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Sportpark Ronhof Thomas Sommer


Sportpark Ronhof Thomas Sommer
Ronhof
Frühere Namen

Sportplatz am Ronhofer Weg gegenüber dem Zentral-Friedhof
Sportpark Ronhof
Playmobil-Stadion (1997–2010)
Trolli Arena (2010–2014)
Stadion am Laubenweg (2014–2016)

Daten
Ort Deutschland Fürth, Deutschland
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Eigentümer Conny Brandstätter
Betreiber SpVgg Greuther Fürth GmbH & Co. KGaA
Eröffnung 11. September 1910
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 18.000 Plätze[1]
Verein(e)

Im Sportpark Ronhof Thomas Sommer im mittelfränkischen Fürth trägt die SpVgg Greuther Fürth ihre Heimspiele aus. Das Stadion befindet sich im namensgebenden Stadtteil Ronhof in der Nähe der A 73.

Die seit 1910 bestehende Spielstätte lässt die SpVgg (Greuther) Fürth nach den Stuttgarter Kickers (1905) und Altona 93 (1908) bundesweit Platz 3 der am längsten am selben Ort spielenden Traditionsvereine einnehmen.[2]

Geschichte

Am 11. September 1910 wurde auf dem Gebiet der damals noch eigenständigen Gemeinde Ronhof das Stadion mit dem Namen Sportplatz am Ronhofer Weg gegenüber dem Zentral-Friedhof eingeweiht. Eine kleine Holztribüne sowie Stehwälle boten Platz für etwa 8000 Personen.

Schon ein Jahr später wurde die Tribüne vergrößert und mit Umkleideräumen und Duschen versehen. Damit konnten sich nun 10.000 Zuschauer die Spiele ansehen. 1919 wurde das Stadion erneut vergrößert - höhere Erdwälle und breitere Stehplatzstufen boten nun Platz für 25.000 Personen.

Im April 1945 wurde die Tribüne bei einem Fliegerangriff getroffen und brannte aus. Eine nicht überdachte Behelfstribüne tat ihr Werk bis zum 20. Mai 1951, als der Neubau der Haupttribüne eingeweiht wurde. Sie stand mit wenigen äußeren Veränderungen bis zu ihrem Abriss im Jahre 2016.

Einen Besucherrekord hatte das Stadion kurz davor: Am 1. April kamen zum Spiel der SpVgg Fürth gegen den 1. FC Nürnberg 30.000 Zuschauer, die die Absperrung zum Spielfeld einbrechen ließen. Trotzdem blieb alles friedlich und das Spiel endete 1:0.

1983 wurde aufgrund der drückenden Schuldenlast der SpVgg der Sportpark Ronhof an Horst Brandstätter (Playmobil) verkauft.

1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth 1903 bei und der Vereinsname wurde in SpVgg Greuther Fürth geändert. Als Spielstätte wurde das Stadion der SpVgg Fürth – der Ronhof – gewählt. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 1997 musste das Stadion neuen Anforderungen genügen. Bisher gab es keine Blockunterteilung, kein Flutlicht, eine analoge Spielstandsanzeige und keine Trennung der Gästefans. Nachdem sowohl Horst Brandstätter als auch die Stadt Fürth von der Wichtigkeit der Umbaumaßnahmen überzeugt waren, konnte das Unternehmen beginnen.

Am 19. Juli 1997 wurde das neue Playmobil-Stadion mit einem Spiel gegen den TSV 1860 München eingeweiht. Die Hausherren gewannen mit 1:0. Das Fassungsvermögen sank von etwa 2.500 Sitz- und 24.500 Stehplätzen auf 5.000 Sitz- und 9.500 Stehplätze. Die Haupttribüne (2.500 Sitzplätze) sowie die Südtribüne (4.300 Stehplätze) und Block 1 (700 Stehplätze) blieben in ihrer bisherigen Form erhalten – es wurden allerdings Zäune zur Trennung der Fangruppen errichtet. Die Nordtribüne (4.500 Stehplätze) wurde mit Fertigbetonteilen errichtet – die Gegengerade (2.500 Sitzplätze) besteht aus einer Stahlrohrtribüne mit Plastiksitzen und einem Teflondach. Außerdem wurde eine Videoleinwand installiert, der Eingangsbereich umgestaltet und neue Kassen errichtet.

Im Juli 1999 wurde die Südtribüne planiert und eine Stahlrohrkonstruktion für Sitz- und Stehplätze aufgebaut. Mit der Fertigstellung im August wurde das neue Flutlicht eingeweiht. Die Stehplätze auf der Südtribüne bieten etwa 1200 Gästen Platz, die Kapazität der Sitzplätze beträgt 4.500.

Im August 2003 erhielt das Stadion eine neue Videowand. Drei Jahre später wurde diese nochmals erneuert. Die gegenwärtige Anzeigetafel hat eine Größe von 9,23 auf 6,78 Meter.[3]

In der Sommerpause 2007 wurde eine Rasenheizung verlegt, neue Sitze für die Haupttribüne eingebaut und der alte Block 1 abgerissen. Im Sommer 2008 wurden die Stehränge der Nordtribüne überdacht. Zudem wurden die Ecken zwischen Gegentribüne und den anschließenden Blöcken mit Medienwänden geschlossen. An der Stelle des ehemaligen Block 1 wurde ein VIP-Gebäude aus Modulbauweise für 700 Zuschauer errichtet.

Seit 2010 ist das komplette Stadion in den Vereinsfarben weiß-grün bestuhlt, die Gegengerade trägt den Schriftzug Kleeblatt. Die Haupttribüne erhielt einen neuen Anstrich.

2011 wurden die ehemals bunten Flutlichter weiß-grün angestrichen und Fans gestalteten die Wellenbrecher und den Eingangsbereich der Nordtribüne um.

Nach zwischenzeitlichen Planungen über den Bau eines neuen Stadions am Main-Donau-Kanal im Süden der Stadt verlängerte die SpVgg Greuther Fürth im November 2012 den Pachtvertrag mit dem Eigentümer bis zum Jahr 2040.[4] Vom Auslaufen eines Sponsorenvertrages am 1. Juli 2014 bis zum 1. Februar 2016 trug der Ronhof übergangsweise als offizielle Bezeichnung Stadion am Laubenweg.

Im August 2015 wurde der Pachtvertrag ein weiteres mal verlängert, aktuell bis 2050.[5] Gleichzeitig wurde ein Neubau der Haupttribüne beschlossen. Der Umbau findet in zwei Phasen statt: Phase 1, welche den Abriss der mittlerweile 60 Jahre alten Haupttribüne sowie einen anschließenden Neubau mit VIP-Banden beinhaltet, startete im Januar 2016 und soll bis Juli 2016 abgeschlossen sein. Neben dem Umbau der Tribüne soll auch die Infrastruktur um das Stadion herum erweitert werden. Die bisherigen Trainingsplätze hinter dem Stadion sollen durch PKW-Parkplätze ersetzt werden, wofür auch eine Rundstraße um das Stadion gezogen wird, welche sowohl über den Laubenweg, als auch über die Flurstraße erreichbar sein wird. Während des Neubaus werden Behelfscontainer für Umkleiden und Medienräume genutzt, welche hinter der Gegengeraden aufgestellt wurden. Die Spieler werden durch die geöffnete Ecke zwischen Nordtribüne und Gegengerade in den Innenraum des Stadions gelangen. In der zweiten Bauphase sollen zwischen Juli und Dezember 2016 der Ausbau des Innenbereichs der neuen Haupttribüne folgen, welche dadurch Tagungs- und Konferenzräume enthält. Diese ersetzen das bisherige VIP-Nord-Gebäude, welches anschließend abgebaut und verkauft wird. Von Januar bis Sommer 2017 folgt die Erweiterung der Haupttribüne nach Norden bis an die Ecke der Nordtribüne.[6][7]

Im Februar erfolgte eine weitere Umbenennung in Sportpark Ronhof Thomas Sommer. Der neue Name setzt sich zusammen aus dem traditionellen Namen des Stadions und dem des in Fürth geborerenen Immobilienhändlers Thomas Sommer, welcher sich die Namensrechte bis zum Sommer 2021 gesichert hat.[8]

Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen nutzte das Stadion bisher für drei Länderspiele. Die Begegnungen fanden am 23. September 1999 gegen die Ukraine, am 4. März 2004 gegen China sowie am 8. April 2015 gegen Brasilien statt.[9]

Kapazität

Nach dem Bundesligaaufstieg der SpVgg Greuther Fürth 2012 wurde die Südtribüne neu gebaut, wodurch sich das Fassungsvermögen des Stadions um 3.000 Plätze auf 18.000 erhöhte.[10] Die Südtribüne, wo der Gästebereich untergebracht ist, wurde vollständig überdacht.[11] Die Kapazität teilt sich wie folgt auf:

  • Ehemalige Haupttribüne mit Vortribüne (inzwischen abgerissen): Die im Jahr 1951 eingeweihte Tribüne bot circa 1.500 Menschen Platz. Auf der Haupttribüne fanden sich vor allem die über eine Sitzheizung verfügenden Plätze des VIP-Nord-Gebäudes sowie die Presse-/Ehrentribüne wieder. Hinter den Pfosten für das Dach waren jedoch einige Plätze stark sichtbehindert. Die Haupttribüne ist inzwischen vollständig abgetragen und wird bis Sommer 2016 durch einen Neubau ersetzt. Die Vortribüne wurde im Jahr 2012 nach dem Aufstieg in die erste Bundesliga über den alten drei Holzbankreihen der ehemaligen Vortribüne errichtet und bot circa 1.000 Menschen Platz. Auch diese ist bereits vollständig abgebaut.
  • VIP Nord: Das VIP-Nord-Gebäude ist im Jahr 2008 anstelle des Block 1 errichtet worden, der der letzte Rest der Tribünenwälle von 1919 war. Es bietet im 1. Obergeschoss einen Großraum für VIPs sowie 18 Logen im 2. Obergeschoss. Insgesamt sind ca. 500 Plätze als VIP-Plätze deklariert. Das Gebäude wird nach der Fertigstellung der Haupttribüne abgebaut und verkauft. An der Stelle wird die neue Haupttribüne nach Norden hin verlängert.
  • Nordtribüne: Sie wurde im Jahr 1997 als reine Stehplatztribüne erbaut und bei Umbauarbeiten im Jahr 2008 mitsamt dem Vorraum der Tribüne überdacht und damit wetterfest gemacht. Auf der Nordtribüne finden in vier Blöcken 4.200 Menschen Platz, wobei die Fürther Ultra-Gruppierung ihre Heimat in Block 12 gefunden hat.
  • Gegengerade: Die Gegengerade wurde ebenfalls im Jahr 1997 an Stelle der alten Gegengerade mit den legendären Pappeln errichtet, wobei jene dem Umbau zum Opfer fielen. Sie ist eine reine Sitzplatztribüne und bietet circa 2.500 Menschen Platz und ist die niedrigste Tribüne des Stadions. Auf ihr sind seit dem Jahr 2012 die Sitze der VIP-Lounge hinter der Gegengerade beheimatet, welche ebenfalls im Jahr 2012 errichtet wurde.
  • Südkurve: Die neue Südkurve wurde ebenfalls nach dem Aufstieg im Jahr 2012 anstelle der alten Südtribüne errichtet. Dabei wurde die neue Tribüne vollständig überdacht und mit eigenen Flutlichtern versehen, da das Dach das Lichtfeld der Flutlichter einschränkt. Die Südkurve besteht aus den Blöcken 9 und dem Familienblock, welche sich noch auf der Seite der Haupttribüne befinden. Vor jenen Blöcken befindet sich eine erhöhte Plattform mit Rampe für Rollstuhlfahrer. Die im Stadion einzige bebaute Kurve ist durch die Stehtribüne "Der Lohner" belegt, welche nach dem verstorbenen ehem. Vereinspräsidenten Edgar Burkart, genannt Lohner, benannt ist. Hinter dem Tor schließt eine Sitzplatztribüne an, welche im Bereich der Anzeigetafel etwas niedriger gebaut ist. Daran anschließend befindet sich der Gästeblock, dessen Stehplatzbereich ohne Änderung aus Zeiten vor dem Aufstieg übernommen wurde. Insgesamt bietet die Südtribüne circa 8.300 Menschen Platz.

Die Ecken des Stadions sind derzeit - mit Ausnahme der südlichen Ecke auf der Seite der Haupttribüne - nicht mit Tribünen bebaut. Während sich auf Seite der Gegengeraden zwei große Werbetafeln und die Flutlichtmasten befinden ist auf der nördlichen Haupttribünenseite eine Durchsicht vom Eingangsbereich der Nordtribüne zwischen der Nordtribüne und VIP Nord möglich. Auch hier steht jedoch ein Flutlichtmast. Ebenfalls befinden sich zwischen Haupttribüne und Südkurve sowie zwischen Haupttribüne und VIP Nord Durchgänge, sodass man theoretisch von der Straße aus ohne Eintrittskarte einige Quadratmeter des Spielfeldes einsehen kann. Insgesamt sind von den 18.000 Plätzen mit 9.500 mehr als die Hälfte der Plätze Stehplätze, von denen alle überdacht sind. Von den 8.500 Sitzplätzen im Stadion waren lediglich die 1.000 Plätze der Vortribüne vor der Haupttribüne nicht überdacht.

System für sehbehinderte Fans

Unter dem Motto "Hören, was andere Sehen" wurde 2005 erstmals ein Kopfhörer-System getestet, welches sehbehinderten Fans ermöglicht, das Spielgeschehen unmittelbar im Stadion kommentiert zu bekommen. Fans/Ultras der SpVgg Greuther Fürth sammelten für diesen Zweck Spenden (rund 3.000 Euro), und so konnte das Projekt 2006 umgesetzt werden.

Galerie

Panoramabild

Siehe auch

Literatur

  • Jürgen Schmidt: Das Kleeblatt – 100 Jahre Fussball im Fürther Ronhof, Selbstverlag SpVgg Greuther Fürth, Fürth 2010, ISBN 300012909X

Weblinks

 Commons: Sportpark Ronhof Thomas Sommer  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. kicker.de abgerufen am 23. Juli 2014
  2. Stadionwelt: "Ein Jahrhundert Ronhof", 14. September 2010, online hier .
  3. digital-world.de: Der größte Metz-Fernseher der Welt (2006)
  4. Kein neues Stadion, Kleeblatt bleibt bis 2040 im Ronhof , Fürther Nachrichten, abgerufen am 21. November 2012
  5. „Ewigkeitsgarantie für den Ronhof“. In: greuther-fuerth.de. 11. August 2015, abgerufen am 14. August 2015.
  6. Modernisierung Stadion am Laubenweg. In: greuther-fuerth.de. 14. August 2015, abgerufen am 14. August 2015.
  7. Modernisierung der Infrastruktur und Haupttribüne. In: greuther-fuerth.de. 14. August 2015, abgerufen am 14. August 2015.
  8. "Sportpark Ronhof": Fürther Fantraum erfüllt sich. In: nordbayern.de. 1. Februar 2016, abgerufen am 1. Februar 2016.
  9. dfb.de: DFB-Frauen in Fürth gegen Brasilien Artikel vom 23. Januar 2015
  10. nordbayern.de: Fürths Erstklassigkeit soll keine Eintagsfliege sein Artikel vom 18. Mai 2012
  11. Ausbau in Fürth schreitet voran , stadionwelt.de vom 14. August 2012, abgerufen am 8. September 2012.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sportpark Ronhof Thomas Sommer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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