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Störmthaler See


Störmthaler See
Der Störmthaler See 2008. Blick nach Norden
Geographische Lage 12 km südsüdöstlich von Leipzig
Zuflüsse Schlumper, Alte Gösel
Abfluss Kanuparkschleuse zum Markkleeberger See
Daten
Höhe über Meeresspiegel 117 m
Fläche 7,33 km²
Volumen 0,158 km³
Umfang 20 km
Maximale Tiefe 55 m

Besonderheiten

Tagebaurestloch, Daten gelten für Flutungsende

Der Störmthaler See ist ein südlich von Leipzig gelegener künstlicher See. Er entstand durch die Flutung des Südostteils des ehemaligen Braunkohletagebaus Espenhain. Direkt benachbart ist der Markkleeberger See, er wird nur durch die Autobahn 38 getrennt.

Flutung

Seit dem 1. Januar 2001 füllte sich der See auf natürliche Weise, jedoch war der kontrollierte Flutungsbeginn erst am 13. September 2003. Im März 2004 war nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ein Wasserstand von 89 m ü. NHN (19 %) und im Oktober 2010 ein Wasserstand von 114 m ü. NHN erreicht. Mitte September 2012 fehlten noch 40 Zentimeter[1] bis zum endgültigen Wasserstand von 117 m ü. NHN . Durch einen Dammbruch bei Oelzschau am 3. Juni 2013 floss die Hochwasser führende Gösel im Alten Bett in den Störmthaler See. Bis zum 8. Juni 2013 flossen bis zu 3 m³/s Wasser in den See und ließen diesen über den geplanten Endwasserstand hinaus ansteigen.[2] Der Wasserstand konnte über die neue Kanuparkschleuse wieder normalisiert werden.

Zur Flutung wurde Sümpfungswasser aus den aktiven Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain verwendet. Ohne dieses Fremdwasser wäre der Endwasserspiegel nach den Prognosen der Experten erst im Jahr 2075 erreicht worden.

Am 27. April 2014 wurden ausgewiesene Bereiche des Sees als Badegewässer freigegeben.[3]

Leipziger Neuseenland

Südlich von Leipzig entsteht seit einigen Jahren eine Seenlandschaft infolge des Braunkohletagebaus. Der Cospudener See im Westen ist der älteste. Der Markkleeberger See ist mit seiner Tiefe von ca. 57 Metern der tiefste See im Leipziger Neuseenland. 2014 und 2015 wurden weiter südöstlich der Störmthaler See und südwestlich der Zwenkauer See offiziell freigegeben.

Die Seen werden über Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sein und die Seenlandschaft „Leipziger Neuseenland“ bilden. Seit Mai 2013 besteht eine Verbindung des Markkleeberger mit dem Störmthaler See. Hier wurde für die Schifffahrt eine Schleuse gebaut, da der Störmthaler See einen 4 m höheren Wasserstand hat. Der Kanal besitzt eine Brücke mit einer Durchfahrtshöhe von 9,4 m, so dass auch mittelgroße Segelboote durchfahren können. Der Störmthaler See darf durch private Boote ohne Sondergenehmigung jedoch noch nicht befahren werden.[4]

Einrichtungen

  • Kunstinstallation Vineta – eine schwimmende Insel im See, die an die Kirche des überbaggerten Ortes Magdeborn erinnern soll.
  • Der Schmetterling ist eine Anpflanzung am Südufer des Sees, die je nach Vegetationsperioden der verschiedenen Pflanzen die Farben wechseln soll.[5]
  • Seit 2010 findet das vorher am Stausee Hohenfelden bei Erfurt beheimatete Highfield-Festival auf der Magdeborner Halbinsel statt.[6]
  • Im Juni 2014 wurde am Südufer das Ferienresort Lagovida mit Hotel, Sportboothafen, Ferienhäusern und Wohnmobilstellplatz eröffnet.
  • Bergbau-Technik-Park am Nordwestufer
  • Geologischer Zeitpfad mit 15 Stelen
  • Schleuse und Kanalverbindung zum Markkleeberger See (Eröffnung am 18. Mai 2013)
  • Auf dem See werden Touren mit einem in Deutschland einzigartigen Amphibienfahrzeug angeboten.[7]
  • Naturschutzgebiet Göhrener Insel

Siehe auch

Literatur

  • Lutz Schiffer (Hrsg.): Bergbaurestseen in Mitteldeutschland. Seenkompass. Chemnitz/Espenhain 2002.

Einzelnachweise

  1. Osterländer Volkszeitung: Segelboote auf dem Störmthaler See trotz wackelnder Freigabe. 18. Mai 2011, abgerufen am 27. April 2013.
  2. In Grunaer Bucht kam es durch Hochwasserfolgen zu Erosionen im Böschungsbereich Nachrichten der LMBV, 11. Juni 2013, Auf: lmbv.de, Abgerufen am 25. Juni 2013
  3. Andreas Friedrich: Eröffnung des Störmthaler Sees: Mit nassen Füßen und kleinen Seitenhieben. LVZ Online, 28. April 2014, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  4. Jörg ter Vehn: Leipziger Neuseenland: Schleuse zwischen Markkleeberger und Störmthaler See eröffnet. LVZ Online, 18. Mai 2013, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  5. Butterfly. grosspoesna.de, abgerufen am 9. Dezember 2015.
  6. Südthüringer Zeitung: Highfield-Festival zieht nach Sachsen. 5. November 2009, archiviert vom Original am 9. November 2009, abgerufen am 27. April 2013.
  7. Leipziger Volkszeitung: Amphibienfahrzeug am Störmthaler See hat wieder Wasser unterm Kiel. 18. Mai 2011, abgerufen am 27. April 2013.

Weblinks

 Commons: Störmthaler See  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Störmthaler See  – Sammlung von Bildern

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Störmthaler See (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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