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Stebach


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: NeuwiedVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Dierdorf
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 2,38 km²
Einwohner: 306 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56276
Vorwahl: 02689
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 069
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 5
56269 Dierdorf
Webpräsenz: www.stebach.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Klein
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Stebach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dierdorf an.

Geographie

Stebach liegt im südöstlichen Teil des Landkreises Neuwied an der Grenze zum Westerwaldkreis. Die Gemeinde liegt im Osten des Naturparks Rhein-Westerwald.

Stebach ist die kleinste der sechs Gemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde Dierdorf. Die Gemarkungsgröße beträgt 238 ha, wovon 107 ha (ca. 45 %) Waldflächen und 105 ha (ca. 44 %) landwirtschaftliche Fläche darstellen.

Der den Namen des Ortes tragende und in südlicher Richtung zum Sayntal fließende Bach entspringt oberhalb des Landschaftsweihers zwischen dem Dierdorfer Stadtteil Giershofen und Stebach und mündet am Hofgut Adenroth zwischen dem Großmaischeider Ortsteil Kausen und Breitenau in den Saynbach.

Geschichte

Um 1135 wurde das vorher von den Benediktinern gegründete und von diesen bald wieder aufgegebene Kloster Rommersdorf von den Prämonstratensern übernommen und wieder besiedelt. Ein Isenburger Ritter namens Revenger trat in der Zeit zwischen 1202 und 1212 in das Kloster ein und schenkte ihm den „curte Stedebach“ (Hof Stebach).

Hier ist anzumerken, dass zu dieser Zeit die nachgeborenen Söhne in Klöster gegeben wurden, um deren Lebensunterhalt zu sichern. Die Klöster wiederum „erwarteten“ dabei Schenkungen von Grundbesitz mit entsprechenden regelmäßigen Einkünften. Die Pächter des Grundbesitzes, der dann den Klöstern gehörte, mussten teilweise erhebliche Teile der erwirtschafteten Güter (ein Drittel oder die Hälfte, selten weniger) an die Klöster abgeben.

Nachdem wenige Jahre später das Prämonstratenserinnenkloster Wülfersberg als Rommersdorfer Tochterkloster gegründet wurde, gelangte der Hof Stebach an das Kloster Wülfersberg. Im Jahr 1521 wurde das Kloster Wülfersberg aufgelöst, die Abtei Rommersdorf übernahm wieder die Rechte.

Im Jahr 1609 wird von der Abtei Rommersdorf ein weiterer Hof in Stebach übernommen, der „Eltzer Hof“. Der Name des Hofes ist auf einen „Herren zu Eltz und Schöneck“ zurückzuführen.

Spätestens 1803 bei der Auflösung und 1820 beim Verkauf von Rommersdorf kam auch Stebach in weltliche Hände.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Stebach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 96
1835 113
1871 125
1905 126
1939 103
Jahr Einwohner
1950 120
1961 131
1970 157
1987 200
2005 345

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Stebach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen

Die Blasonierung lautet: „Von Rot über Silber durch einen schrägrechten silber-blauen Wellenbalken geteilt vorn eine schwarze Glocke, hinten einen Schlüssel mit Bart aufwärts, der von einem Abtsstab in Silber gekreuzt wird.“

Die beiden roten Balken in Silber verweisen auf die Grundherrschaft Isenburg. Sie sind das Wappen des Remboldstammes der Isenburger bzw. der Herrschaft Niederisenburg. Der Schlüssel gilt als Petrussymbol. Petrus war der Schutzpatron des Klosters Wülfersberg. Der Abtsstab symbolisiert die Prämonstratenserabtei Rommersdorf. Der Wellenbalken symbolisiert den Stebach und die Glocke soll auf die alte Schulglocke der Gemeinde Stebach und die ortsansässigen Musikvereine hinweisen. Mit Urkunde vom 17. Mai 2004 erhielt die Gemeinde Stebach die Genehmigung zur Führung des Wappens, nachdem das Landeshauptarchiv Koblenz den vorgelegten Wappenentwurf für heraldisch einwandfrei befunden hatte.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Der früher durch die Landwirtschaft geprägte Ort hat sich zu einer reinen Wohngemeinde entwickelt, mit einem gewissen Erholungscharakter, der durch das in den sechziger Jahren entstandene „Wochenendgebiet“ bestimmt wird. Der Ort verfügt über Wanderwege. Der zur Gemarkung Großmaischeid gehörende, aber direkt an Stebach angrenzende "Stebacher Weiher", wird von Wanderern, Schwimmern und Anglern genutzt. Zu diesem Landschaftsweiher gehört auch ein Feuchtbiotop. Am Ort gibt es heute nur noch einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb. Ferner zählt die Gemeinde einige Handwerksbetriebe.

Die Dorfschule wurde bereits vor dem Zweiten Weltkrieg geschlossen, nach dem Bau eines neuen Gebäudes im Jahre 1955 aber wieder eröffnet, um im Zuge der Schulreform im Jahre 1966 endgültig aufgelöst zu werden. Die Kinder aus Stebach besuchen heute die Grundschule in Großmaischeid, bzw. die weiterführenden Schulen in Dierdorf.

Verkehrsmäßig ist Stebach durch die von Großmaischeid nach Dierdorf führende Kreisstraße K 119, sowie die aus Richtung Kausen kommende K 118 erschlossen.

Weblinks

 Commons: Stebach  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  4. Arno Schmidt: Stebach – Ortsgeschichte im neuen Gemeindewappen. In: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied 2005, S. 77–80.

Kategorien: Ort im Landkreis Neuwied | Stebach | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Stebach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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