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St. Johann am Walde


Dieser Artikel behandelt den Ort in Oberösterreich, zu dem im Bezirk Lienz, Tirol, siehe St. Johann im Walde.
St. Johann am Walde
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 40,01 km²
 :
Höhe: 623 m ü. A.
Einwohner: 2.046 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 51 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5242
Vorwahl: 07743
Gemeindekennziffer: 4 04 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Johann Nr. 8
5242 St. Johann am Walde
Website: www.saigahans.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Berger (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
11
8
6
11 
Lage der Gemeinde St. Johann am Walde im Bezirk Braunau am Inn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Johann am Walde[1] (auch Sankt Johann am Walde) ist eine Gemeinde mit 2046 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Westen Oberösterreichs, dem Innviertel. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geografie

St. Johann am Walde liegt auf 623 m Höhe auf dem Kobernaußerwald. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,6 km, von West nach Ost 7,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 40 km². 64,5 % der Fläche sind bewaldet, 31,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[2]

Nachbargemeinden:

Höhnhart Aspach Mettmach
(Bez. Ried im Innkreis)
Maria Schmolln Lohnsburg am Kobernaußerwald
(Bez. Ried im Innkreis)
Lengau Pöndorf *
(Bezirk Vöcklabruck)
Pöndorf grenzt nur in einem Punkt an

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[3]):

  • Dobl (126)
  • Frauschereck (219)
  • Geierseck (73)
  • Grubmühl (88)
  • Höh (26)
  • Klafterreith (167)
  • Obereck (161)
  • Peretseck (57)
  • Raucheneck (41)
  • Roith (43)
  • St. Johann am Walde (248)
  • Schauberg (114)
  • Scherfeck (57)
  • Schlagereck (196)
  • Schnaidt (143)
  • Schneibenschlag (53)
  • Schöfeck (24)
  • Schwandt (33)
  • Stixeck (90)
  • Straß (28)
  • Warleiten (40)
  • Windschnur (20)
  • Winkl (9)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde St. Johann.

Namensherkunft

Die Pfarrkirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts anstelle einer Jagdkapelle errichtet. Sie ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht, daraus entstand in der Mundart Sailiga (seliger) Hans, heute sagt man Saiga Hans.[4] Der Ort wurde dann auch St. Johann in der Püchen (S. Johans in der Puechen, 1580) genannt.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Geteilt; oben in Grün schräggekreuzt eine goldene, schräglinke Axt und ein goldenes Buchenblatt, unten in Gold drei rote, zwei zu eins gestellte, breitkrempige Hüte. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.

Das vom Gemeinderat am 4. März 1983 beschlossene Gemeindewappen wurde innerhalb eines Wettbewerbes in der Gemeinde erstellt und von der oberösterreichischen Landesregierung am 18. April 1983 genehmigt. Das Beil bezieht sich sowohl auf den Ortsheiligen als auch auf die stark vorherrschende Forstwirtschaft. Das Buchenblatt gedenkt der ersten Erwähnung des Ortes. Die roten Feiertagshüte in der unteren Wappenhälfte waren, laut mündlicher Überlieferung, das Erkennungsmerkmal der ersten Rodungssiedler, der Spießmoja-Bauern.

Geschichte

Die Ortschaft entstand schon ab dem 13. Jahrhundert um die Kirche herum, und war Zentrum eines wichtigen Holzeinschlaggebiets, wie es das Wappen zeigt.[4]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Politik

  • Bürgermeister: Bürgermeister ist Gerhard Berger SPÖ.
  • Gemeinderat: Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
  • 11 SPÖ – stellt den Bürgermeister
  • 8 ÖVP
  • 6 FPÖ

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde ist mit Stand der Volkszählung vom 15. Mai 2001 mit 2064 Einwohnern auf dem höchsten Stand seit Beginn der Volkszählungen. Das entspricht seit der Volkszählung 1991 einem Wachstum von 1,33 Prozent. Im Jahre 1869 betrug die Bevölkerung 1453 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer : Ein gotischer Bau bei dem 1852 das Langhaus um zwei Joche erweitert und der 37 m hohe Westturm errichtet wurde. 1903 wurde im Süden ein Seitenschiff mit fünf Jochen angebaut. Der neugotische Hochaltar stammt aus der Werkstatt des Georg Wagner aus Braunau und wurde 1909 errichtet.[5]
  • Beandhaus St. Johann am Walde: Das Beandhaus ist das einzige Museum in St. Johann am Walde. Der Name leitet sich vom Hausnamen der früheren Bewohner ab. Das Museum zeigt die kleinste Form einer landwirtschaftlichen Einheit und stellt eindrucksvoll dar, wie beschwerlich das Leben früher war. Seit 1990 ist dieses Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.
  • Naturschutzgebiet Spießmoja: Das Naturschutzgebiet 'Spießmoja' ist nach den ersten Siedlern dieser Gegend, den Spieaßmoja-Bauern benannt. Es besteht hauptsächlich aus einem Moor, in dem viele seltene Moorpflanzen zu finden sind.

Sport und Vereine

  • Schilift in Peretseck
  • Sektion Faustball (3x Bezirksliga Braunau)
  • Sektion Fußball (1. Klasse Süd-West)
  • Sektion Tischtennis
  • Sektion Tennis
  • Sektion Ski alpin
  • Sektion Wandern
  • Golfanlage

sowie weitere 20 Vereine

Wirtschaft

Ansässige Unternehmen:

In der Gemeinde St. Johann am Walde finden sich 60 Betriebe. Den größten Betrieb stellt die Firma Fertigputze Haslinger. Die Hälfte der ansässigen Betriebe entfällt auf handwerkliche Arbeitsstätten, die restlichen Firmen werden hauptsächlich durch Gasthäuser, Kaufhäuser und andere Kleinbetriebe gestellt. Grundsätzlich hat sich St. Johann am Walde von einer vormals vorherrschenden land- und forstwirtschaftlichen Gemeinde zu einer Pendlergemeinde entwickelt.

Öffentliche Einrichtungen

  • Gemeindeamt
  • Öffentlicher Spielplatz

Bildung

In St. Johann am Walde gibt es ein Schulzentrum mit zwei Schulen und einer Musikschule:

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Hauptschule
  • Musikschule

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Frauscherecker Bierzelt: Es wird jährlich, meist in der letzten Augustwoche, von der Freiwilligen Feuerwehr Frauschereck veranstaltet. Es dauert drei Tage, wobei am Freitag und am Samstag Bands spielen (Evergreens, Gassenhauer...) und am Sonntag ein Frühschoppen stattfindet, bei dem die Musikkapelle Sankt Johann für musikalische Umrahmung sorgt.
  • Pfingstfest: Veranstaltet von der Sektion Faustball: Am Samstag findet eine Kinderolympiade statt, bei der sich Kinder und Jugendliche im Zehnkampf beweisen können. Und am Pfingstsonntag findet ein sogenanntes Gauditurnier statt. Vereine aus dem Ort und der Umgebung geben sich hier beim Faustballspielen gegenseitig die Klinke in die Hand.
  • Pfarrfest: Umrahmt von der Musikkapelle Sankt Johann veranstaltet die Pfarre einen Frühschoppen, der nach der morgendlichen Messe am Pfarrplatz stattfindet.
  • Maschkerer: Dieser Brauch findet sowohl in Sankt Johann, als auch, fünf Tage später, in Maria Schmolln statt. Am 31. Dezember, also dem Silvesterabend, ziehen maskierte Passen von Haus zu Haus. Die Volkstanzgruppe und der Theaterverein pflegen das Maschkerergehen seit mehr als 200 Jahren. In den letzten Jahren haben sich in der Gemeinde immer mehr Kindergruppen zusammengeschlossen, die es den großen Zechen nachmachen.

Weblinks

 Commons: Sankt Johann am Walde  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Land Oberösterreich - Geografische Daten der Gemeinde St. Johann am Walde .
  3. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  4. 4,0 4,1 Gemeinde St. Johann am Walde , geomix.at
  5. Gemeinde St. Johann am Walde: Die Pfarrkirche ; abgerufen am 14. Juni 2014

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/St. Johann am Walde (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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