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Sprendlingen


Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde Sprendlingen in Rheinland-Pfalz, für den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Dreieich siehe Sprendlingen (Dreieich)
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-BingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Sprendlingen-Gensingen
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 13,03 km²
Einwohner: 4130 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 317 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55576
Vorwahl: 06701
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 056
Adresse der Verbandsverwaltung: Elisabethenstraße 1
55576 Sprendlingen
Webpräsenz: www.sprendlingen.de
Ortsbürgermeister: Manfred Bucher (Bündnis 90/Die Grünen)
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Sprendlingen (Rheinhessen) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, der sie auch angehört. Sprendlingen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographische Lage

Sprendlingen liegt in Rheinhessen zwischen Mainz und Bad Kreuznach am Wiesbach. Nachbargemeinden sind Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Zotzenheim, St. Johann und Gau-Bickelheim.

Geschichte

Die erste Erwähnung Sprendlingens erfolgt in einer Überlieferung des Klosters Lorsch im Jahr 767. König Karl der Kahle schenkte das Dorf im Jahr 877 dem Klosterstift der hl. Gertrude zu Nivelle in Brabant. In späteren Zeiten gelangte der Ort in den Besitz der Grafschaft Sponheim. Im Jahr 1707 wurde Sprendlingen badischer Besitz und bildete ein markgräflich-badisches Amt.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde Sprendlingen von den Franzosen erobert. Dort war zeitweise das französische Hauptquartier, in das z. B. Ibersheim 600 Portionen Brot zu 2 1/2 Pfund zu liefern hatte.[3] Von 1813 bis 1814 befand sich an der nördlichen Gemeindegrenze auf dem Zotzenheimer Horn, einem Ausläufer der Napoleonshöhe, eine Telegrafenstation der Optischen Telegrafenlinie Metz–Mainz, mittels derer Nachrichten zwischen Mainz, der Hauptstadt des damaligen Départements du Mont-Tonnerre am Donnersberg, und Metz und von dort aus nach Paris übermittelt wurden. 2014 wurde ein Turm (Napoleonsturm)[4] errichtet, der als „technikgeschichtliches Denkmal“ an die Anfänge der Nachrichtenübertragung über weite Distanzen erinnern soll.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Sprendlingen besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU GRÜNE BL Gesamt
2014 6 8 3 3 20 Sitze
2009 5 9 2 4 20 Sitze
2004 5 10 1 4 20 Sitze
  • BL = Bürgerliste Sprendlingen e.V.

Partnerschaften

Sprendlingen unterhält Partnerschaften mit Genlis und Longecourt-en-Plaine in Frankreich, die beide östlich von Dijon in Burgund liegen.

Kultur

Seit 2004 existiert die Wißberghalle, eine Kultur- und Sporthalle. Im Ort aktiv sind 2 Karnevalsvereine und 2 Theatergruppen.

Sehenswürdigkeiten

Es gibt ein Heimatmuseum [6], beheimatet in einem alten Fachwerkhaus und das alte Rathaus am Marktplatz. Das Gertrudenviertel beherbergt noch viele ältere Gebäude. Durch den Bauern- und Winzerverein Sprendlingen wird die Via Vinea gepflegt, ein Erlebnisweg durch die Weinberge.

Kirchen

Die evangelisch-lutherische und die katholische Kirchengemeinde haben denselben Namenspatron, ihre Pfarrkirchen heißen Michaeliskirche und St.Michael.

Naturdenkmäler

Der Steinberg (auch Napoleonshöhe genannt) ist einer der Fundorte in Rheinhessen mit etwa zehn Millionen Jahre alten Säugetierresten aus den Dinotheriensanden des Ur-Rheins. Der Begriff Dinotheriensande beruht darauf, dass diese Ablagerungen häufig Zähne und Knochenreste des Rüsseltieres Dinotherium enthalten.

Sport

In Sprendlingen gibt es mehrere Sportvereine, unter anderem den erfolgreichen Handballverein HSG Zotzenheim/St.-Johann/Sprendlingen, die TSG Sprendlingen 1861, den Tennisclub Sprendlingen, das Karate Dojo Sprendlingen und den Dartclub Sprendlingen. Das Angebot an sportlichen Aktivitäten umfasst ein Stadion, mehrere Sporthallen, einen Tennispark, ein Freibad, eine Reithalle und ausgeschilderte Wanderwege durch die Region.

Musik

Es gibt ein Blasorchester und einen Männergesangsverein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Sprendlingen ist geprägt vom Weinbau, hat als Mittelpunktgemeinde eine gute Einzelhandelsinfrastruktur und besitzt mehrere industrielle Arbeitgeber wie das Wohnmobilwerk Eura Mobil oder den Baudienstleister K.H. Gaul.

Verkehr

Sprendlingen liegt an der Rheinhessenbahn BingenAlzeyWorms. Am Bahnhof Sprendlingen (Rheinhessen) halten im Stundentakt Regionalbahnen der DB Regio AG. Außerdem wird Sprendlingen von den Buslinien 650 und 657 des RNN angefahren.

Sprendlingen liegt direkt an der B 50 Bingen–Gau-Bickelheim. Die A 61 durchquert das Gemeindegebiet; die nächstgelegene Anschlussstelle ist Gau-Bickelheim.

Bildung

Es gibt in Sprendlingen einen kommunalen Kindergarten sowie je einen katholischen und evangelischen Kindergarten. Es gibt eine Grundschule und eine Integrierte Gesamtschule in Sprendlingen, beide bieten auch ganztägige Betreuung an. Daneben existiert die Elisabethenschule, eine Förderschule mit ebenfalls ganztägiger Betreuung. Des Weiteren findet man auf dem Gelände der IGS eine gut ausgestattete, moderne Bibliothek, die Gemeinde- und Schulbücherei Sprendlingen.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

Weblinks

 Commons: Sprendlingen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Adolf Trieb: Ibersheim am Rhein, 1911, S. 122.
  4. Napoleonsturm
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Heimatmuseum Sprendlingen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sprendlingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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