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Sender Aalen


Sender Aalen
Basisdaten
Ort: Aalen
Land : Baden-Württemberg
Staat: Deutschland
Höhenlage: 722 m ü. NN
Verwendung: Richtfunk , Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Südwestrundfunk
Turmdaten
Bauherr: Süddeutscher Rundfunk
Baustoff: Stahlbeton
Höhe des Betriebsraumes: 62 m, 66 m, 75 m und 78 m
Daten der Sendeanlage
Höhe der Türme/Masten: 40 m , 139 m
Bauzeiten der Türme/Masten: (1.) 1951
(2.) 1956–1958
Betriebszeiten der Türme/Masten: (1.) seit 1951
(2.) seit 1958
Letzter Umbau: 2008
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DVB-T , DAB , Amateurfunkdienst
Positionskarte

Der Sender Aalen ist ein Grundnetzsender des Südwestrundfunks (SWR) für Fernsehen und Hörfunk. Er befindet sich östlich des Aalener Stadtteils Wasseralfingen auf der Erhebung Flexner südöstlich des Braunenbergs in einer Höhenlage von 722 m ü. NN .

Der Senderstandort wurde 1951 vom damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR) zur Ausstrahlung seines UKW-Hörfunkprogrammes erschlossen. Vorher gab es nur ein Hörfunkprogramm auf Mittelwelle, die neue Technik „UKW-Radio“ sollte mit dem Programm Südfunk II eingeführt werden. Als Antennenträger kam in den ersten Jahren ein Stahlgittermast mit einer Höhe von Höhe 40 m zum Einsatz, die aufgesetzte Rohrschlitzantenne hatte eine Länge von 20 m. Zur Ausstrahlung des ARD-Fernsehprogramms wurde ein neues Bauwerk notwendig, so dass von 1956 bis 1958 der heutige 80 m hohe Stahlbetonturm erbaut wurde, der mit dem aufgesetzten Antennenmast eine Gesamthöhe von 142 m erreichte.

Der ursprüngliche UKW-Sendeturm in unmittelbarer Nähe blieb erhalten, die Sendeantenne wurde im Jahre 1984 abgebaut. Er wird aktuell u. a. als Richtfunk-Mast verwendet.

Durch den günstigen Standort werden nicht nur ganz Ostwürttemberg und der Großraum Stuttgart versorgt, viele Frequenzen vom Braunenberg sind bis weit nach Bayern zu empfangen – teilweise sogar bis München, Nürnberg und Tirol. Selbst in Oberfranken ist ein Empfang der UKW-Programme aus Aalen möglich.

Am 10. und 11. Juli 2008 wurde die vorhandene VHF-Band III-Fernsehantenne per Hubschrauber demontiert und eine neue Antennenanlage für DVB-T montiert. Da die neue digitale UHF-Fernsehantenne 3 m kürzer als die bisherige VHF-Antenne ist, reduzierte sich durch den Austausch die Höhe des Turms von 142 m auf 139 m.[1] Mit Beginn der DVB-T-Ausstrahlung am 5. November 2008 wurde zeitgleich am Braunenberg und am Sender Heubach sowie an zahlreichen Umsetzerstandorten die analoge Fernsehverbreitung in Ostwürttemberg eingestellt.[2]

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
95,1 SWR1 Baden-Württemberg SWR1_BW_ D301 50 ND H
91,1 SWR2 __SWR2__ D3A2 Baden-Württemberg 50 ND H
98,1 SWR3 __SWR3__ D3A3 Württemberg 50 ND H
96,9 SWR4 Baden-Württemberg SWR4_UL_ DE04 Schwaben Radio 5 ND H
103,7 Radio7 RADIO7__ D40B (regional),
D30B
Ostalb 50 ND H
107,1 Radio Ton RadioTon
RADIOTON
DD0D (regional),
D70D
Ostwürttemberg 20 D (70–20°) H

Digitales Radio (DAB/DAB+)

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb (SFN) mit anderen Sendern ausgestrahlt. Bis 12. Januar 2012 wurden auf DAB-Kanal 12B die Radioprogramme des SWR gesendet. Aufgrund des Neustart des Digitalradio wurde ein Kanalwechsel vollzogen.

Block Programme
(Datendienste)
ERP 
(kW)
Antennen- diagramm
rund (ND),
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Gleichwellennetz (SFN)
5C[3]
DRDeutschland
(D__00188)
DAB+ Block der Media Broadcast: 10 ND V
9D
SWR BW
(D__00234)
DAB+ Block des SWR 10 ND V Aalen, Baden-Baden (Merkur), Bad Mergentheim (Am Kettenwald), Heidelberg-Königstuhl, Heilbronn-Weinsberg, Langenbrand, Stuttgart-Degerloch, Ettlingen-Wattkopf, Oberböhringen, Waldenburg-Friedrichsberg

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Die nachfolgenden DVB-T-Ausstrahlungen werden im Gleichwellenbetrieb (SFN) mit anderen Sendestandorten ausgestrahlt.

Kanal Frequenz
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate
(Mbit/s)
SFN
59 778 ARD Digital (SWR) 50 ND H 16-QAM
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Aalen,
Geislingen-Oberböhringen
50 706 ARD regional (SWR)
Baden-Württemberg
50 ND H 16-QAM
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Aalen,
Geislingen-Oberböhringen,
Heilbronn (Weinsberg),
Stuttgart-Frauenkopf,
Waldenburg-Friedrichsberg
23 490 ZDFmobil 50 ND H 16-QAM
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Aalen,
Geislingen-Oberböhringen,
Heilbronn (Weinsberg),
Stuttgart-Frauenkopf,
Waldenburg-Friedrichsberg

Analoges Fernsehen

Bis zur Umstellung auf DVB-T wurden folgende Programme in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
8 196,25 Das Erste (SWR) 50 D V

Amateurfunk

Auf dem Fernsehturm befinden sich auch Amateurfunk-Relais und -Digipeater mit dem Rufzeichen DB0FAA, die von der Amateurfunkgruppe der Hochschule Aalen betrieben werden.[4]

Bilder

Einzelnachweise

  1. Neue Spitze ist drauf. In: Schwäbische Post. 12. Juli 2008.
  2. Wird der Fernsehturm gestutzt?. In: Gmünder Tagespost. 4. Juli 2008.
  3. http://www.digitalradio.de/index.php/de/startseite-news-digitalradio/item/media-broadcast-gibt-neue-senderstandorte-fuer-nationalen-digitalradio-multiplex-bekannt Stand: 4. November 2015.
  4. Relaisfunkstelle DB0FAA

Weblinks


Kategorien: Amateurfunk-Relaisstandort | Bauwerk in Aalen | Sendeturm in Baden-Württemberg | Sendeanlage des Südwestrundfunks | Turm in Europa | Erbaut in den 1950er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sender Aalen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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