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St. Leonhard bei Freistadt


St. Leonhard bei Freistadt
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 35,01 km²
 :
Höhe: 810 m ü. A.
Einwohner: 1.365 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 4294
Vorwahl: 07952
Gemeindekennziffer: 4 06 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
4294 St. Leonhard bei Freistadt
Website: www.stleonhard.at
Politik
Bürgermeister: Josef Langthaler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Lage der Marktgemeinde St. Leonhard bei Freistadt im Bezirk Freistadt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Leonhard bei Freistadt[1] (auch Sankt Leonhard bei Freistadt) ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 1365 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Freistadt.

Geografie

St. Leonhard bei Freistadt liegt auf 810 m Höhe am nordwestlichen Hang des Predigerberges im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,2 km, von West nach Ost 7,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,9 km².

Flächenaufteilung

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Dirnberg (22)
  • Ennsedt (97)
  • Freudenthal (39)
  • Haid (47)
  • Haslach (68)
  • Herzogreith (39)
  • Langfirling (96)
  • Maasch (63)
  • Oberarzing (28)
  • Prandegg (0)
  • Promenedt (48)
  • Rebuledt (19)
  • Rehberg (31)
  • Reith (28)
  • St. Leonhard bei Freistadt (630)
  • Schwaighof (39)
  • Stiftung (66)
  • Unterarzing (34)
  • Waltrasedt (16)
  • Wenigfirling (16)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Herzogreith, Maasch und St. Leonhard.

Nachbargemeinden

St. Oswald Weitersfelden
Gutau Kaltenberg
Schönau Unterweißenbach

Geschichte

Die gesamte Gegend um St. Leonhard gehörte einst zur Pfarre Gutau, diese wiederum zum Stift Sankt Florian. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes St. Leonhard stammt aus dem Jahre 1150. Es stand damals, laut Dokument, im Besitz der Herren von Hagenove. In dieser Urkunde wurden auch die Namen Stechelberg und Flenitz genannt. Der Stechelberg ist ein Berg der Ortschaft Schmierreit, die Flenitz ist ein Bach, der in Erdmannsdorf entspringt. Um 1220 findet sich in einem Dokument die erste Erwähnung der Pfarrkirche, damals noch eine Kapelle.

Burgstall Strafenberg

Im Jahr 1281 verpfändete der römisch-deutsche König Rudolf I. den Besitz St. Leonhard an Ulrich von Capellen. Dieser Ulrich erhielt um diese Zeit mehr Besitzungen verpfändet und wurde ein bedeutender Herrscher in diesem Gebiet. Nach dem Aussterben der Familie gelangte der Besitz zum Geschlecht Hardegg. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. 1536 verkaufte Julius Graf zu Hardegg die St. Leonharder Besitztümer an den Grafen Zelking. 1587 wurde das Gebiet an die Herrn Haym auf Reichenstein weiterverkauft. Das Verkaufen ging weiter und das Gebiet des heutigen St. Leonhard ging 1632 an das Geschlecht Sprinzenstein und 1732 an die Herrn von Hoheneck und schließlich an das Geschlecht Harrach. Ende des 18. Jahrhunderts besaßen neun Herrschaften Gründe in der heutigen Gemeinde.

St. Leonhard erhielt 1644 eine Marktordnung, die ähnlich der von Weitersfelden lautete. Es fanden regelmäßige Markttage statt. Handwerker finden sich in der Geschichte von St. Leonhard kaum, die meisten Menschen lebten von der kargen Landwirtschaft. Die Marktbewohner durften Bier ausschenken, da St. Leonhard ein Wallfahrtsort war. Obstbau fand kaum statt, da auf Grund der Witterung die Blüten der Bäume erfroren und somit keine Früchte reiften.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, so waren im Jänner 1806 rund 2000 Soldaten einquartiert. Am 16. Oktober 1825 ereignete sich ein großer Brand, der weite Teile des Ortes in Mitleidenschaft zog.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 lag St. Leonhard in der sowjetischen Besatzungszone. Seit 1955 wird die Infrastruktur ausgebaut und modernisiert. Die Gemeinde gehörte bis Ende 2002 zum Gerichtsbezirk Unterweißenbach und wurde per 1. Jänner 2003 dem Gerichtsbezirk Freistadt zugeteilt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung[3]
Jahr Einwohner   Jahr Einwohner
1869 1.624   1951 1.549
1880 1.560   1961 1.556
1890 1.538   1971 1.555
1900 1.508   1981 1.474
1910 1.447   1991 1.502
1923 1.546   2001 1.476
1934 1.600   2008 1.434
1939 1.484   2012 1.432

Entwicklung und Struktur

Im Jahr 1869 wohnten im Gemeindegebiet 1624 Menschen, der höchste Stand in der Geschichte. Bis 1971 sank die Bevölkerung nur sehr wenig, seit 1971 ist ein stärkerer Rückgang zu verzeichnen, was vermutlich auf die dezentrale Lage zurückzuführen ist. Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 1502 Einwohner, bei der Volkszählung 2001 nur mehr 1476, was einem Rückgang von 1,8 % entspricht. Am 1. Jänner 2012 verzeichnete die Gemeinde 1432 Einwohner.

Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre und älter waren, 19,8 %; 18,8 % waren unter 15 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag bei 48,2 %.[4]

Von den 1199 Bewohnern St. Leonhards, die 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 3,8 % eine Universität, Fachhochschule oder Akademie abgeschlossen. Weitere 4,9 % hatten eine Matura absolviert, 42,8 % hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht und 48,5 % aller Leonharder hatten die Pflichtschule als höchsten Abschluss.[5]

Herkunft und Sprache

Der deutsche Dialekt, der im Raum St. Leonhard sowie in Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist das Mittelbairische. 99,2 % der Leonharder gaben 2001 Deutsch als Umgangssprache an. Weitere 0,3 % sprachen hauptsächlich bosnisch, 0,3 % tschechisch, der Rest sprach andere Sprachen.

Der Anteil der St. Leonharder mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 mit 0,6 % weit unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. 0,2 % der Leonharder Bevölkerung besaß eine Staatsbürgerschaft von Bosnien-Herzegowina, 0,3 % eine Deutschlands und 0,6 % entfielen auf Staatsbürger aus anderen Ländern. Insgesamt waren 2001 etwa 1,2 % der Leonharder in einem anderen Land als in Österreich geboren.[4]

Politik

Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Seit dem Jahr 1945 erreichte die ÖVP immer die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Partei wurde immer die SPÖ. Die FPÖ wurde immer drittstärkste Partei, trat 2003 jedoch nicht an. 2003 wurde die ÖVP mit 61,1 % stimmenstärkste Partei.[6] 2009 konnte die ÖVP ihre absolute Mehrheit leicht ausbauen.[7]

Die Gemeinderatswahl 2009 mit einer Wahlbeteiligung von 87,0 % ergab folgendes Ergebnis:

Partei / politische Gruppierung Stimmen-
anteil
Verän-
derung
Sitze im Gemeinderat Verän-
derung
ÖVP 61,8 % +0,6 % 12 0
SPÖ 38,2 % -0,6 % 7 0

Bürgermeister der Gemeinde ist Josef Langthaler von der ÖVP. Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern.

Die nächste Gemeinderatswahl wird turnusmäßig 2015 abgehalten.

St. Leonhard ist Mitglied des Verbandes für Regional- und Tourismusentwicklung Mühlviertler Alm.

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt in Blau auf grünem Schildfuß linkshin schreitend der heilige Leonhard in schwarzer Mönchskutte, mit goldenem Heiligenschein und goldenem Brustkreuz, einen goldenen Krummstab in der rechten und eine silberne Kette in der linken Hand haltend. Der Heilige Leonhard ist der Kirchenpatron der Pfarre. Im linken Hintergrund steht ein silberner, gequaderter und gezinnter Rundturm mit rotem, geschlossenem Rundbogentor und zwei schwarz geöffneten Fenstern. Der Turm und die Ketten weisen den Heiligen als Fürbitter der Gefangenen aus.

Der Zeitpunkt der Verleihung des Gemeindewappens ist nicht bekannt. Das Wappen selbst wird schon länger verwendet und ist auf einem Siegelabdruck aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Das Siegel trägt die Umschrift MARCKT St. LEONHARD und zeigt nur den Hl. Leonhard. Ein urkundlich belegter Abdruck fehlt.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Leonhard bei Freistadt

Bauwerke

Die katholische Pfarrkirche St. Leonhard ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude. Die Gemeinde gehört zum Dekanat Unterweißenbach in der Diözese Linz.[10]

Gemeindegeschichte

Die Mönche von St. Emmeran in Bayern und St. Florian christianisierten das Gebiet nach mehreren Versuchen zum Ende des 8. Jahrhunderts. Die Ursprünge der Kirche reichen bis zum Beginn des 12. Jahrhunderts zurück. Damals gehörte das Gebiet zur Pfarre in Gutau. Der Name der Kirche wurde 1150 erwähnt. Hans von Kapellen, ein reicher adliger Grundherr, setzte 1337 einen ständigen Pfarrer für die Kirche ein, den Gläubigen war der Weg nach Gutau zu weit. Die Stolgebühren reichten für den Unterhalt des Pfarrers nicht aus, Hans von Kapellen wies ihm Grundstücke und ein Haus zu und gab ihm den kleinen Zehent. Allerdings hatte auch der Pfarrer von Gutau, dessen Filialkirche St. Leonhard war, weiterhin den Anspruch auf den Zehent an etlichen Häusern. Erhard, der letzte männliche Nachkomme der Familie Kapellen, verstarb 1406. Den Besitz erbte die Tochter Dorothea, die mit Hartneid V. von Lichtenstein verheiratet war. Später kam die Vogtei an die Herren von Zelking zu Weinberg. Für die Zeit um 1500 ist für die Kirche eine rege Bautätigkeit beurkundet, die Herren von Zelking gelten als Erbauer der Kirche. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche protestantisch, der Priester Johann Hofstetter lebte vorher im katholischen Kloster St. Florian. Hans Wilhelm von Zelking verkaufte die Vogtei 1584 an Hans von Haym zu Reichenstein. Die Gemeinde wurde nach etlichen Querelen wieder katholisch und erhielt nach 1644 die Pfarrrechte. Die schon früh einsetzende Wallfahrtstätigkeit wurde 1781 vom Kaiser verboten, die lebensgroße Statue des Leonhard wurde eingeschmolzen. Im selben Jahr wurde der Friedhof geschlossen und in der Nähe des Spitals ein neuer Friedhof eingerichtet. Da dies Gelände sehr steinig und felsig war, erwiesen sich Erdbestattungen als schwierig, ab 1812 wurde wieder auf dem alten Friedhof beigesetzt.[11]

Baugeschichte

Vor der heutigen Kirche gab es mit Sicherheit schon eine Kirche aus Holz, der Erbauer dieses gotischen Gebäudes ist nicht bekannt. In der Westwand sind Teile der Kirche vom 14. Jahrhundert erhalten. Der Chor der heutigen Kirche stammt wohl vom 15. Jahrhundert. Die drei Schiffe wurden nach einer Bezeichnung an einer Säule am Haupteingang bis 1535 errichtet. Das Gebäude galt zum Ende des 16. Jahrhunderts einsturzgefährdet, Strebepfeiler lösten das Problem. Die Schiffe der Hallenkirche mit drei Gewölben sind gleich lang. Die Rippen des Gewölbes im Chor durchkreuzen und gabeln sich mehrfach und bilden ein regelmäßiges Netz. Der Schlussstein zeigt eine Rose. Bei einem großen Brand im Jahr 1825 stürzte das gotische Gewölbe im Langhaus ein und der Helm des Turmes verbrannte. Das neue Tonnengewölbe aus Ziegeln wirkte schmucklos, 1890 wurden Rippen aus Gips eingezogen. Bei dem Brand kamen auch die 1698 an die Kirche angefügte Kreuzkapelle, sowie vier an der Friedhofsmauer stehende Kapellen mit Statuen zu Schaden, sie wurden 1825 entfernt. Eine Aufbahrungshalle konnte 1967 gebaut werden und 1968 ersetzte eine neue Empore die alte zweistöckige. Umfangreiche Renovierungen der Innenräume und des Außenbereichen wurden von 1984 bis 1994 vorgenommen.[12]

Ausstattung

  • Über der Sakristei hängt ein Kruzifix, ein Bildhauer aus Freistadt schnitzte es 1650. Es war früher über dem Fronbogen angebracht, heute dient es als Missionskreuz.
  • Der gotische Vorgängeraltar von 1508 wurde 1703 abgebaut, der heutige Hochaltar ist ihm nachempfunden. Viele Teile des alten Altares sind im oberösterreichischen Landesmuseum in Linz ausgestellt. Nach dem gotischen Altar wurde ein mächtiger schwarzer Zopfaltar im Stile des Barock angeschafft und 1899 wegen zu hoher Renovierungskosten wieder abgebrochen. Den heutigen Altar im neugotischen Stil baute die Holzfachschule in Hallstadt im Jahre 1904. Der Altartisch und der Tabernakel sind aus rotem Marmor gearbeitet, die Mensa ist prachtvoll gestaltet. Die beiden Schriftbänder Salve und Regina deuten auf die Kirche als marianischen Wallfahrtsort hin. Die Bilder auf der Predella, rechts und links vom Tabernakel zeigen die Kirchenväter Hieronymus, Gregor der Große, Augustinus und Ambrosius. Die Figuren im Schrein zeigen in der Mitte Maria als Himmelskönigin, sowie an den Seiten Dionysius und Leonhard. Drei durchbrochene Flügeltürme erheben sich im Gesprenge, die Figur des Weltenheilands wird flankiert von den Heiligen Wolfgang und Maximilian. Im oberen Teil thront Gott Vater, unter ihm ist der heilige Geist als Taube dargestellt,. In den Seitentürmen stehen Figuren des Johannes von Capestran und der Franziska. Engelsfiguren mit Spruchbändern runden die Szenerie ab. Bei geschlossenen Flügeln sind die sogenannten Schreinwächter Martin und Georg zu sehen. Die Vorderseite der Altarflügel zeigt als Relief die Legende des Leonhard und die Rückseite die Passion Christi.[13]

Seitenaltäre

Die Seitenaltäre sind im Stile des Säulenbarock gebaut. Die Skelette in den Glassärgen gehören zu den Katakombenheiligen der Helena in Rom. Diese Skelette des hl. Felix und der hl. Christina wurden 1764 nach hier überführt. Der Sage nach kehrte ein Mann mit Felix, seinem Sohn, in einer Gaststätte ein. Die Kellnerin wollte den jungen Mann verführen, dieser aber lehnte ab. Die Kellnerin versteckte aus Rache einen goldenen Becher im Rucksack des Jünglings und bezichtigte ihn des Diebstahls. Der Junge bekam die Todesstrafe, der Vater ließ sich zusammen mit ihm aufhängen. Zehn Jahre später wurden die Leichen ausgegraben, sie begannen zu sprechen und forderten, einen Platz in der Kirche zu bekommen.[14]

Der rechte Seitenaltar ist eine Arbeit von 1674, das gróße Altarbild zeigt die Darstellung des BilbelwortesKomment alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Die flankierenden Figuren des Rochus und des Sebastian sind Meinrad Guggenbichler zugeschrieben. Die Figuren der Heiligen Dionysius von Korinth und Franz Xaver stehen auf dem Gesprenge. Das mittlere ovale Gemälde zeigt Maria mit ihrem Sohn. Der Giebel wird von Michael als Seelenwächter bekrönt.

Der linke Seitenaltar war ursprünglich Johannes d. T. geweiht. Auf dem großen Altargemälde war die Enthauptung des Johannes zu sehen, das Bild wurde 1906 durch Feuchtigkeit zerstört und dann durch das jetzige mit der Darstellung der Heiligen Familie ersetzt. Der Florian links daneben wird als römischer Soldat in Uniform gezeigt, auf der rechten Seite neben dem Bild steht Leopold. Die Figuren auf dem Gesprenge sind Barbara und Katharina. Der Giebel ist von Christus in der Pose des guten Hirten bekrönt.[15]

Gemälde über dem Triumphbogen

Das Wandgemälde zeigt behinderte Menschen mit Beeinträchtigungen verschiedener Art. Die Menschen pilgern zur zentralen Sonne und zum Kreuz und erbitten Rettung. Das Bild malte ein unbekannter Künstler im 20. Jahrhundert.[16]

Orgel

Die Orgel baute 1753 der Orgelbauer Lorenz Franz Richter aus Freistadt, sie ist eine der wenigen erhaltenen Instrumente dieses Meisters. Es ist mit einem Hauptwerk und einem Brüstungspositiv ausgestattet, so dass der Organist dem Altar zugewandt sitzt. Im 19. Jahrhundert wurde ein Register ausgetauscht, für die neuen größeren Pfeifen musste das Gehäuse um einen Aufsatz erhöht werden. Später wurden die Tastenbeläge des unteren Manuals erneuert.[17]

  • Zehentkasten: Zum Leisten des Zehent an Gutau
  • Susi Wallner Warte am Predigtberg

Naturdenkmäler

  • Weltuntergangssteine

Die Weltuntergangssteine sind zwei Findlinge am Mühlberg, die sich der Legende nach aufeinander zubewegen. Während einst noch Bauern mit Heuwagen zwischen den Steinen durchgepasst haben sollen, gibt es heute nur noch einen schmalen Fußweg. Sobald die beiden Findlinge einander berühren, soll die Welt untergehen. Tatsächlich bewegt sich jedoch nur der nördliche der beiden Steine, wie auf einer Infotafel ebendort nachzulesen ist.
In einer Felsnische an dem ruhenden Findling steht eine Madonna, die 1917 zu Fuß von Pöstlingberg nach St. Leonhard getragen wurde. Daneben befindet sich ein stillgelegter, 38 m tiefer Brunnen mit Opferschale.

  • Herzogreitherfelsen

Weithin sichtbar ragt der Herzogreitherfelsen am Herzogreitherberg empor, auf dessen Gipfel einmal eine Holzburg gestanden sein soll. Man vermutet, dass sie in kriegerischen Zeiten der Bevölkerung als Schutz gedient hat. Teilweise sind noch Widerlager für Pfähle und Palisaden erkennbar, zudem einige Opferschalen, die Kulthandlungen vermuten lassen.
Das Kreuz am Herzogreitherfelsen, so besagt eine Tafel des Verschönerungs- und Tourismusforum St. Leonhard b. Fr., wurde von einem Bauer aus Dankbarkeit dafür gesetzt, dass seine Frau, nachdem sie bei Holzbringungsarbeiten abstürzte, wie durch ein Wunder überlebt hat, indem sie beinahe unverletzt am Ast eines Baumes hängenblieb.

  • Opferschalen

Opferschalen befinden sich am Herzogreitherberg, Mühlberg, Predigtberg und am Wimberg.

Museen

  • Oberösterreichischer Jagdfalkenhof: Museum der Falknerei

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

St. Leonhard bei Freistadt wird von der Gutauer Bezirksstraße (L 1478) von Nordosten Richtung Südwesten durchquert. Im Nordosten mündet die aus dem Norden herankommende Waldfeld Bezirksstraße (L 1479) in diese Straße ein. Durch den Ort führt der überregionale Wander- und Pilgerweg Johannesweg.

Öffentliche Einrichtungen und Bildung

Im Ort stehen ein Kindergarten, eine Volksschule und eine Hauptschule zur Verfügung. Zusätzlich besteht eine Bücherei. Weiters gibt es einen Allgemeinmediziner in der Gemeinde.

Im Gemeindegebiet sorgen die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard und die Freiwillige Feuerwehr Langfirling für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

 Commons: Sankt Leonhard bei Freistadt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Statistik Austria: Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (download als pdf; 35 kB)
  4. 4,0 4,1 Volkszählung 2001: Demografische Daten (download als pdf; 10 kB)
  5. Volkszählung 2001: Wohnbevölkerung (download als pdf; 10 kB)
  6. Gemeinderatswahlen Prozentanteile: Gemeindewahl St. Leonhard (abgerufen am 29. Oktober 2008)
  7. Wahlen in Oberösterreich (abgerufen am 3. Dezember 2009)
  8. Land Oberösterreich, Landesgeschichte: Wappen der Gemeinde St. Leonhard (abgerufen am 29. Oktober 2008)
  9. Geschichte Susi-Wallner-Warte
  10. Seiten der Diözese
  11. Brigitte Scheuchenpflug Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt Kunstverlag Hofstetter Ried im Innkreis Seiten 2 bis 6
  12. Brigitte Scheuchenpflug Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt Kunstverlag Hofstetter Ried im Innkreis Seiten 8 und 9
  13. Brigitte Scheuchenpflug Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt Kunstverlag Hofstetter Ried im Innkreis Seite 12
  14. Brigitte Scheuchenpflug Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt Kunstverlag Hofstetter Ried im Innkreis Seite 13
  15. Brigitte Scheuchenpflug Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt Kunstverlag Hofstetter Ried im Innkreis Seite 12 bis 14
  16. Brigitte Scheuchenpflug Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt Kunstverlag Hofstetter Ried im Innkreis Seite 15
  17. Brigitte Scheuchenpflug: Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Freistadt. Kunstverlag Hofstetter, Ried im Innkreis, Seite 18.

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