St. Patrick’s Day - LinkFang.de





St. Patrick’s Day


Der St. Patrick’s Day (irisch Lá Fhéile Pádraig ) ist der Gedenktag des irischen Bischofs Patrick, der wahrscheinlich im 5. Jahrhundert lebte und als erster christlicher Missionar in Irland gilt. Sein Geburts- und sein Sterbetag sind nicht bekannt, das Datum 17. März für den Sterbetag tauchte erstmals im 7. Jahrhundert auf.[1] Einige Historiker glauben, dass in der Gestalt des St. Patrick, wie er heute verehrt wird, mindestens zwei Einzelpersonen zusammenflössen.[2] Patrick wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.

Gedenktag

Der Gedenktag des hl. Patrick wird in der römisch-katholischen Kirche sowie der anglikanischen Church of Ireland am 17. März begangen. Da der Heilige als Schutzpatron Irlands gilt, ist das Fest des Heiligen im irischen Regionalkalender ein Hochfest.

Der 17. März ist in der Republik Irland, in Nordirland, im britischen Überseegebiet Montserrat sowie der kanadischen Provinz Neufundland ein gesetzlicher Feiertag. Der St. Patrick’s Day wird weltweit von Iren, irischen Emigranten und zunehmend auch von Nicht-Iren gefeiert. In Dublin und den meisten anderen irischen Städten machen große Paraden und vielfältige Aktivitäten den St. Patrick’s Day zu einem bunten Volksfest. Die größten Paraden finden in Dublin, München, New York, Boston, New Orleans, Chicago, Manchester und Savannah statt. Auch in der britischen Hauptstadt London gibt es jährlich eine Parade und ein Festival.

Am 17. März ist Grün die vorherrschende Farbe der feiernden Iren in aller Welt; in einigen Städten (z. B. Chicago) werden am St. Patrick’s Day sogar die Flüsse grün eingefärbt. Hierzu wurde bis 2003 Uranin verwendet. Wegen der wahrscheinlich ölbasierten Schäden durch Uranin werden heute pflanzliche Farbstoffe verwendet.[3] Auch Bier (aber nicht das irische Guinness) wird an diesem Tag manchmal grün eingefärbt. Für das Jahr 2008 wurde der liturgische Gedenktag von der römisch-katholischen Kirche auf Samstag, den 15. März, vorverlegt, da er sonst in die Karwoche gefallen wäre, in der kein Fest oder ein anderes Gedenken begangen werden kann. Dieses Phänomen tritt nur sehr selten auf, zuletzt im Jahre 1940 und das nächste Mal im Jahre 2160.

Dieser Artikel oder Abschnitt stellt vorwiegend nur die Situation in Deutschland dar.

Deutschland

In München findet seit 1996 jährlich eine Parade zum St. Patrick’s Day statt, an der nicht nur irische, schottische und englische, sondern auch einige deutsche Gruppen teilnehmen.[4] Sie entwickelte sich zur größten kontinentaleuropäischen Parade und lockte 2007 etwa 26.000 bis 30.000 Teilnehmer und Zuschauer an.[5]

Die Münchner Parade findet nicht immer direkt am St. Patrick’s Day statt, sondern an einem zeitnahen Sonntag. Nach der etwa zwei Kilometer langen Parade von der Münchner Freiheit zum Odeonsplatz folgt dort ein Bühnenprogramm, bestehend unter anderem aus der traditionellen Segnung des Shamrock und Auftritten irischer Bands und Tanzgruppen. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Dieter Reiter und auch der Botschafter sowie der Honorarkonsul der Republik Irland nehmen daran teil.[6]. Am 17. März werden in München im Rahmen des weltweiten Greenings mehrere Wahrzeichen abends mit grünem Licht angestrahlt. 2016 war zum ersten Mal das Münchner Hofbräuhaus beteiligt, außerdem erstrahlten die Allianz Arena, der Olympiaturm und die BMW Welt in Grün.

In Göttingen wird seit 2001 jährlich in der katholischen Kirche St. Michael von den Jesuiten der Gottesdienst zum Fest des hl. Patrick[7] in englischer Sprache mit anschließender Prozession durch die Innenstadt gefeiert.[8] In Nürnberg bietet die Offene Kirche St. Klara/Katholische Cityseelsorge seit 2005 am St. Patrick’s Day einen Gottesdienst in drei Sprachen (irisch, englisch und deutsch) an, der von einem Jesuitenpater aus Dublin gehalten wird. Es wird irische Folk-Musik gespielt und es findet ein Umzug durch Nürnberg statt.

Seit 2006 findet in Unterfranken, nach mehreren privaten Clanfesten, jährlich eine offizielle St.-Patrick’s-Day-Parade in Waigolshausen statt, seit 2008 mit Musikbegleitung durch den Musikverein Waigolshausen. Neben dem Veranstalter des Clan McEL nehmen unter anderen auch Mitglieder des Clan MacScott aus Forchheim, Vertreter der Deutsch-Irischen-Gesellschaft Würzburg e.V., der Verein der Freunde von North Lanarkshire/Motherwell sowie vermehrt schottische Clans und Gäste aus Franken teil. Vor dem Paradenbeginn findet in der Waigolshäuser St. Jakobuskirche eine Andacht zu Ehren St. Patricks statt. Dabei wird unter anderem das Kleeblatt gesegnet. Bezug nimmt die Parade unter anderem auf St. Patricks Landsleute St. Kilian, Kolonat und Totnan, die irischen Frankenheiligen, deren Häupter in Würzburg ruhen.[9]

Kleinere Paraden werden seit 2005 auch in Karlsruhe und seit 2007 in Schacht-Audorf in Schleswig-Holstein abgehalten.[10] Seit 2011 wird das St. Patrick's Festival Berlin mit einer Parade durch Berlin-Kreuzberg und irischen Filmvorführungen gefeiert.[11][12]

Weblinks

 Commons: St. Patrick’s Day  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. The Encyclopaedia of Ireland, General Editor Brian Laylor, Dublin 2003
  2. Christine Kinealy: A New History of Ireland, Sutton Publishing, 2004
  3. http://www.greenchicagoriver.com/story.html Abgerufen am 4. Februar 2013.
  4. St. Patrick’s Day München: Parade. 'D.I.F. Bayern e.V.', abgerufen am 23. Februar 2008.
  5. St. Patrick’s Day Parade 2008. 'ganz-muenchen.de', abgerufen am 23. Februar 2008.
  6. St. Patrick’s Day München: Grußworte. 'D.I.F. Bayern e.V.', abgerufen am 6. März 2015.
  7. Predigten und Materialien zum Patricks-Gottesdienst
  8. Katholische Pfarrgemeinde St. Michael Göttingen, Gottesdienst und Prozession 2013 Abgerufen am 16. März 2013.
  9. Highlandlaird. Abgerufen am 15. März 2008.
  10. Karlsruhe:St. Patrick’s Day Parade
  11. http://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article114523745/Parade-zum-St-Patricks-Day.html
  12. http://www.stpatricksfestival.de/

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/St. Patrick’s Day (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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