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Sparda-Bank (Deutschland)


  Verband der Sparda-Banken e. V.
Staat Deutschland
Sitz Frankfurt am Main
Rechtsform eingetragener Verein
Website www.sparda.de
Leitung
Vorstand Joachim Wuermeling (Vors.)
Uwe Sterz

Die Sparda-Banken in Deutschland sind zwölf Genossenschaftsbanken, die im Verband der Sparda-Banken e. V. zusammengeschlossen sind. Sie sind traditionell spezialisiert auf das Privatkundengeschäft. Die zwölf rechtlich eigenständigen Banken arbeiten nach dem Regionalprinzip, das heißt, dass jede der einzelnen Banken für ein festgelegtes Geschäftsgebiet zuständig ist und nur Kunden aus diesem Gebiet annimmt.

Entwicklung

Die älteste Sparda-Bank wurde am 6. Mai 1896 als Spar- und Vorschuss-Verein der badischen Eisenbahnbeamten in Karlsruhe gegründet.[1] Nach diesem Vorbild wurden auch andernorts gleichartige Genossenschaften gegründet, die sich im Frühjahr 1906 zum Revisionsverband der Eisenbahn-Spar- und Darlehnskassen in Kassel zusammenschlossen.[2]

Vom Jahr 1969 an öffneten sich die Eisenbahner-Sparkassen zunächst anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst und ab 1974 allen Arbeitnehmern (regelmäßiger Zahlungseingang auf das Gehaltskonto wird erwartet). Seit 1978 nennen sie sich einheitlich Sparda-Banken.[2]

Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit steht das standardisierte Privatkundengeschäft. Die Kunden erwerben mindestens einen Genossenschaftsanteil (die Höhe und die maximale Anzahl von zeichenbaren Anteilen wird von jeder Sparda-Bank individuell durch die Satzung festgelegt) und sind dadurch zusammen mit anderen Kunden Mitglied und Miteigentümer der Bank. Auf die Genossenschaftsanteile wird eine jährliche Dividende ausgezahlt (bei der Sparda-Bank Süd-West zurzeit 3 Prozent,[3] bei der Sparda-Bank Baden-Württemberg 3,5 Prozent[4]).

2010 mahnte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Sparda-Bank Münster wegen hoher Zinssätze für Dispokredite und Nichtweitergabe der niedrigeren Refinanzierungskosten an die Kunden ab und erhob Klage, da die Bank eine entsprechende Unterlassungserklärung nicht unterschrieb.[5] Im Juni 2014 gab die Sparda-Bank Münster bekannt, ab Juli 2014 die zusätzlichen Zinsen für die Überziehung von Dispokrediten abzuschaffen. Kontoüberziehungen kosten Bankkunden dann nicht mehr als die üblichen Dispozinsen.[6]

Das Girokonto der Sparda-Banken ist für Mitglieder als Lohn-, Gehalts- oder Rentenkonto gebührenfrei. Die Banken haben unterschiedliche Gebühren u.a. für die BankCard eingeführt. Die Sparda-Bank West verlangt ab 1. April 2016 beispielsweise 10,- EUR Jahresgebühr; die Sparda-Bank Berlin 7,50 EUR (ausgenommen sind die Jugend-Konten für Personen bis 26 Jahre).

Verbund

Folgende Sparda-Banken sind im Verband der Sparda-Banken e. V. zusammengeschlossen, der für diese die Pflichtprüfungen als Prüfungsverband im Sinne des Genossenschaftsgesetzes vornimmt:

Die Sparda-Banken sind Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und dessen Sicherungseinrichtung. Die Sparda-Banken gehören gemeinsam mit anderen Banken dem Cashpool an. Einzelne Sparda-Banken haben Vereinbarungen zur kostenlosen Geldabhebung bei Postbank-Geldautomaten.[7]

Geschäftszahlen

Die zusammengefasste Bilanzsumme aller Sparda-Banken belief sich 2015 auf 67,5 Milliarden Euro, die Mitgliederzahl betrug zum Jahresende 2015 3,6 Millionen.[8]

Auszeichnungen

Die Sparda-Banken werben damit, dass sie laut Kundenmonitor Deutschland bei der Kundenzufriedenheit weit vor den Wettbewerbern liegen und diesen Spitzenplatz seit zwei Jahrzehnten behaupten.[9][10]

Siehe auch

Literatur

  • Rainer Olten: Zeitreise 1906–2006: 100 Jahre Verband der Sparda-Banken e.V.; eine Chronik. Verband der Sparda-Banken, Knapp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-8314-0788-6.
  • Dieter Hein: Im Zug der Zeit - 100 Jahre SPARDA-Bank in Frankfurt am Main 1903–2003. München: Piper, 2002. ISBN 3-492-04480-8.
  • Rainer Olten: Den Grundsätzen treu und offen für die Zukunft: 100 Jahre Sparda-Bank Kassel eG; von der Eisenbahn-Spar- und Darlehnskasse E.G.M.B.H. zum modernen Dienstleistungsunternehmen. Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde Bd. 32, Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde, Kassel 1997, ISBN 3-9253-3332-0.

Weblinks

 Commons: Sparda-Bank  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Geschichte . Sparda-Bank Baden-Württemberg eG. Abgerufen am 3. November 2012.
  2. 2,0 2,1 Sparda: Mit der Eisenbahn gewachsen . Handelsblatt. 31. März 2006. Abgerufen am 3. November 2012.
  3. https://www.sparda-sw.de/genossenschaften.php , Stand: 25. Juni 2015
  4. https://www.sparda-bw.de/spardagiro_konditionen.php , Stand 2015
  5. Banken schröpfen ihre Kunden beim Dispokredit , Handelsblatt, 14. September 2010
  6. Karin Höller: Saftige Dispokreditzinsen dem Prüfstand , Westfälische Nachrichten, 18. Juni 2014
  7. https://www.sparda-bw.de/spardagiro.php
  8. Sparda Report 2016 (PDF; 7 MB)
  9. Kundenmonitor Deutschland 2012 (PDF; 66 kB) Pressemitteilung vom 6. September 2012
  10. http://www.presseportal.de/pm/76672/2113137/kundenmonitor-deutschland-2011-gruppe-der-sparda-banken-erneut-mit-den-zufriedensten-kunden

Kategorien: Mitglied des CashPool | Sparda-Bank

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sparda-Bank (Deutschland) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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