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Solec Kujawski


Solec Kujawski

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Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Bydgoszcz
Fläche: 18,35 km²
Geographische Lage:
Höhe: 43 m n.p.m.
Einwohner: 15.627
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 86-050
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CBY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: BydgoszczToruń
Schienenweg: Bydgoszcz–Toruń
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 5 Ortschaften
Fläche: 175,35 km²
Einwohner: 16.765
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0403083
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Antoni Nawrocki
Adresse: ul. 23 Stycznia 7
86-050 Solec Kujawski
Webpräsenz: www.soleckujawski.pl

Solec Kujawski [ˈsɔlɛts kuˈjafsci] (deutsch Schulitz) ist eine Stadt an der Weichsel im Powiat Bydgoski der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Sie hat etwa 15.000 Einwohner.

Geographische Lage

Die Stadt liegt 20 Kilometer südöstlich der Stadt Bromberg (Bydgoszcz) und 35 Kilometer nordwestlich der Stadt Thorn (Toruń).

Geschichte

Schulitz wird 1244 erstmals urkundlich als Solecz erwähnt.[2] 1402 erfolgt erstmals eine urkundliche Erwähnung unter dem Namen Schulitz. In einer Urkunde von 1325 wird der Ort bereits als Stadt bezeichnet, die Verleihung der Stadtrechte muss daher früher erfolgt sein. 1332 wurde die Stadt durch Deutschordensritter erobert und dabei stark zerstört. Kasimir III. ließ in der Folge nach dem Frieden von Kalisch die Befestigungsanlagen deutlich verstärken. Die Stadt war ein unbedeutender Handelsort. 1772 im Rahmen der ersten Teilung Polen-Litauens, mit der die Wiedervereinigung von Westpreußen und Ostpreußen einherging, kam der Ort zu Preußen.

Die Stadt war durch Brände stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Um 1785 bestand sie ohne die vielen Brandruinen aus 38 Häusern, in denen 176 Menschen lebten; rund 25 Prozent der Bewohner waren evangelische Deutsche, die erst nach 1773 zugewandert waren.[3] 1788 hatte der Ort 316 Einwohner, 36 Häuser und eine katholische Kirche. 1837 wurden 53 Häuser und 509 Einwohner gezählt.[4] Sie gehörte in Preußen 1772 bis 1807 zur Provinz Westpreußen, 1807 bis 1815 zum Herzogtum Warschau und danach zum Regierungsbezirk Bromberg in der Provinz Posen. 1910 bis 1912 erfolgte der Bau der Backstein-Kirche St. Stanislaus.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt mit dem Friedensvertrag von Versailles 1920 wieder Teil von Polen. Ein Teil der deutschen Minderheit musste ins verbliebene Reich umsiedeln. Am 2. Dezember 1924 erfolgte die Umbenennung von Solec in den heutigen Namen Solec Kujawski.

Im Zweiten Weltkrieg wurde auch Solec Kujawski durch deutsche Truppen besetzt. Am 23. Januar 1945 erfolgte der Einmarsch der Roten Armee. Die Stadt wurde anschließend der Verwaltung der Volksrepublik Polen übergeben. Sie führt den Heiligen Stanislaus in ihrem Wappen.

Einwohnerzahlen

  • 1788: 316[2]
  • 1795: 450[2]
  • 1837: 509[2]
  • 1861: 711[2]
  • 1890: 2.200[5]
  • 2014: 15.627

Rundfunksender

Hauptartikel: Rundfunksender Solec Kujawski

Seit dem 4. September 1999 betreibt der polnische Rundfunk in der Nähe von Solec Kujawski seinen zentralen Langwellensender für die Frequenz 225 kHz. Diese Anlage ist der Ersatz für die frühere Anlage in Konstantynów, deren Mast bis zum Einsturz das höchste Bauwerk der Welt war. Als Sendeantenne kommt eine Richtstrahlantenne bestehend aus einem 330 Meter und einem 289 Meter hohen, geerdeten Sendemast, die sich in einem gegenseitigen Abstand von 330 Metern befinden, zum Einsatz.

Wirtschaft

Die Stadt ist Sitz der Solbet-Gruppe, des Marktführers für Porenbeton in Polen.

Gmina

Zur Stadt- und Landgemeinde Solec Kujawski gehören folgende Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name (1815–1920 und 1939–1945)
Chrośna Krossen
Makowiska Steindorf
Osiek Osiek
Otorowo Otteraue
Przyłubie Grätz an der Weichsel (1906–1942 Weichselthal, 1942–1945 Weichseltal)
Solec Kujawski Schulitz
Wypaleniska Feyerland

Söhne und Töchter der Stadt

  • Zygmunt Gorgolewski – polnischer Architekt (Gestalter des Lemberger Opernhauses)
  • Walter Rudolf (* 1931) – Jurist, Staatssekretär a.D., ehemaliger Landesbeauftragter für den Datenschutz Rheinland-Pfalz, Ehrenbürger seit 16. September 2005

Literatur

Weblinks

 Commons: Solec Kujawski  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Leipzig 1864, S. 448–449.
  3. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil, welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Kantersche Hofdruckerei, Marienwerder 1789, S. 84, Nr. 3.).
  4. Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. 1864, S. 448.
  5. http://www.verwaltungsgeschichte.de/pos_bromberg.html

Kategorien: Ort an der Weichsel | Ort der Woiwodschaft Kujawien-Pommern | Gmina in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Solec Kujawski (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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