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St. Pantaleon-Erla


St. Pantaleon-Erla
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: St. Pantaleon
Fläche: 28,45 km²
 :
Höhe: 242 m ü. A.
Einwohner: 2.581 (1. Jän. 2016)
Postleitzahlen: 4300, 4303, 4482
Vorwahl: 07435
Gemeindekennziffer: 3 05 29
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 13
4303 St. Pantaleon
Website: www.st-pantaleon-erla.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Divinzenz (RPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
{{Sitzverteilung
Lage der Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Pantaleon-Erla[1] (auch Sankt Pantaleon-Erla) ist eine Gemeinde mit 2581 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geographie

St. Pantaleon-Erla liegt an der westlichen Grenze Niederösterreichs im Mostviertel östlich der Mündung des Ennskanals in die Donau. Die Gemeinde wurde 1971 aus den beiden zuvor selbständigen Haufendörfern gebildet. 27,37 % der Gemeindefläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden, die auch gleichnamige Ortschaften sind, sind (Einwohnerzahlen Stand 1. Jänner 2015[2]):

  • Erla (13,76 km², 844 Ew.)
  • St. Pantaleon (14,56 km², 1.743 Ew.)
  • Sankt Valentin 1
  • Sankt Valentin 2 (21,8766 Ew.)

Neben den beiden Hauptorten und den zwei Dörfern Klein Erla und Pyburg gibt es 13 kleinere Ortschaften wie Albing, Arthof, Marksee, Stein, Stögen, Wagram, Breitfeld, Dorf, Engelberg, Haslach, Öttl, Weinberg und Weingarten.

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im Ortsteil Albing liegen die Reste eines römischen Legionslagers. Im Ortsteil Ziegelfeld wurde in den 1960er Jahren ein römischer Ziegelbrennofen ausgegraben. Schon in früheren Jahren wurden an der Erla antike Ziegel gefunden. Der Flurname, „Ziegelfeld“, geht auf diese Funde zurück. St. Pantaleon hieß um 1200 bis nach 1400 Zwieselkirchen und war Sitz einer Herrschaft, während Erla seit dem 12. Jahrhundert Sitz eines Benediktinerinnenklosters war, das im Jahr 1583 aufgelöst wurde.

Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilten die Orte St. Pantaleon und Erla die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Am 1. Jänner 1971 vereinigten sich die beiden 1850 entstandenen politischen Gemeinden St. Pantaleon und Erla freiwillig zur Gemeinde „St. Pantaleon-Erla“".

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2.465 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 2.208 Einwohner, 1981 1.997 und im Jahr 1971 1.949 Einwohner.

Politik

Gemeinderatswahlen
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(+4,44 %p)

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Der Gemeinderat hat 21 Sitze, Bürgermeister der Gemeinde ist Rudolf Divinzenz, Amtsleiter Lehenbauer-Bscheid.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 12 und die ÖVP 9 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ einen Sitz an die FPÖ, die in den Gemeinderat einzog.[3]

Gemeindepartnerschaften

  • Sillé-le-Guillaume
    Die Beziehungen des Musikverein Erla mit Sillé le Guillaume, nahe Le Mans, Frankreich, mündete 1990 in eine offizielle Partnerschaft der beiden Gemeinden St. Pantaleon-Erla und Sillé-le-Guillaume.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Pantaleon-Erla

Bauwerke

  • Enns-Brücke St. Pantaleon - Erla des Donauradwegs (längste Rundholzbrücke Mitteleuropas, ausgezeichnet mit dem Niederösterreichischen Holzbaupreis 2004)[5]
  • Schloss Erla (ehemaliges Kloster, ältestes Frauenkloster Niederösterreichs)
  • Pfarrkirche Erla (ehemalige Klosterkirche, erbaut 1121 bis 1138)
  • Pfarrkirche St. Pantaleon mit Krypta aus dem 12. Jahrhundert
  • Pfarrgemeinde Langenhart /Sankt Valentin /Altenhofen/Erla2

Vereine

  • Musikverein Erla
  • Musikverein St. Pantaleon
  • Schuhplattler u. Trachtenverein
  • Dorfgemeinschaft Erla

Feuerwehr

Das Feuerwehrwesen besteht aus den zwei Freiwilligen Feuerwehren Erla und St. Pantaleon mit insgesamt etwa 180 Mitgliedern. Beide Feuerwehren sind gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Ennsdorf zum Unterabschnitt Ennsdorf / St. Pantaleon zusammengefasst.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 68, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 84. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.185.

In St. Pantaleon sollte nach dem Kernkraftwerk Zwentendorf das zweite Kernkraftwerk in Österreich errichtet werden. Dieses Kraftwerk war als Wegbereiter eines „Ruhrgebiets an der Enns“ geplant. Eine Raffinerie, ein Acrylwerk und andere Industrien sollten folgen. Mit dem Beschluss des „Atomsperrgesetzes“ konnten diese Pläne nicht mehr realisiert werden.

Persönlichkeiten - Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: St. Pantaleon-Erla  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  3. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
  4. Vereinschronik Musikverein Erla. Abgerufen am 7. August 2015.
  5. BRÜCKE ST. PANTALEON - ERLA, Sonderpreis Öffentlicher Bau. Arbeitsgemeinschaft der niederösterreichischen Holzwirtschaft, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  6. Die Feuerwehren des Abschnittsfeuerwehrkommandos Haag. Abgerufen am 25. Januar 2015.

Kategorien: Ort an der Enns | Ort im Bezirk Amstetten | St. Pantaleon-Erla | Gemeinde in Niederösterreich | Ort an der Donau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/St. Pantaleon-Erla (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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