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Sembach


Dieser Artikel befasst sich mit der Ortsgemeinde Sembach in Rheinland-Pfalz. Für weitere Bedeutungen siehe Sembach (Begriffsklärung).

Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: KaiserslauternVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Enkenbach-Alsenborn
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 5,49 km²
Einwohner: 1141 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 208 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67681
Vorwahl: 06303
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 205
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 18
67677 Enkenbach-Alsenborn
Webpräsenz: www.enkenbach-alsenborn.de
Ortsbürgermeister: Fritz Hack (SPD)
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Sembach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn an.

Geographie

Die Gemeinde liegt am Rande des Naturparks Pfälzerwald nahe der Stadt Kaiserslautern. Angrenzende Gemeinden sind Mehlingen, Neuhemsbach, Enkenbach-Alsenborn sowie Wartenberg-Rohrbach.

Geschichte

Im 13. Jahrhundert wurde, anlässlich einer Schenkung an das Kloster Enkenbach, der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Vor der französischen Revolution gehörte der Ort zu den Kolb von Wartenberg. Ende des 18. Jahrhunderts wurde Sembach französisch und profitierte vom Bau der Kaiserstraße Napoleons von Paris nach Mainz, wodurch der Ort an einem überregionalen Verkehrsweg lag und 1809 Poststation wurde. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) kam Sembach 1816 zum Königreich Bayern und war Teil des Rheinkreises. Die Zugehörigkeit zu Bayern endete zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit 1946 ist Sembach Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Religion

Am 31. Oktober 2014 waren 44,61 Prozent der Einwohner evangelisch und 23,58 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Seit dem 17. Jahrhundert gibt es Mennoniten in Sembach. Im Jahr 1960 gehörten zur Sembacher Gemeinde etwa 280 Mitglieder,[3] gegenwärtig werden rund 160 Mitglieder gezählt.[4]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Sembach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 4 5 16 Sitze
2009 9 3 4 16 Sitze
2004 7 4 5 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Sembach e.V.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Silber und Rot geteilt, belegt mit einem silbernen Herzschild mit rotem Balken, beseitet von oben zwei, unten einer roten Kugel, oben wachsend ein blaugekleideter Mann mit Zipfelmütze, die Linke in die Hüfte gestützt, in der Rechten einen roten Kolben haltend, unten ein goldenes Posthorn“.

Es wurde 1954 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und wurde dem Wappen der ehemaligen Ortsherren, den Kolb von Wartenberg, entlehnt.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Mennonitenkirche wurde 1777 errichtet. Seit 2011 wird neben dieser ein modernes Gemeindezentrum gebaut.

Der Grundstein für die protestantische Kirche wurde bereits am 13. Mai 1773 gelegt. Wegen Geldmangels zog sich der Bau in die Länge, bis sie schließlich 1791 eingeweiht werden konnte.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Sembach

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Sembach liegt an der ehemaligen Kaiserstraße, der Landesstraße 401 (frühere Bundesstraße 40). Einen Kilometer entfernt ist die Bundesautobahn 63 (Kaiserslautern–Mainz) mit der Anschlussstelle Sembach. Nach Frankfurt sind es 107 Kilometer, nach Kaiserslautern (Innenstadt) sind es etwa 11 Kilometer.

Amerikanische Anlagen

1951 wurde die amerikanische Sembach Air Base gebaut und die Wohnsiedlung Heuberg angelegt. Das Hauptquartier der 17. US-Luftflotte (17th Air Force) wurde 1994 aufgelöst. Private Schulen der Klasse K-3 (Sembach Elementary School) und 4-8 (Sembach Middle School) und einige Verwaltungsgebäude sowie Wohnungsunterkünfte befinden sich noch in US-amerikanischer Hand. Dieses Gelände hiess „Sembach Annex“, heute „Sembach Kaserne“. Das europaweit einzige Militärgefängnis ist von den Coleman Barracks in Mannheim nach Sembach verlegt worden.[7]

Der Flugplatz ist nicht mehr amerikanisches Eigentum.

Wirtschaft

Auf dem Areal des ehemaligen Militärflugplatzes entstand der Gewerbepark Sembach mit einer Fläche von 226 Hektar, der eines der größten Konversionsprojekte in Rheinland-Pfalz darstellt. Bei verschiedenen Unternehmen, die sich dort angesiedelt haben, arbeiten insgesamt rund 450 Menschen.[8]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Personen, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Lothar Horter u. Michael Tilly: Mahnende Zeugen der Vergangenheit. (Hrsg.: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn), Otterbach 1998, 110 S. mit zahlreichen Abbildungen; darin: „Die Juden in Sembach“ (S. 10-18), „Die Juden in Mehlingen“ und „Der jüdische Friedhof in Mehlingen“
  • Winfried Herget und Walter G. Rödel: U.S. Air Base Sembach: Von der ersten Landbeschlagnahme zu Abzug und Konversion. 1995
  • Karlheinz Schauder: Kirchen des Landkreises Kaiserslautern - 2. Band: 18. und 19. Jahrhundert. Otterberg 1994

Weblinks

 Commons: Sembach  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Gemeindestatistik. In: KommWis. 31. Oktober 2014, abgerufen am 30. November 2014.
  3. Hein, Gerhard: Art. Sembach, in: Mennonitisches Lexikon, Bd. IV (1967), S. 151.
  4. http://www.enkenbach-alsenborn.de/historie/s_menn.html , abgelesen am 23. Juni 2011.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  7. SWR-Regionalnachrichten 4. März 2010
  8. Website des Gewerbeparks Sembach, abgerufen am 21. Oktober 2010

Kategorien: Ort im Landkreis Kaiserslautern | Sembach | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sembach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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