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Stützengrün


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: ErzgebirgskreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 584 m ü. NHN
Fläche: 28,36 km²
Einwohner: 3341 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08328
Vorwahl: 037462
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 600
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hübelstr. 12
08328 Stützengrün
Webpräsenz: www.stuetzengruen.de
Bürgermeister: Volkmar Viehweg (CDU)
}

Stützengrün ist eine kreisangehörige Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis mit knapp 3500 Einwohnern.

Geografie

Stützengrün liegt im Erzgebirge direkt an der Grenze zum Vogtland. Durch Stützengrün fließt der Weißbach, der direkt in die Eibenstocker Talsperre einmündet.

Gemeindegliederung

Dazu gehören neben dem Ortsteil Stützengrün mit den ehemals selbständigen Gemeinden Oberstützengrün und Unterstützengrün die eingemeindeten Orte Hundshübel und Lichtenau. Ferner existiert die Ortsbezeichnung Neulehn am Fuße des Kuhbergs, die den Ursprung von Oberstützengrün bildet.

Geologie und Natur

Die Gemeinde liegt auf einer hügeligen Hochfläche aus dem Eibenstocker Turmalingranit und erstreckt sich auf einer Höhenlage von 570 bis 680 m ü. NN . Zwischen Ober- und Unterstützengrün liegende langgezogene Bergwiesen wurden von Deutschland als Natura 2000-Gebiet „Bergwiesen um Schönheide und Stützengrün“ von zusammen 164 Hektar (davon Stützengrün etwa ein Drittel und Schönheide zwei Drittel) der Europäischen Union gemeldet. Sie gehören zum europäischen Natura 2000-Netz.[2] Regelmäßig findet dort ein Bergwiesenfest statt, bei dem auch die frühere Nutzung als Heuwiesen vorgeführt wird. Auch Informationswanderungen auf dem in diesem Bereich angelegten „Bergwiesenerlebnispfad“ werden angeboten.[3]

Geschichte

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Stützengrün 1546 im Befreiungsbrief von Balthasar Friedrich Edler von der Planitz, dem Sohn von Hans Edler von der Planitz, in dem freie Hutung, niedere Gerichtsbarkeit sowie Brau- und Schankerlaubnis gewährt, aber auch Pflichten wie Dienste auf den Feldern des Grundherrn und bei dessen Jagd sowie jährliche pachtartige Zahlungen auferlegt wurden.[4] Zuvor bereits gab es einige Gehöfte samt einem Brauhaus am Fuße des Kuhbergs, die von der Herrschaft in Auerbach als „Neues Lehen“ vergeben wurden und noch heute den Ortsnamen Neulehn besitzen. Aus Neulehn entstand dann Oberstützengrün. Der Ortsteil Unterstützengrün war noch bis in die 1950er Jahre als Ortschaft mit eigenem Bürgermeister selbständig. Hier datiert die erste Erwähnung in einer Besitzurkunde über ein Mühlengut und einen Waffenhammer des Amtsschössers von Schwarzenberg von 1575.

1563 wurde Stützengrün durch Ankauf von August von Sachsen kurfürstliches Dorf und gehörte zum Amt Schwarzenberg.[5] 1632 wurde eine Eisengrube erschlossen, die lange Zeit den Charakter des Ortes prägte. Die Bürstenfabrikation entstand um 1830, nachdem der Bergbau zum Erliegen kam.

Lichtenau kam bedingt durch die Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1996[6] zu Stützengrün und Hundshübel drei Jahre später am 1. September 1999[7].

Oberstützengrün

Am 24. Oktober 1525 ging die Herrschaft Auerbach, darin waren die Stadt Auerbach und etwa 15 Ortschaften enthalten, in den Besitz des Adelsgeschlechtes derer von der Planitz über. 10 Jahre danach starb Hans Edler von der Planitz, und das Gebiet wurde nun zusammen mit der Herrschaft Göltzsch von Balthasar Friedrich, dem Sohn von Hans von der Planitz, übernommen. Im Jahre 1542 teilten sich die drei Söhne des Hans von der Planitz in das Gebiet der Herrschaft Auerbach. Balthasar Friedrich erhielt die Herrschaft Göltzsch. Zu ihr gehörten Rothenkirchen und die an hohen Wäldern so reiche, sich bis zur Zwickauer Mulde hinauf erstreckende Gebietsfläche. Mit der Zeit kam es zur Ansiedlung in dieser Wildnis. Die „Planitzen“, so wurden die dort lebenden Menschen genannt, drangen in die Wälder vor, machten sie urbar (noch heute heißt ein Talstück „die Reuth“ (von roden)) und errichteten anfänglich vier Höfe am Fuße des Kuhbergs. Nach und nach kamen weitere Anwesen, wohl auch ein Brauhaus hinzu. Dieses von Auerbach aus gegründete „Neue Lehen“, war zweifellos der Grundstock für den heutigen Ortsteil Neulehn. Im Befreiungsbrief vom 20. Januar 1546 räumte Balthasar Friedrich den Höfen gewisse Rechte ein und erkannte sie als geordnete Dorfgemeinschaft zu Stützengrün an, die er zu schützen versprach.

Neben dieser Theorie von Pfarrer Obenaus gibt es noch eine weitere. So meint Martin Leistner in Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock, das Vorderdorf (Oberstützengrün) sei der älteste Teil von Stützengrün, also nicht wie Obenaus, Neulehn. Siegfried Sieber schreibt: „Stützengrün ist als doppelreihiges Waldhufendorf entstanden. Von seinen Gütern ziehen nach beiden Seiten der Straße die dazugehörigen Hufenstreifen bis hin zur Höhe oder zum Wald.“

Die genannten Chronisten begründen ihre Ansicht folgendermaßen: Das Vorderdorf ist eine geschlossene, nach Plan angelegte Waldhufensiedlung, wie sie im Erzgebirge in größerer Anzahl entstanden sind. 1563 gelangte der Ort zusammen mit Schönheide und Neustädtel in den Grundbesitz des sächsischen Kurfürsten August und wurde somit ein Teil des Amtsbezirkes Schwarzenberg. Im Jahre 1687 kam es zur Erneuerung des Befreiungsbriefes von 1546 durch Kurfürst Johann Georg III. Dieser Brief bestätigte alte Rechte und Freiheiten.

Unterstützengrün

Völlig unabhängig von der ersten Ansiedlung am Fuße des Kuhberges, dem späteren Oberstützengrün, waren im Weißbachtal, dem späteren Unterstützengrün, ein Waffenhammer und ein Mühlgut aufgrund geringer Vorkommen an Roteisenstein entstanden. Das Gründungsjahr liegt bis heute noch im Dunkeln. Aus einem Aktenstück von 1575 geht jedoch hervor, dass der Besitzer dieses Waffenhammers und Mühlgutes der Amtsschösser von Schwarzenberg gewesen sein könnte. Anschließend wechselten die Besitzer des Waffenhammers mehrmals, der je nach seinem „Produktionsprofil“ auch als Schaufel- bzw. Zainhammer bezeichnet wird. In einer Eingabe des Oberförsters Hans Günther aus Burkhardtsgrün aus dem Jahre 1615 an den Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen wird der Waffenhammer und das Mühlgut als „Unter der Stützengrün“ gelegen bezeichnet.

Mit der Zeit entstand eine immer größer werdende Streusiedlung um Mühlgut und Waffenhammer, die sich schließlich bis zum heutigen Vorderdorf (Oberstützengrün) erstreckte. Die Bewohner unterstanden der Gerichtsbarkeit des jeweiligen Besitzers. In den weiteren Jahren kam es zu einer immer deutlicheren Absplitterung Unterstützengrüns aus der Gesamtgemeinde. Von da an war es nur noch ein winziger Schritt bis zu einem selbständigen Gemeinwesen, das den Namen aus seiner Lage empfing. Aus „Unter der Stützengrün“ wurde Unterstützengrün.

1788 heißt es über Stützengrün: Stützengrün, ein Amtsdorf mit der Bergfreyheit, bey Aue, hat 103 Häuser, ein amtsässiges Mühlenguth (Unter- oder Neu-Stützengrün) und einen Zayn-, Schaufel- und Waffenhammer. Die Einwohner betreiben Ackerbau, Fuhrwerk und einige Handelschaft.[8]

Vereinigung der Gemeinden

Erste Gedanken zu einer Zusammenlegung beider selbständiger Gemeinden gab es schon im Jahre 1919.

Am 4. Oktober 1935 war eine erneute Beratung im „Schmidt's Gasthof“ anberaumt worden. Zu dieser nichtöffentlichen Versammlung waren alle Gemeinderäte von Unterstützengrün geladen worden. In dem daraus entstandenen Schreiben an die Kreisleitung der NSDAP wurde einstimmig beschlossen, dass Unterstützengrün als selbstständige Gemeinde erhalten bleibt.

Am 2. September 1949 fand eine Sitzung des Vereinigungsausschusses von Oberstützengrün im Gasthof „Stollmühle“ statt. Es stand die Ausarbeitung des Grenzänderungsvertrages auf der Tagesordnung. Am 2. November 1949 wurde der Grenzänderungsvertrag einstimmig von der Gemeindevertretung in Oberstützengrün anerkannt. Der Grenzänderungsvertrag hing 30 Tage in den jeweiligen Gemeindeämtern aus. Einspruch durch die Bevölkerung wurde nicht erhoben. Die Verwaltungszusammenlegung der beiden Gemeinden erfolgte am 28. Dezember 1949. Aus den selbständigen Gemeinden Oberstützengrün und Unterstützengrün wurde am 1. Juli 1950 die politische Gemeinde Stützengrün.[9]

Namensherkunft

Es gibt mehrere Auffassungen zur Herkunft des Ortsnamens.

So schreibt Obenaus in seiner Chronik, dass der Ortsname vom ersten Ansiedler, der Stidizo, Studizo, Stitz oder Stutz hieß, stammt. In der Urkunde von 1546 hieß es auch „Stitzengrün“. Die Endung „-grün“ leitet er von einer Waldlage ab.

Zum Anderen heißt Stütz, Stitz im Mittelhochdeutschen soviel wie „steiler Abhang, abschüssige Stelle“. Angesichts der vorherrschenden Geländeformen könnte der Ortsname auch davon hergeleitet worden sein.

Einwohnerentwicklung

Auf Grund der Entstehung der Gemeinde aus den Ortsteilen Ober- und Unterstützengrün wird bis zur Zusammenschließung in den 1950er Jahren die Einwohnerentwicklung getrennt betrachtet.

Oberstützengrün 1557 bis 1946

Jahr Einwohner
1557 23 Besessene Mann, 3 Inwohner
1764 65 Besessene Mann, 8 Häusler
1834 1234
1871 1375
1890 1414
1910 1603
1925 1720
1939 1914
1946 2063

Unterstützengrün 1792 bis 1946

Jahr Einwohner
1792 58 Häusler
1834 762
1871 708
1890 791
1910 1022
1925 1152
1939 1065
1946 1015

Gesamtgemeinde ab 1950

Ab 1998 sind die Einwohnerzahlen der eingemeindeten Orte Hundshübel und Lichtenau enthalten.

Jahr Einwohner
1950 3597
1964 3037
1971 2863
1990 2467
1998 4092
1999 4085
2000 4004
2001 3976
2002 3981
Jahr Einwohner
2003 3941
2004 3842
2005 3806
2006 3771
2007 3724
2008 3688
2009 3640
2010 3616
2012 3474
Jahr Einwohner
2013 3444

Quelle ab 1998: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik

Bundestagswahl 2005

Bei der Bundestagswahl 2005 erhielt die CDU die meisten Erst- und Zweitstimmen. Das Wahlergebnis aus Stützengrün (Parteien, welche bundesweit mehr als 5 % aller gültigen Stimmen erhielten):

Partei Erststimme Zweitstimme
CDU 45,6 % 39,4 %
SPD 21,4 % 21,1 %
DIE LINKE 16,5 % 17,1 %
FDP 08,3 % 12,2 %
GRÜNE 01,4 % 02,3 %

Bürgermeisterwahl 2014

Die Bürgermeisterwahl am 31. August 2014 brachte 61,8 Prozent der 2 858 Wahlberechtigten an die Urnen. Sie wählten Volkmar Viehweg (parteilos, Kandidat der CDU[10]) mit 97,6 Prozent der abgegebenen Stimmen als Nachfolger von Birgit Reichel (CDU), die über 14 Jahre amtiert hatte.[11] Seine siebenjährige Amtszeit begann am 1. Oktober 2014.[12]

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[13]
Wahlbeteiligung: 60,6 % (2009: 55,5 %)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,8 %
26,7 %
10,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
+23,3 %p
-11,7 %p
-11,5 %p
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 9 Sitze
  • Unabhängige Wählervereinigung (UWV): 4 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

Europawahl 2009

Bei der Wahl zum Europäischen Parlament ergibt sich nach der Stimmabgabe von 55,2 % aller Wahlberechtigten in Stützengrün nachfolgendes Ergebnis:[14]

Partei absolut prozentual Veränderung zu 2004
CDU 781 47,9 % -5,1 %
DIE LINKE 229 14,0 % -0,6 %
FDP 185 11,3 % +3,5 %
SPD 148 09,1 % +0,7 %
PBC 53 03,3 % +0,1 %
GRÜNE 41 02,5 % +0,3 %
Sonstige 193 11,9 % +1,1 %

Religionen

Die ev.-luth. Kirchgemeinden Stützengrün und Hundshübel gehören zum Kirchenbezirk Aue. Lichtenau ist in die ev.-luth. Kirchgemeinde nach Bärenwalde im Kirchenbezirk Zwickau gepfarrt. Stützengrün war bis 1706 nach Rothenkirchen gepfarrt und von 1706 bis 1885 Filialkirche von Rothenkirchen.

Die Landeskirchlichen Gemeinschaften Stützengrün-Grund, Stützengrün-Neulehn und Hundshübel gehören zum Bezirk Auerbach/Vogtland. Sie sind Hauptinitiatoren des seit den 1920er Jahren stattfindenden und überregional bekannten Waldgottesdienstes am Pfingstmontag in Stützengrün.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Im Zentrum steht die 1697 bis 1701 erbaute und schon zur DDR-Zeit denkmalgeschützte Bauernbarockkirche mit geschnitztem Altar und einer Jehmlich-Orgel von 1859, die 1991 restauriert wurde. Die Grundsteinlegung fand am 26. Januar 1697 im Beisein des Amtmanns des Amts Schwarzenberg, Christian Kreß, statt.
  • Ein weiterer Anziehungspunkt des Ortes ist der 795 m hohe Kuhberg mit dem im Jahr 1894 eröffneten, nach dem sächsischen Kronprinzen Georg benannten Turm, von welchem aus man auf die angrenzenden Wälder und Siedlungen schauen kann.
  • Außerdem wurde ein Bergwiesenerlebnispfad (ca. 4 km) eingerichtet, der mit Schautafeln über die heimische Vegetation, insbesondere die europaweite Bedeutung der Bergwiesen des FFH-Gebietes Bergwiesen um Schönheide und Stützengrün im Netz Natura 2000 der Europäischen Union informiert.[16]

Weitere Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Stützengrün liegt an der Bundesstraße 169. Bis 1975 hatte die Ortschaft einen Bahnhof und einen Haltepunkt an der 42 km langen Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld. Zwei bogenförmige Eisenbahnbrücken im Ortsgebiet wurden bei Stilllegung der Bahn abgerissen. In den 1990er Jahren wurde ein Teilstück von der Museumsbahn Schönheide wiederaufgebaut. Die heute verkehrende Museumsbahn verkehrt auf der alten Trasse und hält am Haltepunkt Stützengrün an der Bürstenfabrik. Einige Meter dahinter wurde 2001 der Haltepunkt Neulehn eingerichtet.

Ansässige Unternehmen

  • Bürstenindustrie
  • Klein- und mittelständische Betriebe
  • vereinzelt Landwirtschaft
  • Gewerbegebiet an der B 169

Größtes Unternehmen ist die auch optisch mit ihren Fabrikgebäuden dominierende Bürstenfabrik, deren erster Bauabschnitt aus dem Jahr 1925 ein Beispiel für die damalige Industriearchitektur ist. Der Ausgangspunkt war die Gründung einer Genossenschaft für die Produktion von Bürsten durch Schönheider Bürstenarbeiter, die 1906/7 einen langen Streik führten insbesondere um eine kürzere Arbeitszeit als die bis dahin geltende von 70 Stunden in der Woche. Nach dem Ersten Weltkrieg und die Inflation übernahm die Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine (GEG) die Produktion und verlagerte sie von Schönheide in die neu errichtete Fabrik. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 1914 mit 100 auf 200 im Jahr 1930. Nach der Enteignung 1941 wurden Rüstungsgüter hergestellt. Vom Sommer 1945 an waren wieder über 100 Beschäftigte tätig, die außer Bürsten auch zur Deckung des großen Bedarfs Schuhe – Igelit-Schuhe – produzierten. In den 1950er Jahren wuchs die Fabrik erheblich. In dieser Zeit wurde die Fabrik durch einen Neubau erheblich erweitert. Bei einem Frauenanteil von über 50 % waren Anfang der 1960er Jahre um 1.200 Personen beschäftigt, zusätzlich zahlreiche Heimarbeiterinnen. Eine hohe Fertigungstiefe mit eigenem Sägewerk und Presswerk für Teile aus Kunststoff war zeittypisch. Mitte der 1960er Jahre gab es um die 800 verschiedene Produkte. In dieser Zeit wurde vom Zwei- auf den Drei-Schichtbetrieb umgestellt.[18] Die Fabrik steht heute im Eigentum der eingetragenen Genossenschaft Zentralkonsum und führt den Namen Bürstenmann GmbH.[19]

Bildung

Die Grundschule in Stützengrün an der Schulstraße steht in der Trägerschaft der Gemeinde Stützengrün. Sie wird von Schülerinnen und Schülern aus Stützengrün und aus Schönheide besucht. Die Oberschule in Schönheide, die zum Realschulabschluss nach der 10. Klasse führt, wird auch von den Schülerinnen und Schülern aus Stützengrün besucht. Zwischen den beiden Gemeinden bestehen entsprechende Vereinbarungen.

Literatur

  • Gemeindeverwaltung Stützengrün: Chronik von Stützengrün, Stützengrün 1996
  • Richard Steche: Oberstützengrün. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 8. Heft: Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. C. C. Meinhold, Dresden 1887, S. 27.
  • Stützengrün. In: Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock (= Werte der deutschen Heimat. Band 11). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1967, S. 95–99.

Weblinks

 Commons: Stützengrün  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete in Sachsen (EU-Melde-Nr. DE 5441303)
  3. Landschaftspflegeverband Westerzgebirge , abgerufen am 13. September 2015
  4. Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (1909), S. 332
  5. Gottfried August Arndt, Archiv der Sächsischen Geschichte, 2. Teil, Leipzig 1785, S. 367 bis 388 [1] , abgerufen am 3. Juli 2014
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  8. Friedrich Gottlob Leonhardi: Erdbeschreibung der Churfürstlich- und Herzoglich-Sächsischen Lande. Bey Joh. Phil. Haugs Witwe. Leipzig 1788, Seite 399 Digitalisat , abgerufen am 22. April 2015
  9. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden, 1952, Herausgeber Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  10. Schönheider Wochenblatt vom 5. September 2014, S. 2.
  11. Statistisches Landesamt [2] , abgerufen am 3. September 2014
  12. Ein Amt in neuen guten Händen. In: Wochenspiegel aktuell vom 24. September 2014, S. 3.
  13. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  14. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
  15. http://www.schneider-breitenbrunn.de/2011-06/christen-sollen-dankbarer-sein/
  16. Informationen zum FFH-Gebiet
  17. Homepage der Museumsbahn , abgerufen am 29. November 2013
  18. Andreas Ludwig: Der Bürstenmann in Konsum – Konsumgenossenschaften in der DDR, Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Dokumentationszentrum Alltagskultur in der DDR, Eisenhüttenstadt 2006, S. 153
  19. Homepage von Bürstenmann

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