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Skellig Michael


Skellig Michael
Skellig Michael
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Skellig Rocks
 
Länge 842 m
Breite 422 m
Fläche 21,9 ha
Höchste Erhebung South Peak
217 m ASL
Einwohner (unbewohnt)
Hauptort (Skellig Monastery) (historisch)
Karte von 1841

Die Insel Skellig Michael (irisch: Sceilg Mhichíl, dt. „Michaels Felsen“), die auch unter dem Namen Great Skellig bekannt ist, beherbergt eines der bekanntesten, jedoch auch am schwersten zugänglichen mittelalterlichen Klöster Irlands.

Es wurde wahrscheinlich im 7. Jahrhundert[1] auf der steilen, felsigen Insel, die etwa 12 Kilometer von der Küste Kerrys entfernt liegt, gegründet. Skellig Michael ist etwa 22 Hektar groß, der höchste Punkt liegt mit 217 Metern [2] an der Südspitze. In fast gleicher Höhe, ca. 180 Meter ü. NN, befindet sich auch die kleine ehemalige Mönchssiedlung, die über fast 600 Stufen einer Steintreppe ohne Geländer erreichbar ist. An den mit spärlichem Grün und Kräutern aus der Zeit der Mönchsbesiedlung bewachsenen Hängen der Insel können beim Aufstieg je nach Jahreszeit auch Papageitaucher beobachtet werden.

Neben Great Skellig gibt es noch die 7 Hektar große Insel Little Skellig, die etwas näher an der Küste liegt und auf der mit etwa 27.000 Brutpaaren eine der größten Basstölpelkolonien der Welt beheimatet ist. Der Felsen Blue Man's Rock liegt nur wenige Meter vor der Südostküste.

Täglich pendeln Boote zwischen dem Festland und Skellig Michael, die interessierten Touristen den Besuch des Klosters ermöglichen, sofern es das Wetter zulässt, da das Anlegen und Aussteigen am felsigen Kai selbst bei ruhiger See nicht ungefährlich ist. Auf dem Weg dorthin wird auch Little Skellig nah umfahren. Jedoch darf die Vogelinsel nicht betreten werden.

Geschichte

Die Mönche lebten in kleinen Zellen oberhalb steil abfallender Klippen, die sie als kleine Steinhütten (in Irland beehive hutsBienenkorbhütten“ genannt) in traditionell irischer Trockenmauerbauweise ohne Mörtel errichteten. Die gesamte Anlage ist sehr spartanisch eingerichtet, Trinkwasser lieferte eine Süßwasserquelle am Fels. Auf der windabgewandten Seite des Felsens hatten die Mönche kleine Gartenbeete eingerichtet, in denen sie Gemüse und Kräuter zogen. Auch heute noch sind in tieferliegenden Felsspalten typische Gartenkräuter zu finden. Über das Leben der wenigen Mönche ist sehr wenig überliefert. Vermutlich waren es genau zwölf Mönche und ein Abt, um so die Gemeinschaft der Apostel nachzubilden.

823 erlebte Skellig Michael einen Ansturm der Wikinger, widerstand diesem nach Meinung von Experten aber. Gegen 1000 wurde eine neue Kapelle auf dem Gelände errichtet. Etwa ein Jahrhundert später gaben die Mönche Skellig Michael auf und zogen nach Ballinskelligs um. Gegen 1500 wurde die Insel aber ein Ziel regelmäßiger Wallfahrten. 1826 erhielt Skellig Michael einen Leuchtturm, und 1986 begann die Restaurierung der Mönchssiedlung, die 1996 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt wurde.

Die Abgelegenheit von Skellig Michael hat bis heute große Besucherströme abgeschreckt, was auch zur guten Erhaltung beigetragen hat. Erreichbar ist es bei gutem Wetter z. B. mit etwa 13 Personen fassenden Motorbooten vom Fischerdörfchen Portmagee aus, das gegenüber von Valentia Island liegt. Dort befindet sich auch das von der EU geförderte „Skellig Experience Centre“, das weitere interessante Fakten über Skellig Michael vermittelt.

Skellig Michael in der Kunst

Die Insel ist einer der Schauplätze im historischen Kriminalroman um die Nonne Fidelma "Tod im Skriptorium" von Peter Tremayne. Die Insel war der Drehort für die Abschlussszene von Star Wars: Das Erwachen der Macht und diente als Kulisse für das Versteck von Luke Skywalker. Die irische Band Clannad veröffentlichte 1987 ein Lied mit dem Titel "Skellig".

Fotogalerie

Literatur

Weblinks

 Commons: Skellig Islands  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. E. Bourke, A.R. Hayden, A. Lynch: Skellig Michael, Co. Kerry: The monastery and South Peak. Archaeological stratigraphic report: excavations 1986-2010. Dublin 2011, online (PDF; 943 kB).
  2. Des Lavelle: The Skellig Story. O’Brien Press, Dublin 2004.

Kategorien: Ehemaliger Wallfahrtsort | Insel (Irland) | Kloster (6. Jahrhundert) | Weltkulturerbe in Irland | Klosterbau in Irland | Ruine in Irland | Insel (Atlantischer Ozean) | Klosterbau in Europa | Insel (Europa) | Unbewohnte Insel

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Skellig Michael (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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