Staré Hobzí - LinkFang.de





Staré Hobzí


Staré Hobzí

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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Jindřichův Hradec
Fläche: 2469 ha
Geographische Lage:
Höhe: 514 m n.m.
Einwohner: 538 (1. Jan. 2016)[1]
Postleitzahl: 378 71 - 380 01
Verkehr
Straße: Slavonice - Jemnice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 5
Verwaltung
Bürgermeister: František Štibich (Stand: 2007)
Adresse: Staré Hobzí 132
378 81 Slavonice
Gemeindenummer: 547204
Website: www.starehobzi.cz
Lageplan

Staré Hobzí (deutsch Alt Hart) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer südlich von Dačice und gehört zum Okres Jindřichův Hradec. Der Ort ist als ein Dreieckplatzdorf angelegt. [2]

Geographie

Staré Hobzí befindet sich östlich der Javořická vrchovina linksseitig der Mährischen Thaya an der Einmündung der Páčna. Südlich des Ortes durchbricht die Mährische Thaya eine Hügelkette.

Nachbarorte sind Vnorovice im Norden, Nové Dvory im Nordosten, Báňovice (Banowitz), Hejnice und Panenská im Osten, Bělčovice und Marketa im Südosten, Nové Hobzí und Janov im Süden, Chvaletín (Qualitzen) im Südwesten, Mutná im Westen sowie Holešice im Nordwesten.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1190.

1910 hatte der Marktflecken Alt Hart 865 Einwohner, davon waren 296 Tschechen. Im Volkszählungsjahr 1930 veränderte sich die Einwohnerzahl auf 851 Personen, davon waren 518 Tschechen.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Vertrag von Saint-Germain[3], 1919, wurde der Ort zum Bestandteil der neuen Tschechoslowakischen Republik. Infolge des Münchner Abkommens gehörte das Dorf von 1939 bis 1945 zum deutschen Landkreis Waidhofen an der Thaya.

Im Zweiten Weltkrieg hatte der Ort 21 Gefallene und Vermisste zu beklagen und kam wieder zur Tschechoslowakischen Republik zurück. Am 7. Juni 1945 begann, zeitgleich mit den umliegenden Orten, die systematische Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Militante Tschechen nahmen 11 Männer als Geiseln und vertrieben die Ortsbevölkerung und zuletzt die Geiseln über Neu-Hart, Mudlau, Piesling über die Grenze nach Österreich. Alles private und öffentliche Vermögen der deutschen Ortsbewohner wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert, die katholische Kirche in der kommunistischen Ära enteignet. Eine Restitution ist seitens der Tschechischen Republik nicht erfolgt. Im Ort verblieben 289 Personen.[4]

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Staré Hobzí besteht aus den Ortsteilen Janov (Johannihof), Nové Dvory (Neuhof), Staré Hobzí (Alt Hart), Nové Hobzí (Neu Hart) und Vnorovice (Urwitz) sowie dem Gut Veselíčko (Lusthof).

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Andreas (14. Jahrhundert), Nordturm (1630), Grabmal des Joh. Peter Ritter von Flick (1812)
  • Ehemaliges Jagdschloss (17. Jahrhundert), Gewölbefresko Mariae Krönung von Felix Thomas Anton Scheffler (1728).
  • Kapelle am Gut Veselíčko
  • Statue der Maria Immaculata, am Schloss
  • Statuen der hl. Margarethe des hl. Josef und des hl. Johannes von Nepomuk [5] [6]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Felix Bornemann: Kunst und Kunsthandwerk in Südmähren, Althart, S.1, C. Maurer Verlag, Geislingen/Steige 1990, ISBN 3-927498-13-0
  • Alfred Schickel, Gerald Frodl: Geschichte Südmährens. Band 3. Die Geschichte der deutschen Südmährer von 1945 bis zur Gegenwart. Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen an der Steige 2001, ISBN 3-927498-27-0, S. 333 f. (Althart).
  • Walfried Blaschka, Gerald Frodl: Die Kreise Neubistritz und Zlabings von A bis Z,Althart, (2008), S.163

Weblinks

 Commons: Staré Hobzí  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)
  2. Leopold Kleindienst: Die Siedlungsformen, bäuerliche Bau- und Sachkultur Südmährens, 1989, ISBN 3-927498-09-2
  3. Felix Ermacora: Der unbewältigte Friede: St. Germain und die Folgen; 1919–1989, Amalthea Verlag, Wien, München, 1989, ISBN 3-85002-279-X
  4. Alfred Schickel, Gerald Frodl: Geschichte Südmährens. Band III. Maurer, Geislingen/Steige 2001, S. 244, ISBN 3-927498-27-0, Alt-Hart S. 327, 333, 573.
  5. Felix Bornemann: Kunst und Kunsthandwerk in Südmähren. Maurer, Geislingen/Steige 1990, ISBN 3-927498-13-0, S.1
  6. Johann Zabel: Kirchlicher Handweiser für Südmähren 1941, Generalvikariat Nikolsburg, S.65

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Staré Hobzí (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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