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Steinach (Niederbayern)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-BogenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 348 m ü. NHN
Fläche: 23,08 km²
Einwohner: 3109 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94377
Vorwahl: 09428
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 190
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Sportzentrum 1
94377 Steinach
Webpräsenz: www.steinach.eu
Bürgermeister: Karl Mühlbauer (CWG)
}

Steinach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geografie

Geografische Lage

Steinach liegt nördlich des Gäubodens am Fuße des Bayerischen Waldes. Der Steinachbach fließt durch den Ort, die A 3, die B 20 und die Staatsstraße 2140 verlaufen in der Nähe.

Gemeindegliederung

Steinach hat 17 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Agendorf, Münster und Steinach.

Nachbargemeinden

Geschichte

Erste Spuren menschlicher Besiedelung fanden sich am Buchberg beim Ortsteil Münster in einer Höhle, die bereits um 50.000 v. Chr. von Neandertalern benutzt wurde. Der Siedlungsname ist erstmals 934 als Steina (steiniges Wasser, Fluss) im Cartular des Klosters Ebersberg beurkundet. Über Steinaha, Stainaha und Stainach wurde daraus 1452 Steinach.

Es gibt Hinweise, dass im Gebiet der Gemeinde im 8. Jahrhundert ein Kloster gegründet wurde, welches allerdings im 10. Jahrhundert zerstört wurde. Die historisch belegte Neugründung eines Kollegiatstifts (Kloster Pfaffenmünster) erfolgte am Anfang des 12. Jahrhunderts; dieses Kloster wurde im Jahre 1803 aufgelöst.

Nach dem 1324 niedergeschriebenen Salbuch des Augsburger Domkapitels war Steinach das Zentrum der nördlich der Donau gelegenen Propsteigüter. Im 15. Jahrhundert wurde Steinach beim Landgericht Mitterfels geführt, im 16. Jahrhundert beim Landgericht Straubing.

Adelige Burg- und Schlossbesitzer übten in der Hofmark Steinach die niedere Gerichtsbarkeit über die hörigen Bauern aus. 1549 errichtete die damalige Herrschaftsinhaberin und Ritterswitwe Anna von der Wart aus den Bruchsteinen der alten Burg das heutige Herrenhaus. Von den zahlreichen Adelsgeschlechtern waren vor allem die Steinacher, die Rainer, die Warter von der Wart, die Hundt von Sulzemoos, die Herwart von Hohenburg und die Berchem von Königsfeld bedeutsam.

Große Umgestaltungen im Schlossgut fanden unter August von Schmieder zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt, der das prunkvolle neue Schloss erbauen ließ. Es kam 1939 in den Besitz des Unternehmens Reichsautobahnen, beherbergte seit 1941 Teile der NSDAP-Reichsleitung unter Reichsleiter Martin Bormann und wurde kurz vor Kriegsende am 23. April 1945 von der SS in Brand gesteckt, um geheimes Aktenmaterial zu vernichten.

Das alte Schloss wurde Mitte der 1980er Jahre durch den Bauunternehmer Lindbüchl in ein Jagd- und Schlosshotel umgestaltet. Bald darauf erfolgte der Umbau in eine Reha-Klinik, die jedoch nach einigen erfolgreichen Jahren den Betrieb einstellen musste.

Eingemeindungen

Im Jahr 1956 kamen von Agendorf der Ortsteil Sackhof und von der Gemeinde Münster der Ortsteil Berghof zur Gemeinde Steinach. Am 1. Juli 1974 wurde der größere Teil der aufgelösten Gemeinde Agendorf (außer Muckenwinkling und Trudendorf) eingegliedert. Zum 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Münster eingemeindet.[3]

Religionen

Sitz der katholischen Pfarrei St. Michael im Dekanat Pondorf-Bogenberg der Diözese Regensburg.[4]

Politik

Gemeinderat

  • Christliche Wählergemeinschaft (CWG) 9 Sitze
  • CSU 6 Sitze

Bürgermeister

  • 1. Karl Mühlbauer, CWG
  • 2. Hans Agsteiner, CWG
  • 3. Christine Hammerschick, CWG

Wappen

Blasonierung: Eine gesenkte, eingeschweifte grüne Spitze, darin eine goldene heraldische Lilie gespalten. Vorne in Blau zwei silberne Schrägbalken, hinten in Silber ein rotes Balkenkreuz. Das Wappen wird seit 1981 geführt.

Die zwei silbernen Schrägbalken auf blauem Grund sind dem Wappen der Ritter von Steinach entnommen. Das rote Kreuz entstammt dem Wappen des Kollegiatstifts St. Tiburtius aus der ehemaligen Gemeinde Münster. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Agendorf hatte das Augsburger Domkapitel großen Besitz, es war auch im Gebiet der Gemeinde Steinach reich begütert. Daran erinnert die goldene Lilie. Die Feldfarbe Grün verweist auf die Steinacher Grünland-Saatzucht und auf die Lage des Gemeindegebietes zwischen Bayerischer Wald und Donauebene.

Gemeindepartnerschaften

Verkehr

Lage direkt im Schnellstraßen-Kreuz der Bundesautobahn 3 und der Bundesstraße 20

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bildungseinrichtungen

  • Josef-Schlicht-Grundschule
  • Kinderhaus St. Ursula

Öffentliche Einrichtungen

  • Gemeindebücherei in der alten Schule
  • Sportgelände

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Michael in Steinach. Die spätgotische Anlage wurde um 1750 barock verändert und im 20. Jahrhundert erweitert. Der Innenraum erhielt 1972/1973 eine Neugestaltung.
  • Altes Schloss, erbaut 1549.
  • Neues Schloss, 1902 bis 1908 durch Gabriel von Seidl erbaut, während des Zweiten Weltkriegs größtenteils zerstört.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Steinach (Niederbayern)

Musik

  • Singbergmusikanten
  • Singkreis Steinach
  • Renner Ensemble

Sport

  • ASV Steinach
  • Billard Club Wolferszell
  • EC Steinach Münster
  • TC Steinach
  • Vorwaldschützen Steinach
  • Wanderfreunde Weiß-Blau
  • Volleyball Wilde Wespen Steinach
  • Wurftaubenschützen Donau-Wald

Persönlichkeiten

  • Josef Schlicht (* 18. März 1832; † 18. April 1917) Schlossbenefiziat in Steinach von 1871 bis 18. April 1917, Schriftsteller und Chronist des bäuerlichen Lebens (bayerischer Volkskundler)

Weblinks

 Commons: Steinach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/202020&attr=OBJ&val=857
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 631 und 632.
  4. Homepage Pfarrei Steinach

Kategorien: Ort im Landkreis Straubing-Bogen | Steinach (Niederbayern) | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Steinach (Niederbayern) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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