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Standesbeamter


Standesbeamtin ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Schweizer Film aus dem Jahr 2009 siehe Die Standesbeamtin.

Standesbeamte sind Sachbearbeiter im Standesamt mit notarähnlichen Aufgaben (und einer herausgehobenen Stellung): als Beamte oder Angestellte des Amtes, der Stadt oder Gemeinde, aber rechtlich nicht Teil der Kommunalverwaltung, sondern der Verwaltung des Bundeslandes, führen sie ein eigenes Dienstsiegel und handeln bundeseinheitlich nach dem Personenstandsgesetz, der Personenstandsverordnung und der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Personenstandsgesetz (PStG-VwV)“.

Haupttätigkeit ist die Sachbearbeitung und Beurkundung von Personenstandfällen - also Geburten, Eheschließungen, Verpartnerungen und Todesfälle - sowie die damit verbundenen Anliegen der Namensführung (§ 1 PStG). Alle Amtshandlungen mit Ausnahme der Eheschließung bearbeiten sie büromäßig, beispielsweise die Prüfung der Ehefähigkeit. Bei der Beurkundung von Personenstandsfällen - und nur in diesen Fällen - unterliegen die Standesbeamten keiner Weisung (§ 2 PStG). Da Standesbeamte keinen Anspruch haben nur standesamtliche Tätigkeiten auszuüben, können sie zu anderen Verwaltungstätigkeiten herangezogen werden.

Die Beamten unterliegen ihrem Diensteid und sind für diese Aufgaben speziell geschult. Da in Deutschland das Beamtentum mehr und mehr reduziert wird, werden immer häufiger Verwaltungsfachangestellte oder Verwaltungsfachwirte als Standesbeamte eingesetzt, die zwar nicht im Dienstverhältnis eines Beamten stehen, aber als Amtsträger nach § 11 Nr. 2 StGB fungieren und somit in ihrer Tätigkeit im Standesamt die Funktionsbezeichnung Standesbeamter führen.

Manche Standesbeamten tragen bei der Eheschließung eine Amtstracht und werden von Offizianten assistiert. Ein Teil der deutschen Standesbeamten ist im Bundesverband der Deutschen Standesbeamtinnen und Standesbeamten organisiert. In Bad Salzschlirf in Hessen besteht eine Akademie für Personenstandswesen.

Standesbeamte gibt es in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert. Im Südwesten wurden sie bereits unter der napoleonischen Besatzung eingeführt, im restlichen Deutschen Reich durch Otto von Bismarck im Zuge der Trennung von Religion und Staat.

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Kategorien: Verwaltungsrecht (Deutschland) | Berufliche Funktion des Öffentlichen Dienstes

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