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Starkenberg


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Starkenberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger LandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Altenburger Land
Höhe: 235 m ü. NHN
Fläche: 26,33 km²
Einwohner: 1963 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04617
Vorwahlen: 03448, 034495, 034496, 03447
Kfz-Kennzeichen: ABG, SLN
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 044
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Borngasse 7
04617 Starkenberg
Webpräsenz: www.starkenberg.info
Bürgermeister: Wolfram Schlegel
}

Starkenberg ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie ist die bevölkerungsmäßig und auch flächenmäßig größte Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land, deren Sitz jedoch Mehna ist.

Geografie

Starkenberg liegt etwa 9 km westlich von Altenburg im Altenburg-Zeitzer Lößhügelland, einem Teilgebiet der Leipziger Tieflandsbucht. Der Gerstenbach durchfließt die Gemeinde im Süden.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Kriebitzsch, Mehna und Monstab im Landkreis Altenburger Land sowie Elsteraue mit dem Ortsteil Spora und Zeitz mit dem Ortsteil Kayna im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde setzt sich aus dem Hauptort und 3 Ortsteilen (Großröda, Naundorf, Tegkwitz) mit insgesamt 18 Ortslagen zusammen:

Ortsteil urkundliche Ersterwähnung[2] Einwohnerzahl1 Eingemeindung
Breesen 1181–1214;
1. April 1250
18 1. Juli 1950
Dobraschütz 1360 64 1. Juli 1950
Dölzig 1. April 1154 15 1. Juli 1950
Großröda 976 225 1. Januar 2012
Kleinröda 1703 96 1923
Kostitz 24. April 1182 394 1. Juli 1950
Kraasa 1181–1224 97 1. Januar 1957
Kreutzen 1181–1224 16 1. Juli 1950
Misselwitz 1181–1214 10  ?
Naundorf 1181–1214 207 1. Dezember 2008
Neuposa   193 1. Januar 1974 (mit Posa)
Oberkossa 1. November 1291 51 1. Juli 1950
Pöhla 1336 80 1. Juli 1950
Posa 4. Mai 1296 33 1. Januar 1974
Starkenberg 1181–1214;
29. Januar 1222
280  
Tanna   25 1. Oktober 1938
Tegkwitz 13. März 1143 276 1. Dezember 2008
Wernsdorf   51 1. Juli 1950

1Quelle: starkenberg.info

Geschichte

In Kostitz soll eine frühgeschichtliche Opfer- und Grabstätte existiert haben, die allerdings nicht durch Bodenfunde belegt ist.

Die eingemeindeten und benachbarten Orte Starkenberg und Tegkwitz sind Herkunftsorte eines burggräflichen Geschlechts „Erkenbertinger“. Im Jahre 1088 wurde ein Zeuge in einer Naumburger Urkunde erwähnt. Bekannt wurde dann 1143–1171 der Reichsministeriale Erkenbert von Tegkwitz, der zur Erschließung des Erzgebirges beigetragen hat. Im Jahre 1222 bezeichnete sich ein Zweig der Familie als Burggrafen von Starkenberg. Der Zweig starb im 15. Jahrhundert aus und die Burg Starkenberg wurde danach abgerissen.[3] Danach hatte das Rittergut in Kostitz die Erbgerichtsbarkeit über Starkenberg, Posa und Pöhla. Das Schloss wurde nach der Bodenreform 1945 abgerissen, das Pächterhaus war bis 2009 Sitz der Gemeindeverwaltung.[4] Seitdem befindet sich der Gemeindesitz im sanierten Gasthof Zur Linde. Eine Kapelle wurde bereits 1559 abgebrochen. Im Jahre 1705 wurde eine Mühle erbaut, wobei heute nur noch ein späteres Wohnhaus des Müllers aus dem Jahre 1815 steht.

Bis 1972 führte durch Kostitz die Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg, die allerdings aufgrund des Braunkohlenbergbaues zwischen Großröda und Meuselwitz abgetragen wurde.

Am 1. Dezember 2008 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Naundorf und Tegkwitz in die Gemeinde Starkenberg eingegliedert. Am 1. Januar 2012 folgte die Gemeinde Großröda.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 1319
  • 1995: 1312
  • 1996: 1342
  • 1997: 1337
  • 1998: 1345
  • 1999: 1351
  • 2000: 1307
  • 2001: 1290
  • 2002: 1276
  • 2003: 1260
  • 2004: 1239
  • 2005: 1226
  • 2006: 1192
  • 2007: 1170
  • 2008: 1936
  • 2009: 1915
  • 2010: 1904
  • 2011: 1853
  • 2012: 2054
  • 2013: 2013
  • 2014: 1989
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten

Im Ortskern von Starkenberg existieren rund um den historischen Gasthof zahlreiche architektonisch wertvolle Fachwerkhäuser. Im Ortsteil Kostitz steht das Pächterwohnhaus des ehemaligen Rittergutes und das Wohnhaus des Müllers. In Naundorf ist ein Kunsthaus zu besichtigen. Besonders sehenswert sind die beiden bekannten Altenburger Vierseithöfe in Breesen und Dobraschütz sowie die vier Kirchen in Dobraschütz[5], Großröda, Tegkwitz und Wernsdorf.

Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • Wählergemeinschaft Starkenberg – 13 Sitze (92,8 %)
  • Wählergemeinschaft Feuerwehrverein Naundorf e.V. - 1 Sitz (7,2 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 53,0 % (-7,3 %p).

Telefonvorwahlen

Die Gemeinde besitzt vier verschiedene Telefonvorwahlen. Während Starkenberg mit Dölzig, Kleinröda, Kostitz, Neuposa, Pöhla und Posa sowie Großröda über die Vorwahl von Meuselwitz (03448) zu erreichen sind, besitzt der Ortsteil Naundorf mit Dobraschütz, Kraasa, Oberkossa, Tanna und Wernsdorf die Vorwahl von Dobitschen (034495). Der Ortsteil Tegkwitz mit Ausnahme von Breesen, der die Altenburger Vorwahl (03447) hat, mit Kreutzen und Misselwitz ist über die Rositzer Vorwahl (034498) erreichbar.

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet verlief die Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg, welche zwischen Meuselwitz und Dobitschen abgebaut ist. Für die Reststrecke liegt die Betriebsführung seit dem 1. März 2014 bei den Starkenberger Baustoffwerken.[6]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Karl Seifert: Verschwundene alte Burgen im Altenburger Ostkreis
  • Gustav Wolf, Sabine Hofmann, Klaus Hofmann: „Das alte Schloss sehn wir noch heut …“ Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II). Museum Burg Posterstein, 2010
  • Christiane Nienhold, Gustav Wolf, Klaus Hofmann: … und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln! Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten. Museum Burg Posterstein, 2007

Weblinks

 Commons: Starkenberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Städte und Dörfer, Verlag Rockstuhl 2001 Bad Langensalza ISBN 3-934748-58-9 S.1-67
  3. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen; Wartberg Verlag 2000; ISBN 3-86134-631-1; S. 23
  4. Webseite des Museums Burg Posterstein
  5. Kirche in Dobraschütz
  6. eisenbahn-magazin, Heft 5, 2014, S. 20

Kategorien: Starkenberg | Ort im Landkreis Altenburger Land | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Starkenberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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