieser Verein ist ein reiner Damenturnverein.
  • Buchholzer Fußball Club e.V. – ein Jugendfußballclub aus Steinbeck
  • ComputerKreis Steinbeck e.V. – Der Verein unterrichtet ältere Mitmenschen beim Umgang mit dem Computer und „was sonst noch dazu gehört“.

Radwanderwege

Durch Steinbeck führen sowohl der Europäische Fernwanderweg, als auch der Leine-Heide-Radweg.[7]

Literatur

  • Kurt Hölzer: Steinbeck und Meilsen am Stuvenwald: Billers ut de Tiden. Hrsg. v. Geschichts- und Museumsverein Buchholz und Umgebung, 1985

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. hierzu wie im Folgenden zur Geschichte Steinbecks: www.buchholz-steinbeck.de .
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229.
  3. Zur Gebietsreform vgl. Blazek, Matthias: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  4. Vgl. zu den Ausführungen bezüglich des Wappens Steinbecks insgesamt: www.buchholz-steinbeck.de .
  5. www.buchholz-steinbeck.de .
  6. www.steenbeeker.de .
  7. www.buchholz-steinbeck.de .

Kategorien: Ort im Landkreis Harburg | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Harburg) | Buchholz in der Nordheide

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Steinbeck (Buchholz in der Nordheide) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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