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Stefan Lindl


Stefan Lindl (* 7. Juni 1969 in München) ist ein deutscher Essayist und Publizist.

Biografie

Lindl studierte Neuere Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Ergebnisse seiner philosophischen und geschichtstheoretischen Studien verarbeitete er in seiner Dissertation Klischee und Klio. Über das Konstruieren der Geschichte. Repräsentationsanalysen des kommunikativen und kulturellen Gedächtnisses, die er bei Marita Krauss an der LMU München begann und im Jahr 2002 an der Universität Bremen mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss.

Er entwickelte eine Theorie des Gestaltens, aus der er die Repräsentationsanalytische Maieutik ableitete (Passagen Verlag, Wien). 2008 gründete er zusammen mit Harry Flosser den Think Tank DENKTUR.

Heute lebt Lindl in Augsburg. Er lehrt und forscht an der Universität Augsburg. Seine Themen sind Authentizitätsforschung, Theorie der Kulturwissenschaften, Maieutik, Interdisziplinaritätsforschung, Design- und Kunsttheorie.

Denken

Stefan Lindl entwickelte in der Trilogie „Gestalten des Gestaltens“ eine universale und maieutische Theorie und Methode zur Analyse und Beschreibung menschlicher Erzeugnisse. Der Theorie Lindls zufolge stehen dem Menschen drei "Modi des Gestaltens" zur Verfügung: 1. Entweder er belässt Gewordenes bewusst bestehen, wie es ist (⇒ nacktes Gestalten). 2. Er lässt Gewordenes durch eine völlig neue Gestaltung gewaltsam verschwinden (⇒ verblendendes gestalten). 3. Er versucht das Gewordene weiterzudenken und fortzuentwickeln (⇒ entsprechendes Gestalten). Die drei Bände seines Hauptwerks "Trilogie des Gestaltens" heißen demnach: Nackt, Blendend, Entsprechend. In seiner Theorie leitete er die „Repräsentationsanalytische Maieutik“ ab, die er nicht gegen die Hermeneutik, sondern an ihre Seite stellte. Die Hermeneutik rekonstruiert in ihren Zirkelbewegungen Bedeutung mit dem steten Rückbezug auf den Kontext. Die repräsentationsanalytische Maieutik dagegen versteht sich nicht als Ersatz der Hermeneutik, sondern als Ergänzung. Sie vermeidet allerdings im Gegensatz zur Hermeneutik den Bereich der Semantik. Die Theorie des Gestaltens ermöglicht vielmehr das gestalterische Skelett eines Produkts menschlicher Gestaltung zu erfassen, eine Genotypik, die sich in den „Drei Wegen des Gestaltens“ äußert. Als Produkte menschlicher Gestaltung lassen sich bspw. Werke aus bildender Kunst, Mode, Musik und Literatur, aber philosophische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwürfe verstehen.

Die „Drei Modi des Gestaltens“ sind universal aufzufinden und bieten sich durch Ihre Universalität als ein tertium comparationis verschiedener kultureller Produkte an, die kulturell sowie auch zeitlich nicht zusammengehören müssen. Das bedeutet, sie sind ein intertextueller Bestandteil aller kulturellen Produkte. Dadurch machen sie das scheinbar Unvergleichliche vergleichbar. Das heißt, es lassen sich mehrere kulturelle Produkte mit identischem Gestaltungsmodus miteinander vergleichen. Verglichen werden deren Oberflächen, die gewöhnlich zu deren Unvergleichbarkeit führen (so lässt sich mit anderen kulturtheoretischen Methoden etwa schwerlich ein Vergleich zwischen den Gestaltungsmustern eines James-Bond-Films und einer Zeus-Statuette aufzeigen). Genau aus dieser phänotypischen Differenz des Vergleichs jedoch entsteht die maieutische Erkenntnis.

Werke

Weblinks


Kategorien: Geboren 1969 | Deutscher | Mann | Autor

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