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St. Martin im Innkreis


St. Martin im Innkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Hauptort: Diesseits
Fläche: 8,86 km²
 :
Höhe: 372 m ü. A.
Einwohner: 1.978 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 223 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4973
Vorwahl: 07751
Gemeindekennziffer: 4 12 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Diesseits 184
4973 St. Martin im Innkreis
Website: www.st-martin-innkreis.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hans Peter Hochhold (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
8
7
4
Lage der Marktgemeinde St. Martin im Innkreis im Bezirk Ried im Innkreis
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Martin im Innkreis (auch Sankt Martin im Innkreis)[1] ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1978 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Die Gemeinde St. Martin im Innkreis liegt auf um die 370 m ü. A. im Innviertel am Westhang des Troßkolmwaldes im Antiesental, ca. 10 km nördlich der Bezirksstadt Ried im Innkreis an der Hausruck-Bundesstraße (B143).

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3,4 km, von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt 8,9 km². 13,5 % der Fläche sind bewaldet, 69,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[2]

Ortsteile der Gemeinde

Ortschaften sind Breitenaich, Diesseits (Hauptort der Gemeinde), Hofing, Hötzlarn, Jenseits, Karchham, Koblstadt und Sindhöring. Katastralgemeinden sind Diesseits (457 ha) und Jenseits (433 ha).

Nachbargemeinden

Reichersberg Ort im Innkreis Lambrechten
Mörschwang
Senftenbach Aurolzmünster Utzenaich

Hauptort der Gemeinde

Sankt Martin im Innkreis (Ort)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Ried im Innkreis (RI), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Ried im Innkreis
Pol. Gemeinde St. Martin im Innkreis  (KG St. Martin im Innkreis Diesseits, St. Martin im Innkreis Jenseits)
Ortschaft Diesseits, Jenseits
Koordinaten
Höhe 372 m ü. A.
Einwohner d. stat. Einh. 1271 (2001)
Gebäudestand 377 (2001)
Postleitzahl 4973 Sankt Martin im Innkreis
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk St.Martin im Innkreis (41228 000)
besteht aus den Ortsteilen Diesseits und Jenseits
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

Der Ort Sankt Martin im Innkreis besteht aus den beiden Bestandteilen Diesseits (dem nominellen Hauptort) und Jenseits. Die Ortsnamen sind wörtlich zu nehmen, die beiden Teile liegen – vom Schloss aus betrachtet – diesseits und jenseits der Antiesen.

Heute ist der Ort mit Breitenaich im Norden und Hofing im Süden (Ortbestandteile auch Gemeinde Aurolzmünster) schon zu einem Straßendorf entlang der ehemaligen Bundesstraße verwachsen. Breitenaich beginnt am Senftenbach beim Schlossteich, Hofing etwa beim Kraftwerk, Höhe Bahnhof.

Der Hauptort umfasst knapp 400 Gebäude mit etwa 1.300 Einwohnern, das sind etwa 23 der Gemeinde.

Geschichte

1084 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von St. Martin als Lehen des Hochstiftes Passau. Um 1150 ist es Ainwicus de sancti Martino ‚Dorf von Hl. Martin‘ genannt.[3] Die Herren von Schwent scheinen 1166 als Lehnsträger von St. Martin auf.

Nach dem Frieden von Teschen 1779 kam der Ort mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns. 1821 wurden die Reichsgrafen von Arco-Valley als Nachfolger der ausgestorbenen Reichsgrafen von Tattenbach Besitzer der schon im Mittelalter entstandenen Herrschaft St. Martin.

Schloss Sankt Martin im Innkreis

Der Ort wurde 1850 eine politische Gemeinde.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Zwischen Februar und Mai 1945 wurde die Gemeinde Zufluchtsort der weltberühmten Lipizzanerhengste der Spanischen Hofreitschule. Am 7. Mai 1945 wurden die Hengste von Oberst Alois Podhajsky in einer Vorstellung dem amerikanischen General George S. Patton in St. Martin präsentiert, um dessen Schutz zu erbitten. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1595 Einwohner, 2001 dann 1695 Einwohner.

Religion

1084 wird die Martinskirche erstmals erwähnt, sie existierte aber vermutlich schon früher. 1491 erfolgt die erste Erwähnung eines Priesters in St. Martin. 1781 erfolgte die Barockisierung der katholischen Pfarrkirche und die Erhöhung des Turmes. Am 17. Juli 1963 kam es zum Einsturz des Kirchturmes, 1964/1965 zum Wiederaufbau des Kirchturmes und zur Verlängerung des Hauptschiffes.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

St. Martin liegt an der Buslinie Ried-Schärding, hat eine Bahnstation St. Martin im Innkreis der (verlängerten) Salzkammergutbahn (Attnang-Puchheim – Schärding). In ca. 2 Kilometer Entfernung liegt die Autobahnanschlussstelle Ort im Innkreis der A 8 Innkreisautobahn

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Martin im Innkreis
  • Pfarrkirche St. Martin im Innkreis
  • Judenstein an der südlichen Kirchenmauer (mit 17. April 1294 datiert)
  • Barockschloss der Familie Arco-Zinneberg mit großem Schlosspark

Politik

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Gemeindevertretung

Der Bürgermeister ist Hans Peter Hochhold

Wappen

Blasonierung:

In Gold ein roter, halbkreisförmiger, durch ein silbernes, gestürztes Schwert mit schwarzem Griff gespaltener Umhang mit gewellten, nach oben gerichteten Enden.

Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.
Das Wappenbild zeigt des Heiligenattribut des Hl. Martin von Tours.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde:

Weblinks

 Commons: Sankt Martin im Innkreis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde . In BEV: Österreichischen Karte/Geonam und Labd Oberösterreich: DORIS wird die Gemeinde unter St. Martin im Innkreis, der Ort unter Sankt Martin im Innkreis. Das amtliche Ortsverzeichnis der Statistik Austria (2001) führt aber die Gemeinde unter Sankt Martin im Innkreis, nur die beiden Katastralgemeinden und der Zählsprengel lauten auf St. Martin (ein Ort des Namens wird dort nicht geführt)
  2. Land Oberösterreich - Geografische Daten der Gemeinde St. Martin im Innkreis .
  3. Norbert Grabherr: Historisch-topographisches Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Reihe Veröffentlichungen der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Ur- und Frühgeschichte. 1975, S. 102, Sp. 2

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/St. Martin im Innkreis (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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