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St. Ulrich am Pillersee


St. Ulrich am Pillersee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 52,01 km²
 :
Höhe: 847 m ü. A.
Einwohner: 1.757 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 34 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6393
Vorwahl: 05354
Gemeindekennziffer: 7 04 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 15
6393 St. Ulrich am Pillersee
Website: www.st.ulrich.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Brigitte Lackner
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
7 Gemeinsam für St. Ulrich, 6 Wir Nuaracher für St. Ulrich
Lage der Gemeinde St. Ulrich am Pillersee im Bezirk Kitzbühel
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Ulrich am Pillersee[1] (lokal auch: Nuarach) ist eine Gemeinde mit 1757 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Kitzbühel in Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Geographie

St. Ulrich am Pillersee liegt auf 847 Metern Seehöhe am namensgebenden Pillersee im Pillerseetal in der Westabschattung der Loferer Steinberge.

Gliederung (Stand 2000)

Das Gemeindegebiet umfasst 52,0 km², davon sind 7,6 km² besiedelt. 23,9 % (1243 ha) der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich, und zwar vornehmlich zur Viehzucht genutzt. 49,2 % der Gemeindefläche, das entspricht 2560 ha, sind mit Wald bedeckt, der überwiegend forstwirtschaftlich genutzt wird. 1,3 % (69 ha) sind bebaut, die besiedelt Fläche beträgt 7,6 km², das entspricht 14,6 % der Gemeindefläche. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 2506 Metern über dem Meeresspiegel am Gipfel des Großen Hinterhorns (Mitterhorn).

Nachbargemeinden

Geschichte

Die erste, archäologisch durch Reihengräber nachweisbare, Besiedlung fand wohl im 10. Jahrhundert durch bajuwarische Stämme statt. Die Hofmark Pillersee wurde im 12. Jahrhundert durch Benediktinermönche des Klosters Rott am Inn besiedelt. St. Ulrich war hierbei die Urpfarre des gesamten Tales. Erstmals schriftlich erwähnt wurde das Gebiet im Jahr 1151 („TOTUM BILLERSEE CUM ECCLESIA EIUSDEM LOCI, DECIMIS ET APPENDICIS SUIS“) in einer Urkunde des Papstes Eugen II. Der Name des Ortes leitet sich von dem heiligen Ulrich von Augsburg her, nach dem die Pfarre benannt wurde. Im Jahr 1377 wurde das Wirtshaus an der Straß als damals einziges Wirtshaus im Pillerseetal schriftlich erwähnt. Im Jahre 1401 wurde die spätgotische Wallfahrtskirche in einer Urkunde erwähnt. 1506 gelangte die Hofmark Pillersee durch eine Landesreform zum Landgericht Kitzbühel und wurde somit Bestandteil von Tirol, Besitzer der Hofmark blieb allerdings das Kloster Rott am Inn. 1803 wurde das Kloster Rott am Inn aufgelöst und St. Ulrich fiel an den Tiroler Landesherrn. Zwischen 1911 und 1931 wurde eine Straße durch das Pillerseetal (1961 asphaltiert) gebaut, was die Erreichbarkeit des Tals erhöhte und zu einem wirtschaftlichen Anschluss führte. 1969 wurde ein Skigebiet am Hausberg Buchensteinwand eröffnet.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Gemeindeverwaltung

Bürgermeisterin ist Brigitte Lackner. Ihr Vorgänger, Kaspar Mettler von der Partei für St. Ulrich, Bauern - Arbeitnehmer - Wirtschaft war bis zu seinem Tod 13. Mai 2009 Bürgermeister.[2]

Gemeinderat: 13 Mitglieder: 7 Für St. Ulrich, Bauern - Arbeitnehmer - Wirtschaft, 4 Wir Nuaracher - Wir Tiroler, 2 Nuarach Aktiv - Die Grüne Alternative

Wirtschaft und Sozioökonomie

Bedingt durch die periphere Lage gibt es in St. Ulrich keine größere Ansiedelung von Industrie. Es existieren 76 Gewerbeunternehmen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft (49 landwirtschaftliche Betriebe) und vom Tourismus (1700 Gästebetten/240.449 Nächtigungen). Hauptbedeutung hat hierbei der Wintersport. St. Ulrich besitzt ein eigenes kleines Skigebiet, das an den Skiverbund Pillerseetal angeschlossen ist. Über 83 % der Gäste nächtigen in Privatunterkünften wie Pensionen oder Ferienwohnungen. Die Arbeitslosigkeit beträgt 5 % (Stand 2001), das durchschnittliche Einkommen beträgt 16.912 Euro/Jahr. 21,1 % der Erwerbstätigen sind im produzierenden Gewerbe tätig, 33,9 % arbeiten im Transport- und Lager- und Kommunikationswesen und 19,7 % im Hotel- und Gaststättengewerbe. Hierbei ist zu beachten, dass ein erheblicher Teil der Beschäftigten Auspendler sind, die im nahen oder weiteren Umland beschäftigt sind. Die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort betrug zum Beispiel im Jahr 2001 mit Ausnahme der landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich Beschäftigten gerade einmal 89 bei 608 Beschäftigten.

Verkehr

Durch St. Ulrich führt die Pillerseestraße (L 2), welche die B 178 und die B 164 miteinander verbindet. Ein Regiobus verkehrt im Sommer mehrstündig zwischen den Orten des Pillerseetals, im Winter fährt ein kostenloser Skibus in höherer Frequenz. Der nächste Bahnhof befindet sich in Fieberbrunn (Salzburg-Tiroler Bahn).

Bildung

St. Ulrich besitzt einen Kindergarten und eine vierstufige Volksschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Ulrich am Pillersee
  • Barocke Pfarrkirche zum Heiligen Ulrich mit Pfarrhaus, sie gehörte einst zum Kloster Rott am Inn. Erstmalige Erwähnung 1151, Turm mit romanischem Baukern, 1506 als gotische Kirche geweiht, im 17. und 18. Jahrhundert barockisiert, 1865/66 neogotisch umgestaltet, 1960/61 rebarockisiert.
  • Kirche St. Adolari: die kleine Kirche befindet sich im Weiler Adolari am Nordende des Pillersees. 1957 wurden bei Renovierungsarbeiten im Chor Fresken aus dem 14. Jahrhundert freigelegt und restauriert.
  • St. Ulrich verfügt außerdem über die weltälteste Latschenölbrennerei.[3]
  • Auf der Buchensteinwand wurde als touristische Attraktion am 27. Juli 2014 ein begehbares Gipfelkreuz eröffnet (Jakobskreuz).

Literatur

  • Chronik von St. Ulrich am Pillersee. Hrsg.: Gemeinde St. Ulrich am Pillersee. Werner Köfler. – St. Ulrich a.P.: Gemeinde St. Ulrich, um 1977, 66 S.
  • St. Ulrich am Pillersee, Tirol. – 4. Auflage. Salzburg: Verlag St. Peter, 1987. – 12 S. (Christliche Kunststätten Österreichs; Nr. 25)

Panorama

vergrößern
Blick auf das Pillerseetal

Weblinks

 Commons: St. Ulrich am Pillersee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Liste der Tiroler Gemeinden in der Anlage der Tiroler Gemeindeordnung 2001; abgerufen am 11. April 2012 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. TT.com St. Ulrich trauert um seinen Bürgermeister
  3. Latschenölbrennerei, mit der Möglichkeit zur Besichtigung

Kategorien: Loferer und Leoganger Steinberge | Ort im Bezirk Kitzbühel | St. Ulrich am Pillersee | Gemeinde in Tirol

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/St. Ulrich am Pillersee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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