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Semperoper Ballett


Semperoper Ballett

Gründer: Carl Maria von Weber (1825)
Heimatstadt: Dresden
Mitglieder: 80
Technik: klassisches Ballett und moderner Tanz

Das Semperoper Ballett bildet die Sparte Ballett in der Semperoper zu Dresden.

Geschichte

Am kurfürstlichen Hof in Dresden gab es bereits im 17. Jahrhundert erste Ballettaufführungen im Rahmen von Hochzeiten, Geburtstagen, Taufen und anderen Festen. So wurde beispielsweise am 20. November 1638 August Buchners Ballettoper Orpheo und Eurydice unter der Leitung von Hofkapellmeister Heinrich Schütz im Dresdner Schloss uraufgeführt.[1]

Nach der Eröffnung des von Wolf Caspar von Klengel erbauten Opern- und Komödienhauses auf dem Taschenberg 1667 fanden dort regelmäßig Ballettaufführungen statt, aber erst 1825 setzte Carl Maria von Weber die Festanstellung eines Ballettensembles am Dresdner Hoftheater durch. Durch die Aufführung von Werken von u.a. Léo Delibes und Josef Bayer gelang es Ende des 19. Jahrhunderts, die selbständige Stellung des Balletts zu festigen. In den 1920er Jahren erlebte das Ballett unter der Leitung der Ballettmeisterin Ellen Cleve-Petz eine erste Blütezeit.

Nach der Zerstörung des Gebäudes im Februar 1945 musste das Ensemble vorübergehend auf andere Spielstätten ausweichen. Die Puppenfee von Josef Bayer war am 7. Dezember 1946 die erste Ballettpremiere, die in Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg stattfand. In den 1950er und 60er Jahren war es vor allem Tom Schilling, der das Dresdner Ballett förderte.

1985 erfolgte die Rückkehr in die wiederaufgebaute Semperoper mit der Uraufführung Harald Wandtkes Brennender Friede zur Musik von Udo Zimmermann. Wandtke leitete das Ballett in der Zeit von 1978 bis 1993. Choreografien von Oleg Winogradow, Konstantin Russu, Hilda Riveros, Emöke Pöstenyi und Birgit Cullberg zählten in dieser Zeit zum Repertoire. 1993 übernahm Vladimir Derevianko die Leitung des Ballett Dresden und erweiterte das Repertoire um Werke von Mauro Bigonzetti, Mats Ek, Jiří Kylián, John Neumeier, Uwe Scholz und Stephan Thoss.

Am 1. August 2006 trat der Kanadier Aaron S. Watkin die Nachfolge Dereviankos als Ballettdirektor an.

Ensemble

Die ersten Solisten in der Saison 2011/2012 sind Natalia Sologub, Yumiko Takeshima, Elena Vostrotina, Guy Albouy, Jiří Bubeníček, Raphaël Coumes-Marquet sowie Dmitry Semionov, seit 2007 als ständiger Gast des Staatsballett Berlin. Des Weiteren gehören zum Ensemble 4 Erste Charaktersolisten, 5 Solisten sowie 10 Halbsolisten. Das Semperoper Ballett unterhält seit 2006 gemeinsam mit der Palucca Schule Dresden ein Elevenprogramm, wodurch auch Studenten der Palucca Schule Dresden die Aufführungen personell unterstützen und so Bühnenerfahrungen sammeln.

Repertoire

Das Semperoper Ballett verfügt neben dem klassischen Ballettrepertoire (u.a. Schwanensee, Giselle, Coppélia, Cinderella) auch über ein Repertoire von selten oder nur hier gespielten Stücken. Dazu gehören der Zyklus "Farben" mit "3 Farben Grün" mit Choreografien von George Balanchine, Mats Ek und William Forsythe, "Drei Farben Weiß" mit Choreografien von David Dawson, Jacopo Godani, George Balanchine und "4 Farben Rot" mit Choreografien von George Balanchine, Kristen Cere & François Chirpaz, David Dawson.

Seit 2011 bespielt das Semperoper Ballett auch die neue Bühne der Semperoper "Semper 2".

Gastspiele

In 2010 nahm das Semperoper Ballett am Festival "New Yorker Fall for Dance" teil, wo es das Stück »The Vertiginous Thrill of Exactitude« von William Forsythe aufführte. Ebenfalls 2010 absolvierte das Semperoper Ballett eine Tournee nach Spanien, wo sie im "Gran Teatre del Liceu" in Barcelona Giselle in einer Choreografie von David Dawson aufführten.

Literatur

  • Peter Jarchow: Avancierte Musik im Staatsopernballett (1966-1999), in: Dresden und die avancierte Musik im 20. Jahrhundert. Teil III: 1966-1999, hrsg. von Matthias Herrmann und Stefan Weiss, Laaber 2004, S. 191–199 (Musik in Dresden 6), ISBN 3-89007-511-8

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Olga Artsibacheva: Die Rezeption des Orpheus-Mythos in deutschen Musikdramen des 17. Jahrhunderts, S. 51

Kategorien: Ballettkompanie | Theater (Dresden) | Semperoper

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Semperoper Ballett (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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