Sommerach - LinkFang.de





Sommerach


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: KitzingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Volkach
Höhe: 202 m ü. NHN
Fläche: 5,67 km²
Einwohner: 1335 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97334
Vorwahl: 09381
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 169
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Volkacher Str.1
97334 Sommerach
Webpräsenz: www.sommerach.de
Bürgermeister: Elmar Henke (CSU)
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Sommerach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Volkach.

Geografie

Sommerach liegt an der südlichen Mainschleife auf der Weininsel. Die Autobahnausfahrt Kitzingen/Schwarzach/Volkach der A 3 ist drei Kilometer entfernt.

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Volkach, Schwarzach am Main, Dettelbach und Nordheim am Main.

Geschichte

Zum ersten Mal taucht Sommerach in einer Schenkungsurkunde des Jahres 1075 auf. Damals kam der Ort Summerah an das Kloster Münsterschwarzach. Im Jahr 1115 erhielt Münsterschwarzach mehr Besitz, als die Grafen von Castell ihre Güter verkauften. Im Jahr 1295 war das Kloster auch Vogt über das Dorf. Zerstörungen erlitt der befestigte Ort vielfach, so wurde er im Bauernkrieg, im Markgräflerkrieg und im Dreißigjährigen Krieg zerstört.[2]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg bzw. der Abtei Schwarzach wurde Sommerach, das im Fränkischen Reichskreis lag, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns im Frieden von Pressburg von 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. Mit diesem fiel es 1814 endgültig an das Königreich Bayern.

Bereits zwei Deutsche Weinköniginnen (Karin Molitor-Hartmann und Nicole Then) kamen aus dem Winzerdorf am Main. 2013 wurde der Ort beim staatlichen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ für den ländlichen Raum bis 3.000 Einwohner mit der Goldmedaille auf Bundesebene ausgezeichnet. Im Jahr 2014 ist Sommerach der deutsche Vertreter in der Kategorie Dorf im europäischen Wettbewerb Entente Florale Europe.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Geteilt; oben in Blau wachsend ein silberner Abt, einen silbernen Kelch in der Rechten und einen silbernen Abtstab in der Linken haltend; unten in Silber drei zwei zu eins gestellte rote fünfstrahlige Sterne.“

Das Gemeindewappen wurde von einem Dorfgerichtssiegel abgeleitet. Der Originalstempel stammt aus der Zeit um 1500. Der Abt weist auf die Grund- und Gerichtsherrschaft des Klosters Münsterschwarzach hin. Die Sterne werden als Ortszeichen gedeutet. Die Farben der oberen Schildhälfte sind die Hauptfarben des Klosterwappens. Die Farben Rot und Silber sind die Farben Frankens.

Wirtschaft und Infrastruktur

Das Gebiet um Sommerach eignet sich hervorragend zum Anbau von Wein. Eine der bekanntesten Lagen ist der Sommeracher Katzenkopf. Bereits seit 1901 haben sich die Winzer Sommerachs in einer Genossenschaft organisiert, die heute über 200 Mitglieder zählt und zu den erfolgreichsten Winzergenossenschaften Deutschlands zählt. Siehe auch Weinbau in Deutschland. Im 19. Jahrhundert war hier der künstlerisch begabte Küfermeister Melchior Röhm ansässig, der u.a. ein Prunkfässchen für König Max II. von Bayern fertigte, das sich heute im Museum der Pfalz zu Speyer befindet. Eines seiner Fässer schenkte er 1868 auch Kaiser Napoleon III.[3]

Sehenswürdigkeiten

  • Die katholische Pfarrkirche St. Eucherius geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Zu der Zeit entstanden der Chor und das Langhaus mit der hölzernen Renaissance-Kassettendecke. 1750 erhielt der Chor die Rokokostuckatur und ein Hochaltar wurde aufgestellt.
  • Das Rathaus ist ein zweistöckiges traufenständiges Gebäude von fünf Achsen.
  • In der Vinothek im historischen Schul- und Gemeindehaus präsentieren sich die Sommeracher Winzer. Davor steht der Dorfbrunnen mit der Figur des Heiligen Georg.
  • Die Wehrmauer mit Wehrtürmen und Toren stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
  • Das Turm-Museum des Schwarzacher Malers und Bildhauers Theophil Steinbrenner, die Turmgalerie der Reichenberger Künstlerin Monika Lang und das angrenzende ehemalige Schultheißen-Haus mit Turmhof des Klosters Schwarzach (1666)
  • Eine Aussichtsplattform inmitten der Weinberge oberhalb von Sommerach ermöglicht einen Überblick über weite Teile der Weininsel.
  • Die Friedhofskapelle birgt das Original der berühmten Grauen Marter, an der Straße nach Volkach steht die Viersäulenmarter.

Baudenkmäler

Sehenswertes in der Natur

Östlich von Sommerach befindet sich das Naturschutzgebiet Sandfluren bei Volkach, Schwarzach a. Main und Sommerach, westlich sind die Schutzgebiete Mainaue zwischen Sommerach und Köhler und Rechtes Mainufer bei Sommerach zu finden.

Galerie

Söhne und Töchter des Ortes

  • Burkhard Utz, Abt von Münsterschwarzach
  • Karin Molitor, Deutsche Weinkönigin 1982/1983
  • Johann Georg Pickel (1751–1838), Professor für Medizin, Kräuterkunde, Experimentalphysik, Chemie und Pharmazie in Würzburg, Fabrikbegründer und Medizinalrat[4]
  • Nicole Then, Deutsche Weinkönigin 2003/2004

Weblinks

 Commons: Sommerach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bauer, Hans: Landkreis Kitzingen. S.25.
  3. Urkundenregest zur Schenkung an Kaiser Napoleon III.  in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  4. Henning Bärmig: Die Personalbibliographien der an der Medizinischen Fakultät der Alma Mater Julia zu Würzburg von 1582 bis 1803 lehrenden Professoren mit biographischen Angaben. Medizinische Dissertation, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1969, S. 56 f.

Kategorien: Weinort in Franken | Ort im Landkreis Kitzingen | Sommerach | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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