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Stahringen


Stahringen
Höhe: 440 m ü. NN
Einwohner: 1400 (2011)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 78315
Vorwahl: 07738

Die ehemalige Gemeinde Stahringen ist heute ein Stadtteil der Stadt Radolfzell und zugleich die Bezeichnung des ehemaligen Segelfluggeländes, mittlerweile Sonderlandeplatz Radolfzell-Stahringen (ICAO-Kürzel: EDSR) nördlich der Bebauung von Stahringen an der Gemarkungsgrenze zu Stockach und Bodman.

Die Ortschaft Stahringen

Stahringen wurde 1127 als Stalringen erstmals erwähnt. Besitzungen hatte der Konstanzer Bischof. Bekannt ist aber auch eine frühere bronze- und eisenzeitliche Siedlung. Die Konstanzer Ministerialen verkauften den Ort 1565 an die Herren von Bodman. 1614 gelangte er an das Kloster St. Gallen und 1744/49 fiel er wieder an den Konstanzer Bischof. Den Blutbann hatte Nellenburg inne. 1805 fiel der Ort an Baden, die nellenburgischen Rechte waren mit Württemberg strittig. Bis 1810 war Stahringen Sitz eines Unteramtes innerhalb des Amtes Bohlingen, bevor es zum Amt Stockach kam, aus dem 1939 der Landkreis Stockach hervorging. Bei dessen Auflösung 1973 kam der Ort zum Landkreis Konstanz.

Im Rahmen der Gemeindereform 1974 wurde die Gemeinde Stahringen in die Stadt Radolfzell eingemeindet.

Fluggelände

Nach den ersten fliegerischen Anfängen in der Region, die bereits 1927 auf wechselnden "Fluggeländen" stattfanden, gründeten 1966 flugsportbegeisterte Bürger von Stahringen und Umgebung die Flugsportvereinigung Radolfzell, die 1968 mit dem ersten Spatenstich zu dem Segelfluggelände Stahringen-Wahlwies den Grundstein des heutigen Sonderlandeplatzes Radolfzell-Stahringen[1] legte. Das Fluggelände liegt im Stahringer Tal auf den Gemarkungsgrenzen von Radolfzell, Stockach und Bodman und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Schanderied.

Sonstiges

Das französische Sondermunitionslager Radolfzell-Stahringen (Koordinaten: ) war das südlichst gelegene Atomwaffenlager auf deutschem Boden. Ab 1960 wurden hier atomare Gefechtsköpfe für die in Radolfzell stationierte Artillerieeinheit 302ème Groupe d'Artillerie des II. Korps (FR) gelagert. Der Verband war mit der Kurzstreckenrakete MGR-1 Honest John ausgerüstet. Mit dem Austritt Frankreichs aus der integrierten Befehlsstruktur der NATO am 1. Juli 1966 wurde das Lager geräumt und alle Gebäude abgetragen.[2]

Einzelnachweise

  1. EDSR
  2. Atomwaffen A-Z

Weblinks


Kategorien: Ort im Landkreis Konstanz | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Konstanz) | Stadtteil von Radolfzell am Bodensee

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Stahringen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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