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Sofia Coppola


Sofia Carmina Coppola (* 14. Mai 1971 in New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin.

Leben

Sofia Coppola ist die Tochter der Filmemacher Francis Ford Coppola und Eleanor Coppola, die Schwester von Roman Coppola und die Cousine des Schauspielers Nicolas Cage. Im Film Der Pate ihres Vaters hatte sie als zehn Wochen altes Baby ihren ersten Filmauftritt und bekam achtzehn Jahre später im dritten Teil der Trilogie sogar eine bedeutende Nebenrolle als Tochter des Don Corleone, nachdem Winona Ryder wegen Krankheit ausgeschieden war. Für diese Darstellung erhielt sie vernichtende Kritiken sowie zwei Goldene Himbeeren als Schlechteste Nebendarstellerin und Schlechtester Newcomer. Infolgedessen beendete sie ihre Schauspielkarriere.

Nach dem Studium der Malerei und Fotografie gründete sie in Japan das Mode-Unternehmen MilkFed. Auf diese Zeit ist auch die spätere Entstehung ihres Films Lost in Translation zurückzuführen. Fünf Jahre nach der Drehbucharbeit an Leben ohne Zoe, der Episode ihres Vaters an den New Yorker Geschichten (1989), begann Coppola mit der Adaption des Jeffrey-Eugenides-Romans Die Selbstmord-Schwestern. Ihr Debütfilm The Virgin Suicides wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 1999 vorgestellt und gewann internationale Filmpreise.

Ihr nächster Film Lost in Translation (2003) gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch und machte Coppola zu der ersten Amerikanerin, die für den Regie-Preis nominiert wurde (sie war überhaupt erst die dritte Frau in dieser Kategorie). Der internationale Filmhit erhielt außerdem mehrere Auszeichnungen bei den Golden Globes, den Independent Spirit Awards und den Filmfestspielen von Venedig. Coppolas dritte Regiearbeit Marie Antoinette wurde auf den Filmfestspielen von Cannes 2006 von einer von Frédéric Mitterrand geleiteten Jury aus sechs Lehrern, zwei Kinoexperten und zwei Filmstudenten mit dem nationalen Bildungspreis ausgezeichnet. Die Hauptrollen spielten Kirsten Dunst und Coppolas Cousin Jason Schwartzman.

In ihrem vierten Spielfilm Somewhere widmete sich Coppola 2010 dem „traurige(n) Alltag des Starkults“[1] und stellte einen berühmten Schauspieler (dargestellt von Stephen Dorff) in den Mittelpunkt, der von seiner elfjährigen Tochter (Elle Fanning) Besuch bekommt. Der Film wurde bei den 67. Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.[2][3]

Nach siebenjähriger Beziehung mit Regisseur Spike Jonze heirateten die beiden am 26. Juni 1999. Die Ehe wurde 2003 geschieden, noch bevor Coppola eine Affäre mit Filmemacher Quentin Tarantino nachgesagt wurde. Seit 2005 lebt sie mit dem Franzosen Thomas Mars zusammen, Sänger der Band Phoenix. Sie hat ihn 1999 bei den Dreharbeiten zu ihrem Film The Virgin Suicides kennengelernt. Am 27. August 2011 heirateten Coppola und Mars im italienischen Dorf Bernalda. Das Paar hat zwei Töchter: Romy, * 28. November 2006 in Paris, und Cosima, * 18. Mai 2010.

Filmografie

Drehbuchautorin und Regisseurin

Musikvideos (Regie)

Werbefilme (Regie)

  • 2008: Miss Dior Chérie
  • 2012: Marni for H&M

Schauspielerin

Auszeichnungen

Literatur

  • Tobias Kniebe: Die schwebende Frau. Sofia Coppola ist die wichtigste Regisseurin unserer Zeit. In: Süddeutsche Zeitung, 30./31. Oktober/1. November 2010, S. 3.
  • Film-Konzepte Heft 29: Sofia Coppola, hg. von Johannes Wende, edition text + kritik, München 2013, ISBN 978-3-86916-247-8.

Weblinks

 Commons: Sofia Coppola  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Michael Althen: Die Leere der wahren Empfindung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. September 2010, Nr. 205, S. 33.
  2. Vgl. Venezia: Il Leone d’Oro va a Sofia Coppola con “Somewhere” auf lastampa.it, 11. September 2010, abgerufen am 11. September 2010.
  3. Vgl. Ein goldener Löwe für die Ex auf isatrends.at, 12. September 2010, abgerufen am 20. Februar 2011.


Kategorien: Schauspieler | Geboren 1971 | Oscarpreisträger | Golden-Globe-Preisträger | Drehbuchautor | US-Amerikaner | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sofia Coppola (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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