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Sosnowiec


Sosnowitz (Sosnowiec)

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Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: 91,20 km²
Geographische Lage:
Höhe: 330 m n.p.m.
Einwohner: 208.321
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 41-200 bis 42-560
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SO
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Dąbrowa Górnicza–Katowice, Tunel–Sosnowiec
Jaworzno Szczakowa–Mysłowice, Dąbrowa Górnicza Ząbkowice–Kraków
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 91,20 km²
Einwohner: 208.321
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 2284 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2475011
Verwaltung (Stand: 2015)
Stadtpräsident: Arkadiusz Chęciński[2]
Adresse: al. Zwycięstwa 20
41-200 Sosnowiec
Webpräsenz: www.sosnowiec.pl

Sosnowiec [sɔˈsnɔvʲɛʦ] anhören?/i (deutsch Sosnowitz) ist eine polnische Großstadt an der Schwarzen Przemsa in der Woiwodschaft Schlesien – rund 10 km östlich der Bezirkshauptstadt Kattowitz (Katowice) und 65 km nordwestlich von Krakau im Osten des Oberschlesischen Industriereviers gelegen, als Zentrum der historischen Region Zagłębie Dąbrowskie (deutsch Dombrowaer Kohlenbecken). Industriezweige sind u. a. die Metall- und Textilverarbeitung.

Geschichte

1228 wurde Sosnowitz das erste Mal urkundlich erwähnt.

Es war und blieb polnisch bis zur Auflösung Polens in der Dritten Polnischen Teilung (1795). Es gehörte dann bis zur Niederlage Preußens gegen Napoléon zu Preußen, war seit 1807 Teil des von Napoleon gegründeten Herzogtums Warschau (in Personalunion mit Sachsen) und seit dem Vertrag von Kalisch (antinapoleonische Übereinkunft zwischen Preußen und Russland) 1813 faktisch russisch. Der Wiener Kongress gab es an das neu gegründete Königreich Polen, das aber nur scheinbar autonom war und ab 1831 auch offiziell Provinz des Russischen Reiches.

Mit der Neugründung Polens 1916/1918 wurde es wieder polnisch.

Zweiter Weltkrieg

Nach dem Überfall auf Polen wurde am 13. September 1939 der bis dahin polnische Stadtkreis Sosnowiec in der Woiwodschaft Kielce dem deutschen Grenzschutz-Abschnitt-Kommando 3, Chef der Zivilverwaltung in Kattowitz unterstellt und der Name der Stadt in Sosnowitz eingedeutscht. Am 3. Oktober 1939 wurde das Grenzschutz-Abschnitt-Kommando 3 in Abschnitt Oberschlesien umbenannt.

Zum 10. Oktober 1939 trat Sosnowitz zum Militärbezirk Krakau (Grenzabschnitt Süd) und gehörte vom 26. Oktober 1939 an zunächst zum Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete. Sosnowitz wurde am 20. November 1939 in das Deutsche Reich eingegliedert und gehörte nunmehr zum Regierungsbezirk Kattowitz in der preußischen Provinz Schlesien. Zum 1. Januar 1940 wurde Sosnowitz der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 unterstellt, welche die Durchsetzung des Führerprinzips auf Gemeindeebene vorsah; gleichzeitig wurde die Stadt als Stadtkreis bestätigt.

Sosnowitz wurde im Oktober 1940 Sitz der Organisation Schmelt, die von Himmler „zur Erfassung und Lenkung des fremdvölkischen Arbeitseinsatzes in Ostoberschlesien“ eingerichtet wurde. Zahlreiche Betriebe siedelten sich dort an, in denen jüdische Zwangsarbeiter für die Rüstung arbeiten mussten. Im April 1941 wurden 5000 Juden aus Auschwitz umgesiedelt und kamen in Sosnowiec und Bendzin unter.[3] Im August 1943 wurden 30.000 Juden aus Sosnowitz und Bendzin nach Auschwitz-Birkenau deportiert.

Nach Auflösung der Provinz Schlesien gehörte Sosnowitz vom 18. Januar 1941 bis zur Besetzung durch die Rote Armee im Januar 1945 zur neu eingerichteten Provinz Oberschlesien, danach wieder zu Polen.

Sonstiges

Am 14. Juni 1999 besuchte Papst Johannes Paul II. die Stadt im Rahmen seiner Polenreise.

Verkehr

Der Hauptbahnhof (Główny) liegt an der Bahnstrecke Warszawa–Katowice, die Bahnstrecke Tunel–Sosnowiec endet dort. Nach Sosnowiec benannte Haltestellen liegen auch an den Bahnstrecken Jaworzno Szczakowa–Mysłowice und Dąbrowa Górnicza Ząbkowice–Kraków.

Im ÖPNV besteht eine Anbindung an das Netz der Oberschlesischen Straßenbahn.

Industrie

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Ehrenbürger

Weblinks

 Commons: Sosnowiec  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Website der Stadt, Prezydent Sosnowca , abgerufen am 16. Februar 2015.
  3. Klaus-Peter Friedrich (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 4: Polen - September 1939–Juli 1941, München 2011, ISBN 978-3-486-58525-4, S. 580 f. = Dokument VEJ 4/269

Kategorien: Gmina in der Woiwodschaft Schlesien | Ort der Woiwodschaft Schlesien

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sosnowiec (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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