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Sipbachzell


Sipbachzell
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 24,87 km²
 :
Höhe: 366 m ü. A.
Einwohner: 1.933 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 78 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4621
Vorwahl: 07240
Gemeindekennziffer: 4 18 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Sipbachzell
Hauptstraße 29
4621 Sipbachzell
Website: www.sipbachzell.at
Politik
Bürgermeister: Heinrich Striegl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
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5
3
11 
Lage der Gemeinde Sipbachzell im Bezirk Wels-Land
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sipbachzell ist eine österreichische Gemeinde im Hausruckviertel im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich mit 1933 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Sipbachzell liegt auf 366 m Höhe im Hausruckviertel.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,7 km, von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 24,8 km². 15,7 % der Fläche sind bewaldet, 77,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Giering (75)
  • Leombach (375)
  • Loibingdorf (73)
  • Permannsberg (84)
  • Rappersdorf (100)
  • Schachermairdorf (135)
  • Schnarrndorf (234)
  • Sipbachzell (722)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Leombach, Schnarrendorf und Sipbachzell.

Nachbargemeinden


Weißkirchen an der Traun

Eggendorf im Traunkreis (Bez. Linz-Land)
Steinhaus Kematen an der Krems (Bez. Linz-Land)
Sattledt

Geschichte

Für die urgeschichtliche Besiedelung des Gemeindegebietes von Sipbachzell spricht ein Hortfund aus der späten Bronzezeit (Urnenfelderzeit) der in Giering gefunden wurde.[2] Das Gemeindegebiet ist schon Wende 8./9. Jahrhundert, im Zuge der bajuwarischen Landnahme, besiedelt. Burg Leombach (im 18. Jahrhundert weitestgehend verfallen) ist schon 777 genannt, als Herzog Tassilo III. die Gegend luibilinpach dem Stift Kremsmünster zur Schenkung macht.[3]

Sipachzell findet sich als sippachcella 1179 (Bulle Papst Alexander III.) für die Kirche am Sipbach erwähnt, als ‚Zelle am Sipbach‘. Letzterer steht zu sip[p]en ‚morastig, modrig [riechend]‘ (vergl. siffig), was sich auf die versumpfte Aue des Mittelalters bezieht. Diese wurde unter Abt Gregor von Kremsmünster schon 1555 für die Holzwirtschaft trockengelegt, der Name ist geblieben.[4] Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1480 Einwohner, 2001 dann 1713 Einwohner. Am 1. Jänner 2005 betrug die Einwohnerzahl 1765.

Politik

Die Gemeinde Sattledt gehört zum Wahlkreis 3, dem Hausruckviertel. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Wels.

Gemeindevertretung

11
3
5
11 

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2015:

Bürgermeister ist Heinrich Striegl von der ÖVP.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

In Gold unter einem erhöhten, blauen Wellenbalken, darin eine goldene, liegende Sipbachzeller Urweizenähre, ein grüner, am Rücken liegender, aufwärts gebogener, feuerspeiender Lindwurm mit roten Krallen.

Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot.
Der Sipbach im Ortsnamen wird durch das blaue Wellenband in der oberen Hälfte des Wappens dargestellt. Die Weizenähre verweist auf den heimischen Ursprungs- und Entstehungsmittelpunkt der oberösterreichischen Landsorten des Gemeinen Weizens im Gebiet um Sipbachzell. Der Drache stellt die Beziehung zur heiligen Margareta, Schutzpatronin der Gemeinde und Pfarrkirche, her.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

  • Kindergarten mit Hort und Ganztagesbetreuung
  • neue Volksschule

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Sipbachzell: Die der Hl. Margareta geweihte wurde 1478 erbaut. Die Pfarrkirche ist eine spätgotische Hallenkirche mit einem sehenswerten Netzrippengewölbe im Chor und im Langhaus. Der 32 Meter hohe Turm ist im Stil einer spätgotischen Wehrkirche erbaut.
  • Wasserschloss Leombach: Im Ortsteil Leombach finden sich heute noch der zu einem Wohnhaus umfunktionierte ehemalige Längsteil sowie die Schlosskapelle des Schlosses Leombach
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sipbachzell (nur ein Objekt ausgewiesen)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger:

Töchter und Söhne der Gemeinde:

Weblinks

 Commons: Sipbachzell  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Höglinger, Peter: Der spätbronzezeitliche Depotfund von Sipbachzell/OÖ. Mit einem Beitr. von Jaroslav Frana und Lubos Jiran. - Linz 1996. 142, 31 S. (Linzer archäologische Forschungen. Sonderh. 16).
  3. Franz Sartori: Die Burgvesten und Ritterschlösser der österreichischen Monarchie. 2. Auflage. 7. Teil. Mich. Lechner, Wien 1839, Das Schloß Leonbach in Oesterreich ob der Enns, S. 164 (Google eBook, vollständige Ansicht ).
  4. Benedikt Pillwein (Hrsg.): Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. Dritter Theil: Der Hausruckkreis. Joh. Christ. Quandt, Linz 1830, Distrikts-Kommissariat Kremsmünster, Pfarre Sipachzell: Sipachzell, Sippachzell und Fußnote a), S. 369, S. 369 f (Google eBook ). 2. Aufl. 1843 (Google eBook ).
  5. Detaillierte Beschreibung des Wappens , land-oberoesterreich.gv.at > Landesgeschichte

Kategorien: Ort im Bezirk Wels-Land | Sipbachzell | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sipbachzell (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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