Stadtkirche (Bayreuth) - LinkFang.de





Stadtkirche (Bayreuth)


Die Stadtkirche von Bayreuth ist eine dreischiffige evangelische Basilika im spätgotischen Stil und die größte Kirche der Stadt. Der der Heiligen Magdalena geweihte Vorgängerbau, eine Tochterkirche der St.-Nikolaus-Kirche in der Altenstadt,[1] wurde bei einem Stadtbrand im Jahr 1605 zerstört. 1611 begann der Wiederaufbau der Kirche, am Ersten Advent 1614 wurde sie der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht.

Lage

Die Bayreuther Stadtkirche steht in der historischen Innenstadt, unweit der Friedrichstraße am Rand der Fußgängerzone. Der Kirchplatz ist eng mit Häusern umbaut, die Südfront zur Kanzleistraße hin ist offen. Nördlich angrenzend befindet sich das Historische Museum in der ehemaligen Lateinschule, unweit davon stehen einige der Burggüter der Stadt Bayreuth.

Geschichte

Eine erste Kirche mit nur einem Turm wurde vermutlich am 9. November 1194 vom Bamberger Bischof Otto II. geweiht. Bei seinem Aufenthalt in Bayreuth unterzeichnete er eine Urkunde, die zugleich die Ersterwähnung Bayreuths darstellt. Im Untergeschoss des Nordturms sind Reste jenes Bauwerks erhalten.[2]

Nach der Zerstörung durch die Hussiten Anfang Februar 1430 begann 1437 der Bau der Kirche in ihren heutigen Ausmaßen. Nach den Plänen des Bamberger Steinmetzen Meister Oswald entstand ein neues Gotteshaus. Es ist 55 Meter lang, 20 Meter breit und 16 Meter hoch, die beiden Türme haben eine Höhe von rund 50 Metern. Die Kirche ist etwa dreimal so groß wie der Vorgängerbau; sie konnte nach jahrelanger Bauunterbrechung erst 1495 fertiggestellt werden. Der Bau ist geostet, der Chor mit dem Altar befindet sich am östlichen Ende. Das 16 Meter hohe Mittelschiff ist durch sieben spitzbogige Arkaden von den beiden Seitenschiffen getrennt, ein Querhaus existiert nicht.

Zwischen 1444 und 1529 entstanden der zweite Turm, eine die Türme verbindende Holzbrücke und die Türmerwohnung. Die beiden Türme sind gegenüber der Längsachse des Mittelschiffs nach Süden hin versetzt angeordnet. Am 12. Mai 1448 trat erstmals ein Türmer seinen Dienst an.

Markgraf Georg der Fromme führte 1528 in Bayreuth die Reformation ein, Markgraf Christian verlegte im Jahr 1603 seine Residenz von Kulmbach nach Bayreuth.

Beim ersten Stadtbrand im Jahr 1605 wurde die Kirche stark beschädigt. Von 1611 bis 1614 baute der markgräfliche Hofbaumeister Michael Mebart die Kirche zur Hofkirche und zur Hauptkirche des Fürstentums Brandenburg-Bayreuth aus. Die Holzdecke wurde nicht mehr erneuert, sondern durch eine Gewölbedecke ersetzt. Unter dem Chorraum wurde die Fürstengruft angelegt, bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts diente sie als Grablege für insgesamt 26 Mitglieder der Markgrafenfamilie.

1621 wurde die Kirche beim zweiten Stadtbrand erneut in Mitleidenschaft gezogen. Das Erdgeschoss des nördlichen Westturmes ist aufgrund der Verfüllung mit Trümmern nicht mehr zugänglich. An der Außenwand wurde daher ein kleiner Treppenturm angebaut.

1634 durchschlug im Dreißigjährigen Krieg eine Kanonenkugel ein Chorfenster, richtete trotz vollbesetzter Kirche aber keinen Personenschaden an.[3] An diese Begebenheit erinnert ein stilisiertes zerbrochenes Fenster mit Jahreszahl im Glas am Chor. Seit 1668 haben die Türme ihre heutige Gestalt mit welschen Hauben und einer steinernen Brücke.[2]

Eine umfassende Renovierung und Purifizierung (Stilbereinigung) im 19. Jahrhundert beseitigte wesentliche Ausstattungsbestandteile, wie barocke Schmuckelemente. Das Hauptportal zwischen den Türmen wurde mit neogotischen Elementen ausgestattet, der ursprüngliche bescheidenere Figurenschmuck ging verloren. Das Amt des Türmers wurde 1932 abgeschafft, der letzte Stadttürmer Johann Münch lebte mit seiner Familie von 1908 bis zu seinem Tod 1934 in der Türmerwohnung im Nordturm.[4]

Bei der Renovierung von 1975 bis 1978 wurden die Emporen entfernt. Bis ins 21. Jahrhundert befand sich an der Ostseite der Stadtkirche die mittelalterliche antijüdische Darstellung einer „Judensau“. Die stark verwitterte Skulptur wurde erst im Jahr 2004 beseitigt.[5]

Erhebliche Bauschäden, welche die Stabilität des Bauwerks gefährdeten, führten 2006 zur vorübergehenden Schließung des Gebäudes mit nachfolgender gründlicher Sanierung. Die Wände des Langhauses waren durch die schlechte Ableitung des Gewölbedrucks jeweils 16 cm aus dem Lot geraten, was zu Brüchen in den Gewölberippen und im Chorbogen geführt hatte. Von Steinfriesen und Mauerwerk hatten sich Einzelteile gelöst. Mehrere Initiativen setzten sich für die Sanierung ein. Die Kirche wurde am 1. Advent 2014 neu geweiht.[6]

Bedeutung

Bereits im Mittelalter hatte die Kirche eine gewisse offizielle Funktion: In einem Erlass bestimmte der Burggraf Johann III. im Jahr 1415 die Bayreuther Stadtkirche zusammen mit der Pfarrei St. Peter zu Kulmbach zum Versammlungsort.[7] Nach der Verlegung der Hohenzollernresidenz von Kulmbach nach Bayreuth wurde die Kirche Anfang des 17. Jahrhunderts Hauptkirche des Fürstentums Brandenburg-Bayreuth.

Die Stadtkirche gehört heute mit der Spitalkirche und der Gottesackerkirche auf dem Stadtfriedhof zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bayreuth-Stadtkirche. Sie ist Sitz der Regionalbischöfin des Kirchenkreises Bayreuth und des Dekans für 28 Pfarreien.

Ausstattung

Zur Innenausstattung zählt der Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert, ein neugotischer Taufstein, mehrere Gemälde, ein Altarkruzifix und zwei Sandsteinreliefs.

Hochaltar

Der Hochaltar von 1615 wurde von Markgräfin Maria gestiftet. Er erinnert an einen gotischen Drei-Flügel-Altar. Die Tafelbilder stammen allerdings aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurden von dem aus Bayreuth stammenden August Riedel gemalt.

Kanzel und Taufstein

Die Kanzel mit einem kunstvoll geschnitzten neugotischen Kanzeldeckel wurde erst 1871/72 zusammen mit den Bänken und dem Taufstein angebracht. Bei Letzterem wurden acht Alabaster-Reliefs von 1615 mitverwendet. Diese schuf, ebenso wie den Hauptaltar der Kirche, der Nürnberger Bildhauer Hans Werner.

Epitaphien

Die Kirche beherbergt eine größere Anzahl gut erhaltener Epitaphien aus Stein. Diese stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Darunter befindet sich eine große Zahl von Kindergrabsteinen. Häufig vorkommende Familien sind Kanne, von Feilitzsch, von Pudewels, aber auch weitere Adelsfamilien von lokaler Bedeutung, wie Erffa, Künsberg und Lüschwitz.

In der Kirche befinden sich auch einige ältere Epitaphien aus Holz für Pfarrer und Superintendant Justus Bloch und den Bayreuther Bürgermeister Pankrazius Bidermann. Der sogenannte Küffnersche Epitaph in Altarform enthält zwei Besonderheiten: Das Mittelteil stammt aus der Ausstattung der Vorgängerkirche um 1500. Die Predella, um 1615 angefertigt, zeigt die älteste erhaltene Ansicht der Stadt Bayreuth.

Orgeln

Orgeln bis zur Reformation

1476 fand eine so genannte Orgelprobe statt. 1482 erfolgte der Neubau einer Orgel. Man nimmt an, dass bei der Orgelprobe von 1476 entweder eine ältere Orgel repariert oder ein Gutachten erstellt wurde, das den Neubau empfahl. Den Auftrag erhielt der Orgelbauer Linhard Lilgenweiß aus Bamberg. Diese Orgel wurde mehrfach repariert, so 1498 und zuletzt 1523. Mit der Einführung der Reformation ließ man die Orgel verfallen. 1549 wurde sie abgebrochen und teilweise verkauft.[8]

Rottenstein-Cumpenius-Orgel

Unter Markgraf Georg Friedrich wurde die Kirchenmusik wieder belebt und der Rat der Stadt gab bei Orgelmacher Hermann Raphael Rodensteen in Zwickau eine neue Orgel in Auftrag, die 1573 fertiggestellt wurde. Sie war einmanualig mit angehängtem Pedal und elf klingenden Stimmen. Weil das alte Schwalbennest die neue Orgel nicht tragen konnte, wurde an der Westseite eine steinerne Empore eingebaut.

1596 wurde bei Timotheus Compenius von Staffelstein eine Erweiterung, ein selbstständiges Pedal mit vier Registern, bestellt. Die Orgel war im Jahr 1596 fertiggestellt. Beim Großbrand von 1605 wurden die Kirche und auch die Orgel zerstört.[9]

Fritzsche-Orgel und Tretzscher-Orgel

Nach dem Wiederaufbau der Kirche in den Jahren 1611 bis 1614 erhielt der kursächsische Orgelbauer Gottfried Fritzsche in Dresden den Auftrag für eine neue Orgel mit insgesamt 35 Registern. Sie kostete über 4000 fl. Die Einweihung im Jahre 1619 war ein besonderes Fest. Eingeladen waren die vier besten Orgelspieler dieser Zeit: Samuel Scheidt aus Halle, Michael Praetorius aus Wolfenbüttel, Heinrich Schütz aus Dresden und Johann Staden aus Nürnberg. Die Fritzscheorgel bestand aber nur bis zum zweiten Stadtbrand von 1621.

Während des Dreißigjährigen Kriegs war an einen Orgelneubau nicht zu denken. Deshalb musste bis 1653 ein Positiv als Notbehelf dienen.

1652 stellte sich der aus Böhmen stammende Orgelbauer Matthias Tretzscher bei den Räten der Stadt vor und bot den Bau einer neuen Orgel an, wobei er vier verschiedene Vorschläge ausarbeitete. Bereits 1653 war die neue Orgel fertig. Sie hatte zwei Manuale, ein Pedal und insgesamt 20 Register. Tretzscher erhielt schließlich das Orgelbauprivileg für die Markgrafschaft. 1654 verlegte er seine Werkstatt nach Kulmbach.

Unter Tretzschers Nachfolger wurden die Register der Orgel neu geordnet und um zwei neue erweitert. Weitere Renovierungen erfolgten 1749, 1774/1775, 1779/1780. 1843/1844 wurde u. a. die Orgel vom Orgel- in den tieferen Kammerton umgestimmt und ein freistehender Spieltisch eingerichtet. 1871/1872 wurden bei der sogenannten Purifizierung (Entbarockisierung) der Kirche die letzten Reste des barocken Orgelprospekts durch ein neugotisches Gehäuse ersetzt. Im letzten Bauzustand hatte die Orgel 31 Register.

Strebel-Orgel und Interimsorgel

Mit der 1913 eingebauten Orgel mit drei Manualen und 60 Registern schufen die Gebrüder Herrmann und Wilhelm Strebel, Söhne des Orgelbauers Johannes Strebel, ein „Renommierinstrument“ mit drei Manualen, 60 Registern und 4065 Pfeifen. Bereits im März 1918 zerstörte ein Orgelbrand das Instrument. Wegen der fortlaufenden Geldentwertung konnte erst 1923 eine so genannte Interimsorgel der Firma Steinmeyer in Oettingen angeschafft werden.

Dreifaltigkeitsorgel (Hauptorgel)

Im Jahre 1961 wurde die Interimsorgel durch die heutige Hauptorgel, die sog. Dreifaltigkeitsorgel ersetzt.[10] Das Instrument wurde von dem Orgelbauer G. F. Steinmeyer (Oettingen) erbaut, und hatte ursprünglich 60 Register. Im Jahre 2014 wurde das Instrument von Orgelbau Vleugels (Hardheim) renoviert und erweitert. Das Instrument hat heute 70 Register auf vier Manualen und Pedal.[11]

I Rückpositiv C–g3
1. Grobgedeckt 8’
2. Dulzflöte 8’
3. Praestant 4’
4. Rohrflöte 4’
5. Oktave 2’
6. Hohlflöte 2’
7. Sesquialtera II 22/3
8. Scharff IV 1’
9. Dulzian 16’
10. Krummhorn 8’
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
11. Prinzipal 16’
12. Oktave 8’
13. Rohrgedackt 8’
14. Spitzgambe 8’
15. Pommer 51/3
16. Oktave 4’
17. Kleingedeckt 4’
18. Quinte 22/3 (N)
19. Oktave 2’
20. Cornet II–III 22/3
21. Rauschflöte IV 22/3
22. Mixtur IV–VI 11/3
23. Chamade 16’
24. Chamade 8’
25. Trompete 8’ (N)
III Schwellwerk C–g3
26. Großgedeckt 16’
27. Holzprinzipal 8’
28. Liebl. Gedeckt 8’
29. Salicional 8’
30. Aeoline 8’ (N)
31. Vox coelestis 8’ (N)
32. Weitoktave 4’
33. Flachflöte 4’
34. Rohrnasat 22/3
35. Waldflöte 2’
36. Terz 13/5 (N)
37. Flageolet 1’
38. Echokornett II–IV 11/3
39. Plein Jeu VI 2’
40. Fagott 16’
41. Trompette harmonique 8’
42. Hautbois 8’ (N)
43. Clairon 4’
44. Voix humaine 8’ (N)
Tremulant
IV Schwell-Brustwerk C–g3
45. Koppelflöte 8’
46. Nachthorn 4’
47. Prinzipal 2’
48. Terz 13/5
49. Quint 11/3
50. Oktave 1’
51. Scharffcymbel IV–VI 2/3
52. Trichterregal 8’
53. Kopftrompete 4’
Tremulant
Pedalwerk C–f1
54. Untersatz 32’ (N)
55. Prinzipal 16’
56. Subbaß 16’
57. Quintatön 16’
58. Quint 102/3
59. Oktave 8’
60. Gedeckt 8’
61. Rohrflöte 4’
62. Bauernpfeife 2’
63. Rauschbaß IV 51/3
64. Choralbaß III 4’
65. Mixtur V 2’
66. Bombarde 32’ (N)
67. Posaune 16’
68. Sordun 16’
69. Trompete 8’
70. Clarine 4’

Magdalenenorgel (Chororgel)

Beim Sakristeieingang gibt es seit 1971 eine weitere kleine Chororgel, die so genannte Magdalenenorgel. Sie hängt als so genanntes Schwalbennest an der Nordwand des Chores. Ihr Name erinnert an das frühere Patrozinium der Kirche. Gebaut wurde sie von H.-G. Klais.[12] Sie hatte ursprünglich 11 Register auf zwei Manualwerken und Pedal. 1996 wurde die Orgel durch die Firma Hey, Orgelbau in Sondheim/Rhön umgebaut.[13] Im Jahre 2014 wurde das Instrument durch die Orgelbaumanufaktur Vleugels (Hardheim) renoviert und u. a. um ein Auxiliarwerk erweitert. Außerdem wurde im Pedal das Pedalregister Untersatz 32' aus der Hauptorgel spielbar gemacht. Die Chororgel lässt sich seit 2014 vom Generalspieltisch und vom Spieltisch der Hauptorgel aus anspielen. Die einzelnen Werke der Chororgel sind dort frei an alle Manuale und das Pedal der Hauptorgel ankoppelbar.

I Hauptwerk C–g3
1. Harfenprincipal 8’
2. Rohrflöte 8’
3. Principal 4’
4. Sesquialtera II 22/3
5. Mixtur III–IV 2’
II Brustwerk C–g3
6. Holzgedackt 8’
7. Rohrflöte 4’
8: Principal 2’
9. Quinte 11/3
Tremulant
Auxiliaire C–g3
10. Bourdon 16’
11. Diapason 8’
12. Tibia 8’
13. Gamba 8’
14. Voix Celeste 8’
15. Viola 4’
16. Doublette 2’
17. Progressio III–V 2’
18. Hautbois 8’
Pedalwerk C–f1
19. Untersatz 32’
20. Subbass 16’
21. Gedacktbass 8’
22. Fagott 8’

Glocken

Als anfangs der 1960er Jahre das Glockengeläut vervollständigt werden sollte, wurde zunächst eine kleinere Glocke, die von der Tonhöhe her nicht zu den anderen Glocken passte, an die neue Kirchengemeinde Auferstehungskirche im Ortsteil Saas abgegeben. Gleichzeitig wurden fünf neue Glocken in Auftrag gegeben. Der Guss erfolgte im Oktober 1961 durch die Glockengießerei Bachert, Karlsruhe. Auf Anraten eines Sachverständigen wurden aus statischen Gründen vor dem Aufhängen der Glocken die Glockenstühle um 90° gedreht, so dass die Glocken parallel zur Längsachse der Kirche schwingten. Die Glockenweihe erfolgte im April 1963.

Von den insgesamt acht Glocken hängen je vier im Nordturm und im Südturm. Die größte Glocke des Geläuts wiegt 2300 kg und trägt den Namen Große Glocke.

Im Rahmen der Großsanierung der Kirche zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden auch die Glocken abgenommen und saniert; der stählerne Glockenstuhl wurde durch einen neuen aus Eichenholz ersetzt. Dabei wurde die 1961 erfolgte Drehung der Schwingrichtung um 90° wieder korrigiert. Am Erntedankfest 2010 feierte man auch die Rückkehr der Glocken an ihren Bestimmungsort.

Über die aktuelle Zusammensetzung des Geläuts und den Ort der Aufhängung gibt folgende Tabelle Auskunft.[14]

Name der Glocke Jahr des Gusses Ort der Aufhängung
Große Glocke, Cis´ 1624 Nordturm unten, Südseite
Feuerglocke, E´ 1624 Nordturm unten, Nordseite
Johannesglocke, Cis´´ 1961 Nordturm oben, Südseite
Paulusglocke, H´ 1961 Nordturm oben, Nordseite
Gefallenengedächtnisglocke, Fis´ 1961 Südturm unten, Nordseite
Dreieinigkeitsglocke, Dis´ 1961 Südturm unten, Südseite
Gebets- oder Mittagsglocke, Gis´ 1624 Südturm oben, Nordseite
Petrusglocke, E´´ 1961 Südturm oben, Südseite

Fürstengruft

Im Chorbereich befindet sich eine Gruft der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth. In den Jahren von 1620 bis 1733 wurden dort 26 Mitglieder der markgräflichen Familie bestattet, darunter die Markgrafen Christian, Christian Ernst und Georg Wilhelm.

Im Rahmen der Sanierung der Kirche der Jahre 2008 bis 2014 wurde auch die Gruft wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Der Zugang zur Gruft liegt nicht mehr vor sondern hinter dem Hauptaltar. Von einem Vorraum aus ist durch zwei Glasscheiben ein Blick auf die Särge möglich. Ein Betreten der Gruft ist nicht vorgesehen. In diesem Vorraum werden in einer Videopräsentation Informationen zu den bestatteten Markgrafen und ihren Familien vermittelt.[6]

Literatur

  • Friedrich H. Hofmann: Bayreuth und seine Kunstdenkmale. München 1902, S. 13–20.
  • August Gebeßler: Stadt und Landkreis Bayreuth. (= Die Kunstdenkmäler von Bayern, Kurzinventare, Band 6.) Deutscher Kunstverlag, München 1959, S. 7–12.
  • Wilfried Engelbrecht: Unsser libs goczhawss sant Marie magdalene. Anmerkungen zur Baugeschichte der Bayreuther Stadtkirche. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken. Bayreuth 1991. (ein erster Versuch zur Berichtigung der falsch tradierten Baugeschichte)
  • Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth. Lorenz Ellwanger, Bayreuth 1998, ISBN 3-925361-35-9, Seite 8–16.
  • Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Zur Geschichte des Orgelbaus in Bayreuth. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken. Bayreuth 2001, S. 185–218.
  • Ludger Stühlmeyer: Zum Orgelbau in der Bayreuther Stadtkirche. In: Curia sonans. Die Musikgeschichte der Stadt Hof. Eine Studie zur Kultur Oberfrankens. Von der Gründung des Bistums Bamberg bis zur Gegenwart. Bayerische Verlagsanstalt / Heinrichs-Verlag, Bamberg 2010, ISBN 978-3-89889-155-4, S. 145 f. und 193 f.

Weblinks

 Commons: Stadtkirche (Bayreuth)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gottfried Lindner, Wolfgang Bouillon: Unsere Altstadt. 100 Jahre Kirchengemeinde Bayreuth-Altstadt. 1898–1998. Heinz Späthling, Ruppertsgrün 1998, S. 26.
  2. 2,0 2,1 Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth, S. 8
  3. Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth, S. 11
  4. Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth, S. 13 ff
  5. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum bei jüdische-gemeinden.de , abgerufen am 15. August 2014
  6. 6,0 6,1 Hans-Helmut Bayer: Die Wiedereinweihung der Stadtkirche – Erster Advent 2014. In: Bayreuth Evangelisch, Neues Bayreuther Gemeindeblatt, August/September 2013.
  7. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth 1194-1994. Druckhaus Bayreuth, Bayreuth 1993, ISBN 3-922808-35-2, S. 69.
  8. Fischer u. Wohnhaas, vgl. Literaturverzeichnis; S.186f
  9. Fischer u. Wohnhaas, vgl. Literaturverzeichnis; S. 186f.
  10. Fischer u. Wohnhaas; vgl. Literaturverzeichnis
  11. Informationen zur Orgel auf der Website der Gemeinde
  12. http://www.orgelbau-klais.com/_klais/bilder/pdf/Opusliste.pdf Nr. 1518 der Opusliste
  13. Nr. 69 auf der Opusliste der Firma Hey
  14. Bernd Schwemmlein: Die Bayreuther Stadtkirche als Wahrzeichen und die Geschichte ihrer Türmer; erschienen in: Archiv für Geschichte von Oberfranken, 93. Band,S. 303–347, 2013, Bayreuth, ISSN 0066-6335

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