Steinbach (Baden-Baden) - LinkFang.de





Steinbach (Baden-Baden)


Steinbach
Höhe: 142 m ü. NN
Fläche: 11,81 km²
Einwohner: 4064 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 344 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 76534
Vorwahl: 07223

Steinbach ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Baden-Baden und hat 4.054 Einwohner. Im Jahr 1070 wurde es erstmals urkundlich im Codex Hirsaugensis erwähnt. Am 23. August 1258 verlieh König Richard von Cornwall auf Bitten des Markgrafen Rudolf I. von Baden dem Ort Steinbach Stadtrechte nach dem Vorbild Freiburgs. Etwa ab dem Jahr 1300 wurde eine Stadtmauer errichtet, die ein Quadrat mit einer Fläche von rund eineinhalb Hektar umschloss. Sie hatte zwei Tore: das südlich gelegene Bühler Tor mit einem Gefängnis im zweiten Stock und das nördliche Badener Tor.[1]

Steinbach war 1628–1631 von Hexenverfolgung betroffen. 22 Menschen gerieten in einen Hexenprozess, von denen mindestens 13 nicht überlebten. Die letzte Hinrichtung fand 1631 statt: Maria, Jakob Kiefers Frau.[2]

Steinbach mit seinem Ortsteil Umweg und die übrigen sogenannten Reblandgemeinden Varnhalt und Neuweier gehören seit 1972 zu Baden-Baden. Während Varnhalt und Neuweier und der Ortsteil Umweg sich noch in der Bergzone befinden, liegt Steinbach westlich Neuweiers in der Rheinebene.

Alle drei Weindörfer befinden sich am so genannten Ortenauer Weinpfad (Markierung: Rote Raute mit blauer Traube auf weißem Grund), der von Baden-Baden bis Offenburg reicht.

Die von den drei Gemeinden bebaute Rebfläche gehört mit ihren 325 ha zu den größten geschlossenen Weinanbaugebieten Deutschlands. Der Ort Steinbach mit Umweg, sowie Varnhalt und Neuweier besitzen als die einzigen Orte in Deutschland außerhalb Frankens das Recht, ihren Wein in sogenannten Bocksbeuteln abzufüllen. Im 18. Jahrhundert haben die Orte dieses Recht vom Würzburger Bischof verliehen bekommen.

Sehenswürdigkeiten

Beim Spaziergang durchs „Städtl“ trifft man auf Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und auf die katholische Kirche St. Jakobus, in der Kunstwerke aus dem 15. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert zu bewundern sind, sowie auf die renommierte Südbadische Sportschule.

Oberhalb des Friedhofs findet man ein Standbild Erwins von Steinbach, der als Baumeister an der Errichtung des Straßburger Münsters mitgewirkt hat, und in Straßburg 1318 gestorben ist. An der St.-Jakobus-Kirche befindet sich die Grabplatte des Ritters Georg von Bach († 1415), markgräflich badischer Hofmeister. Nach ihm ist die Ritter-von-Bach-Straße benannt.[3]

Das Reblandmuseum Steinbach beherbergt eine heimatgeschichtliche Sammlung und ist im ehemaligen barocken Amtshaus untergebracht. Ausgestellt sind u.a. historische Ortsansichten, eine Bildergalerie der Markgrafen, Modelle historischer Bauwerke, Funde aus der Lehmgrube Hettler, das Uhrwerk des Kirchturms, Fotografien zur Vereinsgeschichte sowie Arbeitsgeräte für Landwirtschaft und Weinbau.

Am ersten Wochenende im Juni veranstalten die ansässigen Steinbacher Vereine die Mittelalterlichen Winzertage.

Das Wahrzeichen von Steinbach ist die Yburg.

Ansässige Firmen

  • Lehnhoff Hartstahl GmbH & Co. KG (Marktführer als Hydraulikbagger-Ausrüster, seit 1960 Firmensitz in Steinbach)
  • Schöck Bauteile GmbH (Fertigbauteilehersteller für die Bereiche Wärmedämmung, Trittschallschutz und Bewehrungstechnik, größter Arbeitgeber in Steinbach, seit 1968 Firmensitz in Steinbach)

Vereine

Sowohl der Musikverein „Stadtkapelle Steinbach“ als auch der SR Yburg Steinbach haben zahlreiche Mitglieder und eine lange Tradition. Vor allem durch die Leichtathleten und die Handballer dieses Sportvereins wird der Name des Ortes über die Region hinaus bekannt gemacht.

Weblinks

 Commons: Steinbach (Baden-Baden)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Roland Seiter, Chronik der Stadt Steinbach. 2008. Seite 5–8
  2. Martin Burkart: Hexen und Hexenprozesse in Baden. Selbstverlag, Durmersheim 2009, S. 308–389
  3. Webseite zur Geschichte der Bachschloßschule Bühl, mit eigenem Kapitel zum Adelsgeschlecht von Bach und Abbildung der Grabplatte

Kategorien: Stadtteil von Baden-Baden | Ehemalige Gemeinde (Baden-Baden)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Steinbach (Baden-Baden) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.