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Selsingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Samtgemeinde: Selsingen
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 41,86 km²
Einwohner: 3571 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27446
Vorwahl: 04284
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 043
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Bürgermeister: Reinhard Aufdemkamp (CDU)
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Selsingen (Plattdeutsch: Sürsen) ist eine Gemeinde und Verwaltungssitz der gleichnamigen Samtgemeinde Selsingen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Geografie

Selsingen liegt in der Zevener Geest und an der Oste.

Gemeindegliederung

Die heutige Gemeinde besteht aus dem Kernort Selsingen und den Ortsteilen Eitzte, Granstedt, Haaßel, Lavenstedt und Parnewinkel.

Geschichte

Zwar wird der Name des Kernorts erst 1219 urkundlich erwähnt, die Siedlung dürfte jedoch weitaus älter sein. Hier residierte ein Adelsgeschlecht, das nach der Zerstörung der Burg sich nicht mehr „von Selsingen“, sondern nur nach dem Sitz ihres zweiten Hauses „von der Kuhla“ nannten. Besonders alt dürfte der Ort Lavenstedt sein, der sich in Urkunden aus den Jahren 971 und 986 findet.

Selsingen bildete im Mittelalter und in der frühen Neuzeit den Hauptort des Verwaltungs- und Gerichtsbezirks der Börde Selsingen. Dazu gehörten die Ortschaften Altenburg, Anderlingen, Baaste, Bademühlen, Badenstedt, Bockel, Bockhorst, Brauel, Byhusen, Deinstedt, Eitzte, Falje, Farven, Godenstedt, Gosehus, Grafel, Granstedt, Haaßel, Hütten, Klein Bostel, Lavenstedt, Malstedt, Minstedt, Mintenburg, Mojenhop, Ober Ochtenhausen, Ölkershusen, Ohrel, Ostereistedt, Parnewinkel, Plönjeshausen, Rockstedt, Rohr, Rugenberg, Sandbostel, Sassenholz, Schohöfen, Seedorf, Selsingen, Stoppelheide, Twistenbostel, Wennebostel, Windeshusen und Windeswohlde. [2]

Die Dörfer Selsingen, Granstedt, Haaßel und Ober Ochtenhausen haben erfolgreich an den Bundeswettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen.

Am 15. April 1986 stürzte bei Parnewinkel eine F-16 der niederländischen Luftwaffe ab. Der Pilot kam beim Absturz ums Leben.[3]

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Granstedt, Haaßel, Lavenstedt und Parnewinkel eingegliedert.[4]

Religion

In Selsingen gibt es die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Lamberti.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder

  • CDU – 10 Sitze
  • SPD – 5 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister

Bürgermeister ist Reinhard Aufdemkamp (CDU)

Wappen

Beschreibung: In Silber eine gerade rote Spitze mit aufgelegten gekreuzten goldenen Vogtstab und Kampfschwert.

Gemeindepartnerschaften

Die Gemeinde unterhält seit 1990 eine Partnerschaft mit der englischen Stadt Sawston.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 71 zwischen Bremervörde und Zeven und an der Bahnstrecke Bremervörde−Zeven−Rotenburg. Die Bahnstrecke wird allerdings nur noch von Güterzügen befahren. Der ÖPNV erfolgt durch Linienbusse.

Industrie

Mit der Hansa Maschinenbau befindet sich einer der führenden europäischen Hersteller von Friedhofsbaggern und Kommunalfahrzeugen in Selsingen.

Persönlichkeiten

  • Walter Hinck (1922–2015), Germanist
  • (August Heinrich Grimm) (1873–1944), Plattdeutscher Schriftsteller

Literatur

  • Michael Ehrhardt: Die Börde Selsingen – Herrschaft und Leben in einem Landbezirk auf der Stader Geest im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. 564 S., Landschaftsverband Stade, Stade 1999, ISBN 3-931879-04-6.

Weblinks

 Commons: Selsingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. Michael Ehrhardt: Die Börde Selsingen – Herrschaft und Leben in einem Landbezirk auf der Stader Geest im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Stade 1999.
  3. http://www.brv-zeitung.de/lokales/lokale-nachrichten_artikel,-1986-F-16-kracht-auf-Acker-_arid,549628.html .
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.

Kategorien: Ort an der Oste | Ort im Landkreis Rotenburg (Wümme) | Ort in der Stader Geest | Selsingen | Gemeinde in Niedersachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Selsingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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